• Karls Weg zum Hörgerät – Teil 5 –

    Weitere Anpassungen

    Auf zur 5. Sitzung eine Woche später. Hier bat ich den Akustiker, die Lautsärke auf Programm 1 erheblich anzuheben, Programm 2 so belassen, wie es ist (Anmerkung: alle getesteten Gerät können mit mehreren Programmen geladen werden, z.B. Anpassung an laute/leise Umgebung, die dann durch Knopdruck umgeschaltet werden können). Außerdem bat ich um eine Otoplastik, da der bestehende Einsatz (sog. Tulpe) mir Juckreize im Gehörgang verusachte, und ich mir von der Otoplastik auch einen besseren Sitz versprach und somit das Verlier-Risiko minimiert wird. Er nahm mit einer Formmasse einen Abdruck von meinem Gehörgang, der dann vermutlich einer anderen Spezialfirma zugeschickt wurde, die dann die Otoplastik erst anfertigen musste.

    Auf der 6. und vorläufig letzten Sitzung bekam ich dann die fertigen Otoplastiken, anschließend hiermit noch mal eine erneute Einstellung der Rückkopplungs-Minimierung. Der anschließende Hörtest ergab dann auch eine erhebliche Verbesserung der Sprachverständlichkeit, also 85% wie bei den teueren Geräten.

    © Karl
    Messprotokoll von Akustiker 2

    Ohne Schnickschnack

    Was will man mehr? Mir reichte es, mir ging es im Prinzip nur um eine bessere Sprachverständlichkeit bei den Gruppen/Meetings, und irgendwelchen zusätzlichen Schnickschnack mit Induktionsschleife, Telefonanschluss und Funkübertragung brauche ich vorerst nicht. Dann vereinbarten wir den Kauf des Gerätes, der Akustiker erstellte eine detaillierte Rechnung, und ich blätterte die schlappen €20.- für beide Geräte als Zuzahlung hin. Ich konnte es immer noch nicht richtig fassen, von ursprünglich stolzen €4000.- auf bloße € 20.- „heruntergetestet“. Der Akustiker 2 übergab mir dann noch zum Abschluss ein großes „Service-Päckchen“, das nicht nur Batterien für 1 Jahr enthielt, sondern auch eine Trockenbox für die Nachtlagerung sowie verschiedene Reinigungsmittel. Hier muss man anerkennend sagen, dass dieses Päckchen sowie die Otoplastiken bei Akustiker 1 zusätzlich berechnet worden wären.

    © Karl
    Rechnung von Akkustiker 2

    Bestätigung vom Ohrenarzt

    Als letzte Aktion musste ich die Nutzbarkeit der Geräte noch einmal vom Ohrenarzt bestätigen lassen, damit die Krankenkasse den Akustiker auch bezahlt. Eine Arzthelferin führte die Tests durch, mit dem Ergebnis, dass ich plötzlich die gleiche Sprachverständlichkeit mit und ohne Hörgeräte hatte. Der Grund hierfür war vermutlich, dass die MTA die Lautsprecher voll Pulle aufgedreht hatte, anstatt den Sollpegel von 65 dB eingestellt zu haben. Als Dipl.-Ing. der Nachrichtentechnik und erfahrener Funkamateur wies ich das gute Mädchen darauf hin, sie konnte den Arzt aber nicht auftreiben, um die Geräte richtig einzustellen zu lassen. Ich überzeugte sie schließlich, dass sie mir das Freigabe-Papier trotzdem geben könnte, da ich ja tatsächlich mit den Hörgeräten zufrieden bin.



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