• Phonak Marvel – einzigartig und gut – künstliche und menschliche Intelligenz

    Hörgerätehersteller Phonak hat dieser Tage seine neue Hörgeräteplattform mit dem Namen MARVEL vorgestellt.
    Ich bin einer der Ersten, die die neuen Hörgeräte ausprobieren konnten.

    Schwer zu beeindrucken

    Es muss vorab gesagt werden, dass ich nicht leicht zu beeindrucken bin.
    Marketing-Blabla und die von den Hörgeräteherstellern immer wieder gerne verwendeten Superlative durchdringen meine Schutzhaut nicht.
    Wie oft habe ich schon die Begriffe „einzigartig“, „höchste Leistung“, „bestes Sprachverstehen“ gehört.
    Wie gesagt, das beeindruckt mich nicht.

    Es interessiert mich, so viel ist klar, aber ich lasse mir kein X für ein U vormachen.
    Und vor allem können Sie, liebe Leserinnen und Leser von hoergeraete-info.net sicher sein, dass wir grundsätzlich nicht gegen Bezahlung oder Warengeschenke irgendweclhe Produkte hochjubeln. Diese Neutralität ist nämlich nicht überall gegeben, aber das wissen Sie ja nur zu gut.

    Was hatte ich nicht schon alles für Hörgeräte am Ohr! Und wenn ich sage „am Ohr“, dann bedeutet das, dass diese Hörgeräte sorgsam von unserem Partnerhörakustiker oder einem anderen befreundeten Hörakustiker individuell auf meinen Hörverlust eingestellt wurden und ich sie mindestens 14 Tage tragen konnte.
    Anhand eines Produktfotos und der Reklame auf der Herstellerseite kann nämlich niemand ein Hörgerät wirklich bewerten.

    Aber wie ist das nun mit den Marvel-Hörgeräten von Phonak?

    Zunächst einmal: Ich habe in den letzten Jahren kein wirklich schlechtes Hörgerät mehr erlebt.
    Die Geräte des einen Herstellers klingen etwas metallischer, andere etwas wärmer und wieder andere Hersteller haben einen eher spitzen Sound.
    Letztendlich ist das aber stets eine Frage der Gewöhnung und des konsequenten Tragens der Hörgeräte. Das Hörgeräte-Hopping während der Ausprobe ist gar nicht so empfehlenswert, wie manche meinen. Das bedeutet auch: Wer sich heutzutage ein Hörgerät kauft, der wird kaum Gefahr laufen, ein schlechtes Hörgerät zu bekommen.

    Dennoch unterschieden sich Hörgeräte.

    Trotzdem sind Hörgeräte unterschiedlich. Aktuell unterscheiden sie sich meistens durch ihre vielfältigen Zusatzfunktionen.
    Da bietet der eine Hersteller das und ein anderer was anderes.
    Tatsächlich aber findet man, vor allem in der Spitzen-Premiumklasse er Hörgeräte nahezu gleichlautende Produktbeschreibungen.

    Und genau hier sticht Phonak mit der Marvel-Plattform heraus!

    Die neue Plattform namens Marvel bietet nicht nur einzelne neue Funktionen, die irgendwie an ein bestehendes System „drangefummelt“ wurden. Sondern Phonak hat von Grund auf die Hörplattform in eine nahtlose Einheit gegossen.
    Die einzelnen Funktionen arbeiten reibungslos zusammen und wurden in ein einziges System integriert.

    Das bedeutet in erster Linie stressfreies Hören von Anfang an.
    Mit Marvel klappt bei mir das gute Hören auf Anhieb.
    Sogar im direkten Vergleich zu meinem bisherigen hochwertigen Hörsystem aus dem gleichen Haus!

    Künstliche Intelligenz, schön und gut. Sie ist aber nichts ohne die menschliche Intelligenz von Audiologen und Ingenieuren.

    Künstliche Intelligenz (KI) heißt das Zauberwort.

    Das AutoSense OS 3.0-System der Marvel-Geräte wurde mit künstlicher Intelligenz mit Algorithmen gefüttert, die für ein blitzschnelles Reagieren auf verschiedene Hörumgebungen sorgen.

    Ich bemerke schlichtweg einfach gar nicht mehr, ob sich mein Hörgerät auf eine andere Situation einstellt.
    Bisher dauerte das immer einen zwar sehr kurzen, aber durchaus spürbaren Moment. Ja, und dann war ich mir oft auch nicht sicher, ob die Hörgeräte die richtige Situation erkannt und sich darauf eingestellt hatten.

    Mit Marvel und AutoSense OS 3.0 ist das vorbei! Nahtlos, unspürbar und wirklich nicht wahrnehmbar reagieren die Hörgeräte feinfühlig und sofort auf Veränderungen der Geräuschkulisse.

    Ich sag’s ehrlich: Ich konnte es anfangs nicht glauben, dass die Geräte so unbemerkt die Programme wechseln und so schnell reagieren.
    Erst in der Anpasssoftware von Phonak und in den Statistiken konnte ich es dann als Beweis mit eigenen Augen sehen, wie oft „Fahrgeräusch“, „hallige Umgebung“, „Störgeräusch“ und Musik erkannt wurden.
    Klipp und klar gibt die Software unbestechlich Auskunft darüber, wie lange und wie oft ich mich in diesen verschiedenen Hörumfeldern aufgehalten habe.

    Damit war eindeutig der Beweis erbracht, dass die Hörgeräte sich extrem schnell und vor allem zuverlässig auf unterschiedliche Hörsituationen einstellen.

    Fein statt nur verstärkt

    AutoSense OS 3.0 greift jetzt auch in die Streaming-Programme vom Mobiltelefon und „TV-Connector“ ein. Denn auch hier gibt es Potential, das Hörergebnis klanglich zu optimieren. Reines Streaming nur in laut, das gibt es nicht mehr. Streaming heißt jetzt „fein statt nur verstärkt“.

    Einer meiner befreundeten Hörakustiker vertreibt auch In-Ear-Monitoring-Systeme für Musiker und ambitionierte Musikliebhaber.
    Der Klang wirklich guter In-Ears, beispielsweise von Vision Ears, ist wirklich einzigartig gut.
    Aber erstens bin ich nicht audiophil und zweitens habe ich einen Hörverlust.
    Für mich klingen beispielsweise auch die stinknormalen Ohrhörer, die Apple mit den iPhones mitliefert, schon richtig schön.

    Und so schön klingen jetzt auch meine Hörgeräte! Und zwar beide!
    Musik und Telefonate höre ich jetzt beidohrig und vor allem beim TV-Sound genieße ich die ungewohnte Klangfülle.
    Aber auch Musik klingt brilliant und voll.
    Übrigens: Die Musik oder Podcasts vom Handy kann ich jetzt ohne irgendwelche Hilfsapps abspielen. Das geht einzigartig gut und ist so simpel, ich bin davon ganz aufrichtig begeistert.

    Der Klang ist tatsächlich ausgewogen, schön und fein und nicht mehr nur laut und vorhanden.

    Telefonieren ohne Telefon – Wie geil ist das denn?

    Vor allem aber beim freihändigen Telefonieren fallen die Neuentwicklungen auf.
    Es war ja schon vorher ein tolles Feature. Einmal mit dem Handy gekoppelt, konnte man mit seinem Hörgerät über das Smartphone telefonieren.
    Aber eben nur mit einem Ohr und auch am besten nur mit einem iPhone.
    Ein Druck auf den Taster am Hörgerät genügte, um ein Gespräch anzunehmen und dann konnte man freihändig telefonieren.

    Kleinere Bluetooth-Freisprechgeräte gibt es nicht!

    Doch es haperte noch an allen Ecken und Enden. Ehrlich gesagt war ich nicht hundertprozentig zufrieden.
    Vor allem die Qualität meiner eigenen Stimme ließ zu wünschen übrig. Wie soll das auch vernünftig gehen, sind doch die Mikrofone des Hörgeräts weit weg vom Mund.

    Darüber sprach ich auch mit den Audiologen von Phonak und allenthalben sagte man mir einhellig: „Warten Sie auf Marvel, Herr Wilhelm!“

    Liebe Leserinnen und Leser, Sie können sich sicherlich vorstellen, wie gespannt ich genau auf dieses Feature war.

    Und was soll ich Ihnen sagen? Alles ist besser, alles ist neu.
    Ich höre die Stimme des Anrufers jetzt in beiden Hörgeräten. Das ist nicht nur ein Luxusaspekt, sondern so werden Störgeräusche, die über das andere Hörgerät kommen wirkungsvoll unterdrückt.
    Vor allem aber meine eigene Stimme klingt jetzt beim Anrufer voller und satter.

    Und um es ganz deutlich zu sagen: Vorher war das miserabel, jetzt ist es absolut gebrauchstüchtig.
    Was mit den bisherigen Hörgeräten nur funktionierte, machte keinen Spaß.
    Jetzt aber macht es Spaß, weil es funktioniert.

    Fazit Phonak Marvel Erfahrungen

    Ich habe mir diesen Bericht hier zweimal durchgelesen. Ich selbst habe den Eindruck, er sei von einem Phonak-Mitarbeiter geschrieben.
    Aber ich bleibe dabei, dass ich weder bei Phonak arbeite, noch etwas für diesen Artikel bekommen habe.
    Es ist einfach so, dass ich mich riesig darüber freue, wie gut die neuen Marvel-Hörgeräte sind.

    So etwas Gutes hatte ich noch nie an den Ohren!

    Bilder: hoergeraete-info.net / Phonak
    KI: geralt / Pixabay



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