• Hörgeräte Beratung – Der Weg zum richtigen Hörgerät

    Hörgeräte Beratung: Hörgeräte sind in den allermeisten Fällen die einzige Möglichkeit, um bei einer Schwerhörigkeit besser hören zu können.
    Nach einem Besuch bei HNO-Arzt, der die Schwerhörigkeit bestätigt und andere Ursachen ausschließt, geht es mit der ärztlichen Verordnung zu einem Hörakustiker1.

    Es beginnt mit dem Hörtest

    Dort wird ein ausführlicher Hörtest mit Ihnen durchgeführt. Die Hörakustiker verfügen über eine unterschiedlich ausgefeilte Untersuchungstechnik. Davon sollte man sich aber nicht blenden lassen, denn selbst mit recht einfachen Mitteln und althergebrachten Methoden kann der Hörakustiker sehr exakte Daten erheben.2

    Die ermittelten Werte werden anhand eines Sprachaudiogramms und eines Frequenzaudiogramms dargestellt. Im Sprachaudiogramm kann abgelesen werden, inwieweit Sie Sprache gut verstehen. Im Frequenzaudiogramm wird dargestellt, welche Frequenzen bei Ihnen am meisten von der Schwerhörigkeit betroffen sind.

    Anhand dieser Werte sieht der erfahrene Hörakustiker schon, welche Hörgeräte für sie in Frage kommen und wie er die ungefähr einzustellen hat.
    Die Hörgeräte Beratung beim Hörakustiker ist wichtig. Nicht jedes Hörgerät wird für Sie geeignet sein. Es hat also keinen Zweck, vorher in Prospekten oder gar in Internetforen nach geeigneten Geräten zu suchen. Ein Hörgerät das bei Willi Meier gut am Ohr klingt, wird bei Hermann Müller möglicherweise schlecht klingen.

    Das Probetragen – Hörgeräte Beratung

    Deshalb dürfen Sie im Folgenden einige Geräte probetragen. Der Hörakustiker nennt das Ausprobe.
    Lassen Sie sich nicht auf Technikblabla ein, und glauben Sie auch nicht, dass zuzahlungsfreie Kassengeräte nichts taugen.
    Ein guter Hörakustiker wird Ihnen die Kassenhörgeräte unaufgefordert zeigen und auch zum Testen anbieten.
    Kommen die Kassenhörgeräte nicht zur Sprache, wechseln Sie bitte den Hörakustiker. Ohne Wenn und Aber.

    Hörgeräte Beratung Infos

    Hörgeräte-Beratung: Es gibt Hörgeräte in allen Größen, Farben und Formen

    Sie sind weder nach dem Hörtest, noch während der Zeit der Ausprobe diesem Hörakustiker verpflichtet. Nichts von alledem verpflichtet Sie zum Kauf! Wenn Sie sich nicht wohlfühlen, geben Sie die Probegeräte zurück und gehen Sie woanders hin.

    Bevor Sie aber die Probierhörgeräte bekommen, werden diese so gut es geht auf Ihre Schwerhörigkeit eingestellt.
    Ich schreibe „so gut es geht“, weil das Folgende nicht von der Kunst des Hörakustikers allein, sondern hauptsächlich von Ihrer Mitwirkung abhängig ist.

    Während der ersten Tage des Probetragens sollten Sie sehr aufmerksam registrieren, in welchen Situationen Sie sich mit dem Hörgerät wohl oder unwohl fühlen. Das teilen Sie dem Hörakustiker mit, damit er die Hörgeräte anpassen kann. Diese Feinanpassung ist das A und O, sie muss mehrmals erfolgen.
    Zum einen wird durch diese Feinanpassung das Hörgerät noch mehr auf Sie persönlich individualisiert.
    Parallel dazu werden Sie sich auch an das Hörgerät gewöhnen müssen. Deshalb wird der Höreindruck schwanken und sich erst entwickeln.
    Es kann also sein, dass Sie schon nach wenigen Wochen ein paar Mal weitere Feinanpassungen vornehmen lassen müssen.

    Die Ausprobe

    Erst dann können Sie beurteilen, ob das Probegerät für Sie geeignet ist. Mindestens 3-4 Wochen sollte die Ausprobe eines Gerätes dauern.
    Es sei denn, Sie kommen mit einem Gerät überhaupt nicht klar und es ist abzusehen, dass auch durch gewöhnung und weitere Anpassungen kein Erfolg damit erzielt werden kann.

    Kassenhörgeräte sind nicht schlechter

    Hörgeräte Beratung Infos Hörgeräte sind toll
    Hörgeräte Beratung: Das Vitus von Phonak ist sehr gut

    Bitte behalten Sie im Hinterkopf, dass Sie diese ersten Wochen am besten eines der zuzahlungsfreien Geräte ausprobieren!
    Lassen Sie sich nicht mit großen altmodisch wirkenden Kassengeräten abspeisen. Hat der Hörakustiker nur so „häßliche Knochen“, dann fragen Sie bitte explizit nach dem Phonak Vitus BTE-micro mit Slimschläuchen und Schirmchen3.

    Nur wenn Sie mit dem Kassenhörgerät wirklich nicht zurecht kommen, oder aber wenn Sie mehr Ausstattungsfeatures benötigen, dann wechseln Sie in der zweiten Ausprobe zu einem zuzahlungspflichtigen Gerät. Das sollte aber nicht mehr als 500,- € Zuzahlung pro Ohr kosten.
    Probieren Sie genau so, wie oben beschrieben.

    Ist auch dieses zweite Gerät nicht okay, gehen Sie zu einer anderen Marke über, aber noch nicht zur nächsten Preisstufe.

    Tasten Sie sich an das perfekte Hörgerät heran

    Auf diese Weise tasten Sie sich kostenbewußt an das für Sie perfekte Hörgerät heran.

    Konzentrieren Sie sich auf Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte. Diese sind vielfältiger verfügbar, bieten mehr Komfort und sind aufgrund ihrer geringen Größe ebenfalls nahezu unsichtbar.

    Auf diese Sätze sollten Sie nicht hereinfallen

    • Das nimmt heute niemand mehr
    • Das kommt für Sie nicht in Frage
    • Wenn Sie nichts ausgeben bekommen Sie auch nicht Gutes
    • Sie investieren in Ihre Gesundheit
    • Das nehmen andere Kunden sehr gerne
    • Das ist unser Meistverkauftes
    • Diese billigen verkaufen wir nicht gerne
    • Die günstigen taugen nichts
    • Die Billigen sind nur für Sozialhilfeempfänger
    • Kassengeräte enthalten billigste Technik
    • Das sollte Ihnen gutes Hören wert sein

    Fußnoten

    1 Viele sagen auch noch Hörgeräteakustiker, aber seit einiger Zeit heißt dieser Berufsstand Hörakustiker.
    2 https://hoergeraete-info.net/hoertest-wie-aufwendig-muss-er-sein/
    3 https://hoergeraete-info.net/phonak-vitus-bte-micro-kassenhoergeraet-mit-riesenpotential/



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    Links

    https://www.phonak.com/de/de/hoergeraete/phonak-vitus.html
    Hörgeräte Mannheim

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