• Ratgeber: Beim Autofahren nervt das Hörgerät

    Gerade beim Autofahren kann das Hörgerät fürchterlich nerven. Windgeräusche, Rückkopplungen und ein unangenehmes eigenes Sprachgefühl können eintreten. Wir sagen Ihnen, weshalb das so ist und was Sie dagegen unternehmen können.

    Das sind die Hauptprobleme beim Autofahren:

    1. Bei offenem Fenster raschelt und knattert der Wind in Ihren Hörgeräten
    2. Beim Umschauen kommt es zu unangenehmem Pfeifen
    3. Ihre eigene Sprache hört sich fremd an
    4. Sie können Mitfahrende schlecht verstehen

    1. Beim Autofahren hören Sie Windgeräusche

    Bei offenem Fenster dringt Wind an Ihre Hörgeräte und wird absurd laut verstärkt. Auch Luftzug aus der Klimaanlage und Lüftung machen sich durch Knattern und Rauschen unangenehm bemerkbar.

    Lösung: Windmanagement und Hilfsmittel

    Fragen Sie Ihren Hörakustiker, ob er in Ihrem Hörgerät eine Windgeräuschunterdrückung aktivieren kann. Diese Funktion blendet unangenehme Windgeräusche weitestgehend aus. Am Fahrzeug können Sie überdies an der Fahrerseite einen schmalen Windabweiser anbringen, der den Wind vom Fenster weglenkt. Die Düsen der Lüftung sollten Sie mehr nach unten richten.

    2. Rückkopplungen beim Umschauen

    Immer wenn sie sich umschauen hören Sie ein unangenehmes hohes Pfeifen in Ihrem Hörgerät. Das kommt von den Rückkopplungen, die erzeugt werden, weil Sie mit dem Hörgerät zu nah an die Nackenstütze kommen. Falsch wäre es, nun auf den Blick in den Außenspiegel und den Schulterblick zu verzichten.

    Lösung: Rückkopplungen beim Akustiker eliminieren lassen

    Der Hörgeräteakustiker kann viele Arten von Rückkopplungen leicht eliminieren. Er stellt dazu Ihr Hörgerät neu ein. Bei mir hat das wunderbar geklappt.

    3. Die eigene Stimme klingt so fremd

    Immer wenn Sie Autofahren und mit den Mitfahrenden sprechen, klingt Ihre eigenen Stimme sehr fremd. Das kommt daher, dass Ihre Windschutzscheibe und die Armaturen den Schall Ihrer eigenen Stimme reflektieren. Sie hören Ihre eigene Stimme sonst über die Knochenleitung und nur wenig über den Luftschall. Jetzt aber dringt der reflektierte Luftschall an Ihre Ohren.

    Lösung: Hörgeräte oft tragen

    Auch hier heißt das Geheimrezept: Tragen Sie Ihre Hörgeräte oft und so lang wie möglich. Nur so kann sich Ihr Gehirn an die Höreindrücke gewöhnen. Das gilt auch und vor allem in ungewohnten Situationen und in solchen, in denen es mit dem Hörgerät nicht auf Anhieb klappt.

    4. Sie verstehen die Mitfahrenden schlecht

    Sie können die anderen Personen im Auto schlecht verstehen. Das gilt insbesondere für Personen, die auf der hinteren Rückbank sitzen. Das kommt daher, dass Hörgeräte in erster Linie nach vorne hin optimiert sind.

    Lösung: Sprechen Sie mit den Mitfahrern

    Klären Sie die anderen über die Problematik auf. Sie sollen etwas deutlicher und ein kleines bißchen lauter sprechen. Sie können Ihren Hörakustiker auch fragen, ob er Ihnen ein Umgebungsprofil „Autofahren“ programmieren kann, bei dem die besonderen Erfordernisse berücksichtigt werden. Das kann insbesondere für Taxifahrer und Chauffeure interessant sein.

    Fazit: Mit geeigneten Maßnahmen ist auch Autofahren kein Problem

    Sie sehen es selbst. Mit wenigen Maßnahmen und einem Besuch beim Hörakustiker können Sie auch diesePprobleme leicht in den Griff bekommen.
    Einige dieser Probleme zählen auch zu den Anfangsschwierigkeiten beim Hörgerätetragen.



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    Bild: facundowin / Pixabay

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