• Hörgerät und Hygiene

    Die hygienischen Aspekte bei der Benutzung von Hörgeräten

    Hörgeräte werden immer ganz (IdO-Geräte) oder teilweise (HdO-Geräte) ins Ohr eingeführt.
    Damit das gut gelingen kann, ist Ohrhygiene besonders wichtig.

    Die Haare müssen weg

    Ein Komiker sagte einmal:

    „Der liebe Gott ist gemein zu uns Männern.
    Im Alter raubt er uns die Haare auf dem Kopf.
    Aber warum ist er so gemein und steckt sie uns in die Ohren?“

    Es ist ganz normal, wenn bei Ihnen vor allem im Alter Haare in den Ohren wachsen. Genauergesagt sind kleine feine Haare sowieso normal. Aber in Alter und vor allem bei den Herren beginnen manchmal regelrechte Büschel zu sprießen. Damit das Hörgerät richtig sitzen kann, sollten Sie diese Haare regelmäßig entfernen (lassen).
    Sehr gute Dienste kann da ein Nasenhaarschneider leisten, den Sie für wenig Geld kaufen können.

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    Fett und Ohrenschmalz

    Durch das Einführen und Tragen des Hörgerätes im Gehörgang entstehen oft hygienische Probleme.
    Denn im Gehörgang befinden sich neben den Schweiß- auch Talgdrüsen. Diese sondern ein Fett (Cerumen bzw. Ohrenschmalz) ab, welches langsam aus dem Gehörgang nach außen fließt nund dabei Hautschuppen, Haare und Schmutzpartikel umhüllt und abtransportiert.

    Dadurch, dass Sie das Hörgerätes bzw. die Otoplastik ins Ohr einführen, wird das Cerumen allerdings wieder tiefer in den Gehörgang zurückgeschoben.
    Dort kann es sich sogar ansammeln und evtl. den Gehörgang verstopfen.
    Zum Entfernen dieser Ablagerungen gehen Sie bitte immer zu Ihrem HNO-Arzt. Versuchen Sie es niemals den Gehörgang selbst zu reinigen, das birgt erhebliche Risiken und Verletzungsgefahr!

    Geräte säubern

    Außerdem bleibt beim Entnehmen der Otoplastik oder des Hörgerätes auch immer etwas Ohrenschmalz am Gerät oder der Otoplastik zurück.
    Sie sollten diese Ablagerungen vor dem nächsten Einsetzen immer entfernen, da sich am Ohrenschmalz auch Staubpartikel, Haare, Bakterien ansammeln können, die Sie sonst wieder in den Gehörgang einbringen.
    Das kann Entzündungen, Reizungen, Infektionen etc. verursachen.

    Natürlich kann Ohrenschmalz, das in die Schallkanäle des Hörgerätes oder der Otoplastik eindringt, die Funktionstüchtigkeit des Hörsystems beeinträchtigen. Das kann soweit führen, dass Sie mit dem Hörgerät nichts mehr hören.
    Also müssen Sie hier auf regelmäßige Säuberung achten.



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