• Ausbildung zum Hörgeräteakustiker – Hörakustiker -5-

    Hörakustiker-Ausbildung, Hörakustik-Studium und Hörakustik-Zusatzausbildungen

    Wenn Sie sich für eine Hörgeräteakustik-Ausbildung entscheiden, profitieren Sie immer auch von sehr guten Karrierechancen und Weiterbildungsangeboten. Die Basis legen Sie mit der Ausbildung zum Hörgeräteakustiker. Danach haben Sie die Möglichkeit eines Studiums, einer Meister-Ausbildung oder einer fachlichen Spezialisierung, zum Beispiel zum Pädakustiker.

    Das Ausbildungsangebot in der Übersicht:

    • Ausbildung Hörakustiker (Berufsschule/Ausbildungsbetrieb):

      Die Ausbildung findet in Deutschland wie in allen handwerklichen Berufen im dualen Ausbildungssystem statt. Dieses System verbindet die Ausbildung in der Berufsschule und die Ausbildung in einem Betrieb miteinander.

      Die Berufsschule (Bundesoffene Landesberufsschule für Hörakustiker und Hörakustikerinnen – kurz: LBS für Hörakustik) befindet sich in Lübeck.
      Sie wird in Form von Blockunterrichtseinheiten besucht. Dort findet der Unterricht in 8 Unterrichtseinheiten von jeweils 1 Monat (4 Wochen) statt. Die Landesberufsschule Lübeck vermittelt das theoretische Wissen.
      Außerdem durchlaufen die Azubis auch die überbetriebliche Ausbildung an der Akademie für Hörgeräteakustik in Lübeck, die zweimal eine Woche umfasst und sich an den Blockunterricht anschließt.
      Die Lehrlinge werden für die Dauer des Blockunterrichts meist auf dem Campus der Akademie untergebracht.

      Für den Besuch der Berufsschule fallen für die Auszubildenden normalerweise keine Kosten an.
      Einige Betriebe übernehmen die Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten teilweise oder ganz.
      Das sollten Sie schon beim Vorstellungsgespräch erfragen, denn das kann mit eine Entscheidungshilfe für die Auswahl des Ausbildungsbetriebs sein.
      Übernimmt der Betrieb die Kosten nicht, können für die Berufsschulblöcke zusätzliche Kosten anfallen.
      In manchen Bundesländern können auch staatliche Zuschüsse beantragt werden.

      Einige Ausbildungsbetriebe haben aber auch eigene Schulungszentren, in denen zusätzlich unterrichtet wird. Die Lehre dauert drei Jahre und vermittelt vor allem die praktischen und handwerklichen Fähigkeiten.
      Im ersten Jahr der Ausbildung geht es schwerpunktmäßig um die Kunden-Vorgespräche und den Verkauf sowie um das technische Handwerk.
      Im zweiten Ausbildungsjahr stehen die Hörtests und die Otoplastik-Herstellung auf dem Lehrplan.
      Im dritten und letzten Jahr der Ausbildung lernt der Azubi, Patienten mit Hörstörungen intensiv und individuell zu beraten. Auch seine technischen Kenntnisse werden vertieft. Am Ende der Ausbildung stehen die Abschlussprüfung und der Gesellenbrief.



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    • Studium Hörakustik (Fachhochschule):

      Nach der bestandenen Ausbildung besteht die Möglichkeit, ein 3jähriges Studium zu absolvieren. Man hat dann den Bachelor of Science in Hörakustik.
      Dann ist man hauptsächlich für Aufgaben im Ingenieurbereich ausgebildet und kann unter anderem beispielsweise an der Entwicklung und Forschung von Hörsystemen mitarbeiten.
      Zusätzlich kann auch noch der Meisterbrief während des Studiums erworben werden.
      Mit dem Meisterbrief ist man zur Führung eines eigenen Hörakustiker-Betriebes oder eines Fachgeschäfts qualifiziert.
      Hörgeräteakustiker mit Studium werden aber nicht nur in Hörstudios gesucht, sondern auch von Klinken, in der Bau- und Raumakustik und in der Automobilbranche.

    • Studium zum Hörakustikermeister:

      Ein weiterer Ausbildungsweg ist das Studium zum Hörakustikermeister. Den Studiengang absolviert man an der Akademie für Hörgeräteakustik in Lübeck. Er dauert 1 Jahr.

    • Zusatzausbildungen:

      Besonders im Bereich der Hörakustik gibt es mannigfaltige Spezialisierungsmöglichkeiten. So kann der Akustiker sich beispielsweise zum Implantat-Spezialisten oder Tinnitustherapeuten weiterbilden lassen. Als Pädakustiker ist er Fachmann für die Hörgeräteversorgung von Kindern.

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