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Jetzt am Ohr: Signia Styletto 7 X – prima Hörgerät

Hörgeräte wie oft neu?

Erfahrungsbericht Signia Styletto 7X – Ich habe es jetzt am Ohr und teste es ausgiebig. Das sind meine persönlichen Erfahrungen. Das Signia Styletto 7X ist ein Designhörgerät in der dritten Generation und basiert auf der Technologieplattform Xperience. Diese zeichnet sich durch eine integrierte Akustik-Bewegungs-Sensorik, welche das Verstehen aus allen Richtungen, die Wahrnehmung von Richtung und Distanz und dadurch letztendlich das natürliche Hörempfinden maßgeblich verbessert.

styletto x

Etui = Ladecase = Ladestation. Lädt entweder mit USB-C-Kabel oder…

Die eigene Stimme im Fokus

Herzstück der neuen Xperience-Technologie ist die hochintelligente Signalverarbeitungsstrategie YourSound-Technologie. Diese ermöglicht mit den drei spezialisierten Arbeitsbereichen, Dynamic Soundscape Processing, Akustik-Bewegungs-Sensorik und Own-Voice-ProcessingTM eine einzigartige Natürlichkeit mit einer kompromisslosen Hörbarkeit der Umgebung in jeder Situation und Geräuschkulisse.

styletto x signia

…es lädt sogar drahtlos auf einem QI-Ladegerät. Feine Sache!

Dynamic Soundscape Processing

Permanent analysiert Dynamic Soundscape Processing die Hörumgebung hinsichtlich ihrer Tonhöhen, Lautstärkepegel und herkommenden Richtungen und verarbeitet diese so, dass Sprache stets lauter als Umgebungsgeräusche wahrgenommen werden kann. Zusätzlich erfasst die Akustik-Bewegungs-Sensorik die Kopfbewegungen des Trägers und optimiert die akustische Wahrnehmung entsprechend der Blickrichtung. So können Träger/innen zusammen mit Own-Voice-ProcessingTM bei natürlichster Wahrnehmung der eigenen Stimme genau das wieder leichter hören, was ihnen wichtig ist.

Fokus setzt sich auf Wunsch automatisch

Sehr schön funktioniert die automatische Richtungsbestimmung, die alleine erkennen kann, in welche Richtung die Mikrofone „scharfgestellt“ werden müssen. Über die App kann man selbst aber auch den Fokus nach links, nach rechts oder auch nach hinten und natürlich breit nach vorne legen. Wichtig ist das, wenn man vorzugsweise von der Seite oder von hinten angesprochen wird (Taxifahrer zum Beispiel).

Richtungsabhängig hören mit dem Styletto

Gerade die richtungsabhängige Ortung von Geräuschen konnte ich mit den Styletto-Hörgeräten ausgiebig testen. In unserer Wohnung gab es ein merkwürdiges zirpendes Geräusch (mehr dazu in diesem Artikel). Es war niemandem in der Wohnung möglich, die genaue Quelle des hohen Zirpens auszumachen. Aber mit den Stylettos und geschlossenen Augen konnte ich so exakt lokalisieren, ob das Geräusch von links, rechts, vorne oder hinten kommt, dass es mir dann auf Anhieb gelang, die Geräuschquelle zu finden. Das gibt einen schönen Pluspunkt für die Signia-Hörgeräte.

styletto 7x

Fast schon im Apple-Look, die Box der MFI-Hörgeräte Styletto X von Signia

48 Kanäle

Für eine exzellente Übertragung hochfrequenter Sprachanteile, sowie brillanter Musik und Umgebungsgeräuschen aus allen Richtungen stehen Styletto 7X 48 Frequenzkanäle und eine Bandbreite von bis zu 12 kHz zur Verfügung. Premiumhörsysteme verfügen im Vergleich zur Oberklasse über die EchoField Funktion für ein leichteres Hören in hallenden Räumen und eine automatische, binaurale Windgeräuschreduktion.

Anpassung mit AUDIOSUS bringt nochmals deutliche Vorteile

Angepasst wurden die Hörgeräte zunächst mit der Signia Anpassungssoftware CONNEXX. Das brachte ein sehr gutes Ergebnis. Mir persönlich klangen die Stylettos aber noch zu spitz und etwas zu hoch. Deshalb entschied ich mich, doch noch eine Anpassung nach dem AUDIOSUS-Verfahren durchführen zu lassen. Audiosus geht ja recht fix und man kann ja die vorherigen Einstellungen auch wieder herstellen. Aber das war nicht nötig, denn nach der Audiosus-Anpassung klappte es deutlich besser. Die Hörgeräte hörten sich damit sehr viel natürlicher an und ich hatte wieder einmal das Gefühl, ich könne so hören wie früher.

Bluetooth an Bord – endlich

Mit Hilfe der Signia App für das Smartphone kann im Alltag die Handhabung der Hörsysteme hinsichtlich Lautstärkeregulierung, Programmwahl der optionalen Hörprogramme und direkter AudioÜbertragung in die Hörsysteme via 2,4GHz-BLE-Technologie, erleichtert werden. Die App-Funktion Signia Assistant hilft via 24/7-Chat-Support die Klangeinstellung je nach situativem Wunsch zu optimieren – jederzeit und überall. Parallel dazu ermöglicht die Signia App mit TeleCare eine Fernoptimierung der Hörgeräteeinstellung durch eine/n betreuende/n Hörakustiker/in. Die Tinnitus-Notch-Funktion reduziert gezielt die Verstärkung der Tinnitus-Frequenz und kann bei der Linderung des Tinnitus helfen.

Design-Hörgerät

Das Design-Hörgerät Signia Styletto 7X mit integriertem Lithium-Ionen-Akku verfügt in seiner dritten Generation über einen austauschbaren Hörer und ist daher sowohl für leichte, mittlere und hochgradige Hörverluste geeignet. Das hatte ich ja bei Vorgängermodellen bemängelt. Die Kabel mit den Ex-Hörern waren nicht austauschbar. Hier setzte Signia auf schnelles Ein- und Rücksenden der Geräte, was sich aber als eher unpraktikabel und praxisfern erwiesen hat.

Akkus – geht gerade so

Die Laufzeit der energieeffizienten Akkus beträgt bis zu 16 Stunden inklusive 5-stündigem Streaming – mehr als ausreichend für einen ganzen Tag, so verspricht es der Hersteller. Und in der Praxis zeigt sich, dass das auch so stimmt. Quasi mit dem Sekundenzeiger auf der Uhr, melden sich die Stylettos nach 16 Stunden mit dem Batterie-Low-Signal. Wenig später geht dann nichts mehr. Das ist für den durchschnittlichen Hörgeräteträger gerade so ausreichend. Man bedenke, dass wir eine lange und durchgehende Tragezeit propagieren und Tragezeiten zwischen 12 und 16 Stunden angestrebt werden sollen.

Akkus haben eine begrenzte Lebensdauer und altern

Wie sich das dann im Laufe eines Akku-Lebens entwickelt, wenn der Akku altert und irgendwann nur noch 80% Kapazität hat, muss die Zukunft zeigen. Beim Vergleichsmodell Phonak Audéo Marvel kommen wir auf deutlich über 20 Stunden, das gibt dann doch wieder etwas mehr Sicherheit.

Aufladen: Richtig klasse drahtlos per QI

Sind die Akkus der Hörgeräte leer, können sie innerhalb von nur 3 Stunden im neu designten mobilen Ladecase vollständig geladen werden. Das mobile Ladecase ist dabei Ladestation, Powerbank für drei weitere Ladezyklen, und Etui zugleich, welches via QI-Ladeverfahren auch drahtlos aufgeladen werden kann. Eine kleine LED an der Außenseite des kleinen Ladecase zeigt den Ladezustand der Designhörsysteme an.

Streaming und Telefonie

Das Styletto-Hörgerät ist ein MFI-Hörgerät. Es wurde also zur Bedienung mit dem iPhone von Apple konzipiert. Mit Android-Smartphones kommt es nicht zurecht, zumindest ist die Bedienbarkeit dann sehr eingeschränkt. Ausprobiert habe ich es ausschließlich mit dem iPhone. Dabei werden die Hörgeräte zu einem großen Teil direkt über das iOS-Betriebssystem gesteuert (ALLGEMEIN -> BEDIENUNGSHILFEN -> HÖRGERÄTE).

Musik klingt gut in Stereo – Es fehlt den Stylettos der Bumms

Naturgemäß klappt dann das Streaming fast auf Anhieb. Ein paarmal mussten wir anfangs Hörgeräte und Handy neu starten, bis dann die Kopplung auch auf Dauer zuverlässig klappte. Aber dann ist es so, als seien die Styletto-Hörgeräte ein Bestandteil des Apple-Universums. Musik klingt gut auf den Stylettos, aber ich persönlich würde mir etwas mehr Bass wünschen. Das kann man versuchsweise in der Signia-App auch einstellen, erzeugt aber eher einen dumpferen Klang.

Telefonie reibungslos

Die Telefonie funktioniert ebenfalls reibungslos. Die Gesprächspartner bestätigen, dass sich das Ganze so anhört, als telefoniere man über eine gute Freisprechanlage, also gut. Auch hier fehlt mir schmerzlich eine Taste am Styletto und wenn es nur eine berührungsempfindliche Oberfläche wäre. Denn die Gesprächsannahme kann nur erfolgen, indem man wieder zum Handy greift. Mein Vergleichshörgerät von Phonak genügt ein Fingertipp auf die Taste am Hörgerät zum Annehmen und Beenden des Gesprächs.

Tolles Design, schöne Farben

Je nach persönlichem Geschmack ist Styletto X in fünf eleganten Farbvarianten erhältlich und gemäß IP68-Zertifizierung staub- und wasserresistent.

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Fazit Signia Styletto X

Mein ganz persönliches Fazit: Am Ohr merkt man sie nicht. Die Signia Styletto 7X schmiegen sich schlank hinters Ohr und tragen in keinster Weise auf. Sie sind federleicht und man bemerkt sie den ganzen Tag über nicht. Die Klangqualität ist exorbitant gut. Die eigene Stimme klingt natürlich und nicht blechern oder fremd. Die Stimmen anderer Personen werden klar hervorgehoben und behaupten sich auch gegenüber Umgebungslärm.

App funktioniert gut

Die Einstellmöglichkeiten über die App sind sehr gut. Wer gerne wie bei Phonak einen Equalizer und mehrere Verstellmöglichkeiten im Direktzugriff hätte, der wird hier aber enttäuscht. Dafür punktet die App mit dem kleinen Assistenten, der wie mit künstlicher Intelligenz durch weitere Anpassungsmöglichkeiten führt. Sehr schön gemacht und vor allem für wenig technikaffine Personen ein sehr guter Weg, um ohne Besuch beim Hörakustiker zum Ziel zu kommen.

Design, drahtlose Aufladbarkeit und Bluetooth-Anbindung des für iPhone gemachten Hörsystems wissen ebenfalls zu gefallen. Das Wichtigste jedoch ist und bleibt das gute Hören. Und das liefern die Styletto 7X in ganz hervorragender Weise.

Da machen Sie nichts verkehrt

Die Hörgeräte der Reihe Styletto X kommen in den Technikstufen 3, 5 und 7 daher. Dabei ist 7 die am weitesten ausgebaute Technikstufe mit den meisten Features. Allerdings reicht auch schon die 3er-Variante aus, um richtig gut hören zu können. Wer sich ein Hörgerät dieser Baureihe kauft, der hat einen guten Kauf getan. Man wird das nicht bereuen. Der Klang der Hörgeräte sticht nicht unangenehm hervor, sondern ist natürlich und „echt“. Es klingt weder zu warm und hölzern, noch zu kalt und roboterhaft.

Styletto – Sehr schlankes Design

Beim Styletto handelt es sich um ein schön schlankes und sehr unauffälliges HdO-Hörgerät für die Dame und den Herrn. Die schlanke Bauform wird durch stabförmige Akku Zellen erreicht. Außerdem wirkt sich der (leider erfolgte) komplette Verzicht auf Bedienelemente positiv auf die Größe bzw. die Kleinheit der Hörgeräte aus. Das stabförmige Design unterscheidet die Styletto Hörgeräte von allen anderen Hörgeräten am Markt. Damit möchte Signia auf jeden Fall die Zielgruppe der technikaffinen Herren über 50 ansprechen. Wie ich aber erleben durfte, gefällt diese Form, in Verbindung mit einer schönen zweifarbigen Farbgebung besonders auch den Damen.

Das Styletto: Ein Schmuckstück

Die Form erinnert fast an ein Schmuckstück vom Juwelier und hat so gar nichts mehr von einem technischen, medizinischen Hilfsmittel für Schwerhörige. Hier wird die Grenze zwischen medizinischem Hilfsmittel und Lifestyle Produkt auch optisch sehr weit überschritten, was ich persönlich toll finde.

Die Styletto Formsprache, die bleiben könnte

Designexperimente hat es bei Hörgeräte schon viele gegeben. Es gab mal fast dreieckige Hörgeräte, solche mit Ecken und Kanten und extrem gebogene. Alles das hat sich letztlich am Markt nicht durchgesetzt. Ich denke aber, dass die Form der Stylettos sich noch eine ganze Weile halten wird. Da haben die Signia-Leute echt was Schönes geschaffen.

Im Vergleich zu Phonak: Das Styletto ist gut, aber nicht besser

Im Vergleich zu meinen Phonak Marvel-Hörgeräten schneidet das Styletto nicht deutlich schlechter ab. Ich bevorzuge aber Hörgeräte, an denen ich wenigstens noch einen Taster habe, um nicht für jede Kleinigkeit das Handy in die Hand nehmen zu müssen. Bei Phonak geht die Gesprächsannahme für das Telefon, der Programmwechsel und die Regelung von Lautstärke und Balance schön direkt am Hörgerät, für mich ein klarer Vorteil. Insgesamt finde ich auch den Klang der Marvels noch einen kleinen Ticken besser.

Was mir am Styletto nicht so gefällt

  1. Styletto-Hörgeräte kommen ohne jegliche Bedienungselemente aus. Es gibt keine Taster, Knöpfe oder Regler. Das mag designtechnisch chic sein, ist im Alltag aber unpraktisch. Für jede kleine Interaktion mit den Hörgeräten muss man das iPhone oder falls vorhanden eine Fernbedienung zur Hand nehmen. Nichtmals Programmwechsel oder laut/leise kann man ohne Handy einstellen. Das ist ein großes Manko.
  2. Nach der ersten Kopplung mit dem iPhone gestaltete sich die Bluetooth-Kommunikation mit den Hörgeräten zunächst schwierig, unzuverlässig und fehlerbehaftet. Erst mehrmaliges beherztes Neustarten der Hörgeräte und des Smartphones brachten dann Abhilfe. Darauf könnte in der App-Hilfe hingewiesen werden, bevor die Leute „sich einen Wolf suchen“.

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Quelle Urtext: Mein Hörgerät.de



(si)





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Peter Wilhelm Hörgeräte-Experte
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