• Heißt es Hörgeräteakustiker oder Hörakustiker?

    Heisst es eigentlich Hörgeräteakustiker oder ist die Berufsbezeichnung Hörakustiker richtig? Oder sagt man nur Akustiker?

    So heißt der Beruf in Deutschland, Österreich und in der Schweiz

    In Deutschland sagt man heute Hörakustiker, in Österreich ist die vormals auch in Deutschland gebräuchliche Bezeichnung Hörgeräteakustiker richtig und in der Schweiz sagt man Hörsystemakustiker.

    Gemeint ist immer ein Handwerker, der Hörgeräte anfertigt, individuell anpasst, repariert und wartet.

    Diese Bezeichnung für den Beruf des Hörakustikers verwende ich

    Da dieser Blog in Deutschland geführt wird, benutze ich beinahe durchgehend den Begriff Hörakustiker.
    Da ich aber selbst schon etwas älter bin, habe ich mich an die frühere Bezeichnung Hörgeräteakustiker gewöhnt und verwende diese mitunter auch noch.

    Was ist ein Hörakustiker?

    Hörakustiker führen u.a. Hörtests durch, beraten Kunden bei der Auswahl von Hörhilfen, stellen Otoplastiken (Ohrpassstücke) her und nehmen die fachgerechte, individuelle Anpassung von Hörsystemen vor. Der Beruf ist ein anerkannter Ausbildungsberuf, man lernt also als Auszubildender, wird nach erfolgreicher Prüfung Geselle und kann seinen Meister in diesem Beruf machen.

    Die meisten Hörgeräteakustiker arbeiten in Fachbetrieben für Hörgeräteakustik. Aber auch Hersteller von Hörgeräten, Labore, Kliniken und Werkstätten beschäftigen Hörakustiker.

    Warum heißt der Hörgeräteakustiker heute Hörakustiker?

    Seit 2015 wird in Deutschland ein Umstieg von der Bezeichnung Hörgeräteakustiker auf die Bezeichnung Hörakustiker vollzogen. Die Impulse dazu kamen aus dem Handwerk selbst.
    Deshalb wurde 2015 auch die Ausbildungsverordnung entsprechend geändert (mit Wirkung zum 1. August 2016).
    Am 12. Mai 2017 wurde dann eine diesbezügliche Änderung der Handwerksordnung vom Bundesrat beschlossen. Diese trat am 6. Juli 2017 in Kraft.



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    Die Hintergründe dieser Änderung erklärte die Präsidentin der Bundesinnung der Hörakustiker, Marianne Frickel: „Der neue Berufsname entspricht unserem stark veränderten Berufsbild. Nicht das ‚Gerät‘ steht im Vordergrund, sondern die komplette individuelle personenbezogene Dienstleistung mit dem Ziel, bestmögliches Hören zu erreichen. Dienstleistung und Beratung gewinnen stark an Bedeutung, je weiter der technische Fortschritt voranschreitet“.

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