• Lob an Phonak: Da werden Kundenwünsche noch erfüllt

    Einige Global Player bedienen den weltweiten Hörgerätemarkt. Man muss sagen, dass alle diese großen Hörgerätehersteller tolle Hörgeräte herstellen und ständig an der Weiterentwicklung ihrer Hörsysteme arbeiten.

    Wenn aber das Hauptaugenmerk auf der Entwicklung immer fortschrittlicherer Hörgeräte liegt, kann es leicht passieren, dass der kleine Kunde mit seinen ganz praxisbezogenen Wünschen hinten runter fällt.

    Anders bei Phonak. Da wurde mit der aktuellen Hörgeräteserie ein von uns vehement vorgetragener Kundenwunsch ganz konkret erfüllt.

    TV-Ton, so ging es bisher und so geht es heute

    Alle Hörgerätehersteller bieten Möglichkeiten an, den Ton des Fernsehers in die Ohren der Schwerhörigen zu übertragen.
    Vorbei sind heute die Zeiten, in denen man sich umständlich Zusatzgeräte an die Hörgeräte basteln, einen Empfänger um den Hals tragen oder Kopfhörer aufsetzen musste.

    Nein, heutzutage wird der TV-Ton mittels einer kleinen Bluetooth-Box (TV-Connector) direkt via Funk in die Hörgeräte übertragen.

    Bei der Entwicklung der TV-Connectoren und der vorherigen Hörgeräte hatten die Hersteller, den typischen Haushalt eines älteren Schwerhörigen im Blick. Eine Person oder ein Ehepaar betreibt ein Fernsehgerät und schaut auch gemeinsam fern.

    Der Hörgeräteträger konnte sich nun entscheiden, ob sich seine Hörgeräte beim Auffinden eines TV-Tonsignals automatisch mit dem TV-Connector verbindet oder ob der TV-Connetcor mittels eines Ding-Dong-Tons im Hörgerät Bescheid sagt, dass ein TV-Ton zur Verfügung steht. Es genügte dann ein längerer Druck auf die Taste am Hörgerät, um den Fernsehton im Hörgerät hören zu können.

    Um welches Problem geht es? TV-Ton

    Das Problem war nun, dass moderne Haushalte anders funktionieren.
    Es sind beispielsweise bei uns im Haus 4 Personen, die zu unterschiedlichen Zeiten fernsehen.
    Ich als Hörgeräteträger bekam dann, wenn jemand den Hauptfernseher mit dem TV-Connector anschaltete, immer den TV-Ton in die Ohren gespielt, obwohl ich eigentlich im Büro arbeiten wollte.

    Abhilfe schaffte der Hörakustiker, der die automatische Verbindung zum TV-Connector abschaltete und auf „manuell“ setzte.
    Jetzt wurde ich erst nach einem Druck auf den Taster am Hörgerät mit dem Fernsehton verbunden.
    Nachteil: Da ich mich im Haus bewege, bin ich mal innerhalb und mal außerhalb des Sendebereichs des TV-Connectors.
    Und das führte zu dem Problem, dass ich immer mal wieder kurzzeitig nichts hörte, weil mein Hörgerät und der TV-Connector sich kurz verbanden, damit mir der TV-Connetor mit einem Ding-Dong seine Bereitschaft ins Ohr beamen konnte.

    Mit andere Worten: Alle paar Minuten bekam ich ein Tonsignal ins Ohr geschossen, das mich absolut nervte.

    Darüber berichteten wir auch ausführlich hier auf hoergeraete-info.net.

    Phonak schafft Abhilfe: Das Problem gibt es nicht mehr!

    Hörrgerätehersteller Phonak hat unsere Kritik vernommen und Abhilfe geschaffen.
    Hier folgte der Hersteller ganz exakt den Kundenwünschen und zwar sehr praxisbezogen und pragmatisch.

    In der Einstellsoftware, die Phonak den Hörakustikern zur Verfügung stellt, kann nun nicht mehr nur unter den zwei Streaming-Funktionen „automatisch“ und „manuell“ ausgewählt werden, sondern es gibt noch eine „stumme manuelle“ Funktion.

    Hier verbinden sich die Hörgeräte glücklicherweise nicht mehr unaufgefordert mit dem TV-Connector und es wird auch nicht mehr ständig und unbenötigterweise ein Signal ins Hörgerät gespielt.

    Stattdessen ist das Hörprogramm „TV-Connector“ dann als weiteres zusätzliches Hörprogramm im Hörgerät hinterlegt und kann jederzeit auf Wunsch manuell aktiviert werden. Das geht am Taster des Hörgeräts oder bequem über die Phonak-Remote-App.

    Warum ist das wichtig?

    Weil die Zukunft des Hörgerätetragens anders aussieht.
    In Zukunft werden Hörgeräte immer mehr auch zu Lifestyle-Produkten werden, die nicht nur eine Hörschwäche kompensieren, sondern als Modul zur Steuerung von Smart-Home, als Telefonersatz und als sensorbestücktes Gesundheitsgerät dienen können.

    Moderne Menschen werden mehr als nur einen TV-Connector haben, denn diese Geräte eignen sich auch, um an Stereoanlagen, MP3-Player und andere Tonquellen angeschlossen zu werden. Hier wird der Hörgeräteträger dann selbst entscheiden wollen, ob er mit welcher Soundquelle verbunden sein will.



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    Das Ganze wird dann auch noch an Bedeutung gewinnen, wenn keine TV-Connectoren mehr notwendig sein werden, weil Hörgeräte sich zunehmend direkt via Bluetooth mit geeigneten Quellen verbinden lassen.

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