Zwei Jahre Lärm am Arbeitsplatz sind genug um das Gehör zu schädigen

Schon zwei Jahre Lärm am Arbeitsplatz können bei den Arbeitnehmern zu deutlichen Anzeichen von Hörverlust führen.
Das hat eine Studie aus dem Iran deutlich zeigt.

Hierbei haben iranische Forscher eine zweijährige Studie im Bereich der Fliesen- und Keramikindustrie im Iran durchgeführt.
Das Ergebnis wart erwartbar und ist ernüchternd. Die Studie bestätigte, dass die Industriearbeiter ein herabgesetztes Hörvermögen durch den Lärm am Arbeitsplatz bekamen.

Hörschwellenverschiebung

An der wissenschaftlich fundierten Untersuchung nahmen über 500 junge Arbeitnehmer teil. Die Arbeiter waren während ihrer 8-Stunden-Schicht Lärm von Maschinen und Werkzeugen ausgesetzt. Die durchgeführten Hörtests zeigten, dass sich die Hörschwelle der Arbeiter schon in den zwei Jahren verschoben hatte.
Am häufigsten konnte das eindeutig bei 3000, 4000 und 6000 Hz dokumentiert werden.

Zur Studie

Bei dieser Studie wurde der Anteil der Studienteilnehmer mit Hörschwellenverschiebung wie folgt ermittelt:

13 (2,34%) im ersten Jahr und
22 (3,96%), im zweiten Jahr im rechten Ohr.
49 (8,83%) im ersten Jahr und
63 (11,35%) im zweiten Jahr auf dem linken Ohr.

Am stärksten betroffen waren die Arbeiter mit der höchsten Lärmbelastung.

Lärm am Arbeitsplatz erhöht das Risiko für Schwerhörigkeit

Auch ein Bericht der EU-Kommission hat eindeutig gezeigt, dass bis zu 28% der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz Lärm zwischen 85-90 dB ausgesetzt sind.

Hörverlust ist nicht heilbar, kann aber verhindert werden.

Die iranischen Forscher betonen sowohl die Wichtigkeit von Aufklärungsprogrammen als auch die Verwendung von Gehörschutz am Arbeitsplatz, um Hörverlust bei den Arbeitnehmern vorzubeugen.

Über die Studie

Die Studie wurde von Forschern der Universität Shahid Sadoughi durchgeführt und im „The Scientific World Journal” veröffentlicht.

Der Akusitker kann helfen

Besuchen Sie inen Hörgeräteakustiker üm sich über wirkungsvolle Maßnahmen zum Lärmschutz zu informieren.
Sprechen Sie Ihren Arbeitgeber und Betriebsrat an, damit Ihnen Gehörschutz zur Verfügung gestellt wird.
Denken Sie daran, dass die Ohren in jungen Jahren viel „wegstecken“ können, Ihnen aber hohe Lärmpegel und andauernden Lärm nicht verzeihen. Das rächt sich dann in späteren Jahren!

Bild: stux / Pixabay



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