• Hörschädigungen keine Frage des Alters: Hörgeräte für Kinder

    Wenn Kinder in ihrer Entwicklung zurückbleiben, in der Schule nicht mitkommen und im Kindergarten seltsame Formen der Aggressivität entwickeln, kann das eine gemeinsame Ursache haben: Eine Hörschädigung.

    Denn Beeinträchtigungen des Hörvermögens sind niemals eine Frage des Alters. Zwar gibt es die Altersschwerhörigkeit und wir verbinden mit dem Begriff Schwerhörigkeit automatisch ältere Personen. Aber tatsächlich sind nicht nur Senioren davon betroffen.
    Deshalb gibt es auch Hörgeräte für Kinder.

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    Hörschädigungen keine Frage des Alters: Hörgeräte für Kinder

    Von 10.000 Kindern werden in Deutschland im Schnitt vier bis fünf mit einer Hörstörung geboren.
    Dabei darf die Diagnose „Hörbehinderung“ nicht auf die leichte Schulter genommen werden, sondern erfordert schnelles Handeln. Eine solche Hörminderung wächst sich nicht aus! Aber ein „schlechtes“ Gehör stört die gesamte Entwicklung Ihres Kindes empfindlich.

    Früh erkennen, schnell handeln: Hörgeräte für Kinder

    Deshalb spielt vor allem das frühzeitige Erkennen einer Gehörschädigung und das schnelle Handeln eine wichtige Rolle (Testen & Trainieren).
    Auch für Kinder gibt es geeignete Hörgeräte.

    Bei der Hörgeräteversorgung von Kindern sind drei Grundregeln unbedingt zu berücksichtigen:

    1. Die Hörgeräteanforderungen bei Kindern sind anders als für Erwachsene (z. B. spezielle Zubehörelemente).
    2. Ein Kinderohr ist kein Erwachsenenohr.
    3. Das Hören und Verstehen muss wieder erlernt werden (Hörtraining).

    Besondere Anforderungen

    In der Bundesrepublik Deutschland gibt es etwa 6.000 Hörakustiker-Betriebe.
    In diesen arbeiten rund 14.500 Hörakustiker (Stand 2017).
    Nur etwa 1000 Hörgeräteakustikermeister haben die Fortbildung zum Pädakustiker abgeschlossen.
    Das ist eine Spezialisierung für die Hörgerätversorgung bei Kindern.

    Allerdings ist Pädakustiker kein geschützter Begriff. Es ist auch nicht Voraussetzung für einen Hörakustiker, auch ein Pädakustiker zu sein, um Kindern Hörgeräte anzupassen.

    Aber nur wenn die entsprechende Ausrüstung (kindgerechtes Arbeitsmaterial) und auch eine ausreichende Erfahrung mit hörgeschädigten Kindern vorhanden sind, können Sie davon ausgehen, dass eine qualitativ hochwertige Kinderversorgung sichergestellt werden kann.

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    Die Hörgeräteversorgung bei Kindern erfordert eine besonders große Erfahrung und Fachkompetenz.

    0 bis 4 Jahre

    Kinder dieser Altersgruppe sind ja naturgemäß noch nicht in der Lage, ihre Höreindrücke zu artikulieren.
    Deshalb kann daraus keine zuverlässige Diagnose abgeleitet werden. Somit ist ein klassischer Hörtest ist nicht möglich.
    Zur Bestimmung des Hörvermögens wird der Arzt deshalb die sogenannte BERA-Messung durchführen.
    Sie bildet dann im Falle eines Befunds die Grundlage für die Hörgeräteeinstellung durch den Akustiker.
    Dann werden alle weiteren Maßnahmen gemäß den Reaktionen des Kindes bei spielerischen Tests definiert.

    5 bis 10 Jahre

    Bei Kindern in dieser Altersgruppe kann bereits ein richtiger Hörtest durchgeführt werden.
    Anders als bei Erwachsenen erfolgt der Test aber nicht in einem Rutsch, sondern in mehreren Einheiten (an mehreren Terminen).

    11 bis 18 Jahre

    Bei Kindern und Jugendlichen dieser Altersgruppe gibt es keinen Unterschied mehr beimr Hörtest und dem Ablauf bei Erwachsenen.
    Denn hier ist bereits eine konkrete Gesprächsführung mit dem Patienten möglich und die Messtechnik ist im die gleiche wie bei Erwachsenen.



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    Titel: jarmoluk / Pixabay

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