• Neues Hörgerät und nun?

    Hallo liebe Leute von Hoergeraete-info.net!

    meine allererste Testphase mit neuem Hörgerät hat angefangen.
    Am Dienstag war es endlich soweit. Mit einer Fotokopie der ohrenärztlichen Verordnung ging ich zum Geschäft des Akustikers. Es erfolgte ein weiterer Hörtest und er zeigte mir mehrere Hörgeräte und Arten. Nach dem Gespräch bestellte er mir Hörgeräte von Audio-Service. Diese kamen ein paar Tage später und wurden mir angepasst.
    Es ist also eine Woche her und seitdem teste ich die Hörgeräte. Als sehr störend empfinde ich die raschelnden und ploppenden Windgeräusche.
    Aber auch die Lautstärke ist noch nicht richtig gut.
    Aber sonst kann ich die Geräte problemlos tragen. Auf jeden Fall es mit Hörgeräten besser als ohne.

    Jetzt habe ich mir ein iPhone gekauft. Es heißt ja, dass nur Apple Telefone so richtig vernünftig von den Hörgeräten unterstützt werden.
    In ein paar Tagen habe ich meinen nächsten Anpasstermin.
    Können Sie mir im Vorhinein Hinweise geben, damit ich den Akustiker unterstützen kann?

    Glückwunsch! Mit Ihrer Entscheidung für Hörgeräte zeigen Sie, dass Sie etwas für sich tun und dass Sie aktiv am Leben teilnehmen möchten.
    Moderne Hörgeräte können einen Hörverlust sehr gut ausgleichen.
    Der Schritt hin zum Hörgeräteträger ist aber nicht nur ein kleiner Schritt sondern eine kleine Treppe mit Stufen, die Sie gehen müssen.

    Hierzu haben wir einige wertvolle Ratschläge für alle neuen Hörgeräteträger

    1. Notieren Sie alles
    2. Geben Sie sich Zeit
    3. Erwarten Sie nicht zu viel
    4. Tragen Sie die Hörgeräte regelmäßig
    5. Nicht zu viel anpassen lassen
    6. Abwarten
    7. Endanpassung erst nach Eingewöhnung

    Notieren Sie alles

    Schreiben Sie bitte alle Erlebnisse mit dem Hörgerät auf. Notieren sie vor allem, in welchen Hörsituationen Sie unzufrieden sind. Schreiben Sie aber auch auf, in welchen Hörumgebungen es schon gut klappt.
    Anhand dieser Aufzeichnungen ist es Ihnen dann möglich, beim Gespräch mit dem Hörakustiker auch wirklich alles zu erzählen. Nur so kann der Fachmann auf Ihre Wünsche auch eingehen.
    Viele der Informationen kann er sofort durch Anpassungen des Hörgeräts umsetzen.

    Geben Sie sich Zeit

    Ein Hörgerät können Sie sich nicht einfach ins Ohr stecken und nach ein, zwei Anpassungen und zwei Wochen Tragezeit ein absolut gutes Ergebnis erwarten.
    Sie benötigen mindestens ein Vierteljahr, bis Ihr Hörsinn sich komplett an die neue Hörsituation gewöhnt hat. Erst dann sind weitere Anpassungen wirklich sinnvoll.

    Erwarten Sie nicht zu viel

    Kein Hörgerät der Welt kann ein gut funktionierendes Ohr ersetzen. Es spielt auch keine Rolle, wie raffiniert und teuer es ist.
    Ein Hörgerät bietet eine technisch-medizinische Unterstützung bei einem Hörverlust.
    Hierbei werden ganz tolle Ergebnisse erzielt, aber niemals wird es sein, wie es früher einmal war.
    Erwarten Sie deshalb nur einen guten Klang und ein gutes Verstehen von Sprache. Aber erwarten Sie bitte nicht, dass ein Hörgerät eine Art Kunstohr ist, das ein nicht beeinträchtigtes Ohr ersetzen kann.

    Tragen Sie die Hörgeräte regelmäßig

    Tragen Sie die Hörgeräte jeden Tag und täglich mindestens 8 Stunden, besser mehr.
    Es ist verkehrt, die Hörgeräte nur zu besonderen Anlässen zu tragen.
    Je mehr Sie die Geräte tragen, umso besser kann sich ihr entwöhnter Hörsinn daran gewöhnen.
    Ziel ist es, dass Sie später gar nicht mehr wahrnehmen, dass Sie Hörgeräte tragen. Ihnen sollte nur noch auffallen, wenn Sie die Geräte mal nicht in den Ohren haben.
    Wer seine Hörgeräte nicht viel und regelmäßig trägt, der hat Schwierigkeiten bei der Gewöhnung und riskiert Anfangsschwierigkeiten.

    Nicht zu viel anpassen lassen

    Nach dem ersten Einsetzen muss eine Anpassung an Ihren Hörverlust erfolgen. Danach sollten mindestens 2 Termine folgen, in denen Ihre Erfahrungen durch Anpassungen umgesetzt werden.
    Es hat aber keinen Zweck, jetzt alle 4-5 Tage zum Hörakustiker zu gehen und ständig Anpassungen vorzunehmen.
    Denn Ihr Hörsinn muss sich erst wieder gewöhnen können. Während dieser Gewöhnungsphase ändert sich manchmal auch der Höreindruck. Es bringt nichts, wenn Sie dann immer wieder Veränderungen an den Hörgeräten durchführen lassen. Geben Sie sich und den Hörgeräten viele Wochen Zeit zur Gewöhnung.

    Abwarten

    Niemals die Flinte ins Korn werfen! Sie benötigen wirklich ausreichend Zeit. Ihr Gehörsinn muss erst wieder „wachsen“. Üben Sie sich in Geduld und suchen Sie den Hörakustiker vor allem dann auf, wenn Sie den Eindruck haben, nichts mehr zu hören oder nichts mehr zu verstehen.
    Alles andere sollten Sie auf den Termin nach der Gewöhnungsphase verschieben.



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    Endanpassung erst nach der Eingewöhnung

    Wer anfangs zu viel anpassen lässt, bugsiert sich in eine Unzufriedenheit hinein. Die langsame Gewöhnung an das Hörgerät sensibilisiert für neue Höreindrücke. Manches wird am Anfang noch nicht so gut funktionieren. Das ist normal. Ständige Anpassungen führen aber dazu, dass während der Gewöhnungsphase der Klang des Hörgeräts und Ihr Hörsinn „Hase und Igel“ spielen.
    8 bis 12 Wochen dauert die Gewöhnungsphase.
    Erst danach sollten Sie sich gemeinsam mit dem Hörakustiker an die Endjustage der Hörgeräte heranwagen.

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