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Magnetresonanztomographie (MRT) mit dem Hörgerät – Cochlea-Implantat

MRT, Kernspin, Magnetresonanztomographie

MRT, Kernspin, Magnetresonanztomographie

Viele Schwerhörige kennen die Magnetresonanztomographie. Kurz wird sie auch MRT oder Kernspin genannt. Betroffene sprechen auch oft davon, dass sie „in die Röhre“ kommen. MRT wird auch als Kernspintomographie bezeichnet (umgangssprachlich gelegentlich zu Kernspin verkürzt).

Die Magnetresonanztomographie ist ein bildgebendes Verfahren, ähnlich dem Röntgen, dass es dem Mediziner ermöglicht, einen Blick in den Körper des Patienten zu werfen. HNO-Ärzte fordern oft ein MRT (kurz für Magnetresonanztomographie-Untersuchung) an, damit sie ausschließen können, dass beim Patienten beispielsweise ein Tumor für die Schwerhörigkeit verantwortlich ist.

Die Magnetresonanztomographie setzt aber keine Röntgenstrahlen ein. Stattdessen werden ein starkes Magnetfeld und Radiowellen verwendet. Das Zentrum des Kernspintomographen bildet ein tonnenschwerer Elektromagnet mit einer röhrenförmigen Öffnung, in welche die Patientenliege eingefahren wird. So lassen sich Schichtaufnahmen jeder Körperregion anfertigen. Ein Computer errechnet dann aus den digitalen Daten Ansichten der untersuchten Körperregion, die der Radiologe dann auswertet (befundet). Die errechneten Bilder werden meist auf eine CD gebrannt und dem Patienten für seinen Arzt mitgegeben.

Sehr gut sind Gehirn und Rückenmark, innere Organe, aber auch Muskeln oder Gelenke zu erkennen. Nur die Lunge lässt sich nicht gut darstellen. Inzwischen können sogar Organe, die sich bewegen, beispielsweise das schlagende Herz, auf Bilder gebannt werden.

Weitere Einsatzgebiete der Kernspintomographie sind die präzise Darstellung von Blutgefäßen, die Früherkennung von Tumoren und Einblicke in den Körperstoffwechsel. Virtuelle Bildanalyseverfahren veranschaulichen den überweisenden Ärzten und den Patienten Vorgänge im Körperinneren.

Der Vorteil der Magnetresonanztomographie liegt darin, dass es sich um ein sehr schonendes und praktisch risikoloses Untersuchungsverfahren handelt.
Wegen der fehlenden Strahlenbelastung können sogar Kinder und Schwangere untersucht werden.

Kernspin

Informationen zur Untersuchung mit der Magnetresonanztomographie

Vor der Untersuchung

Vor Beginn der MRT-Untersuchung müssen Sie alle metallischen Gegenstände abgeben. Dazu zählen auch Uhren, Hörgeräte sowie Scheck- oder Kreditkarten. Metallteile im Körper, wie zum Beispiel fester Zahnersatz, Gelenkprothesen oder Metallplatten nach Operation eines Knochenbruchs, stellen in der Regel kein Problem dar. Es ist aber sicherer, wenn Sie angeben, dass Sie evtl. metallhaltige Teile tragen. Das sind insbesondere:

  • Gefäßstützen wie Stents
  • Cochlear Implantate
  • Gefäßclips
  • eine künstliche Herzklappe
  • eine Insulinpumpe
  • Metallsplitter
  • Großflächige Tätowierungen

Hinweis: Da es im Magnetfeld zu Fehlfunktionen kommen kann, sind Patienten mit Herzschrittmachern von der Untersuchung ausgeschlossen, ebenso Patienten mit Innenohrprothesen (Cochleaimplantaten).

Hörgeräte gehören nicht in die Nähe von MRT-Geräten

Das ist deshalb so weil die Magnetwellen sehr stark sind und die feinen Strukturen auf einem Computerchip durchaus zerstören können.
Eine Reparatur ist dann, wenn überhaupt, nur noch durch Austausch der Platine möglich und in jedem Fall nicht billig. Meist läuft es aber auf die Neuanschaffung von Hörgeräten hinaus.
Hörgeräte können am Ohr des Patienten auch heiß werden und Verbrennungen verursachen.

Mit dem Cochlea-Implantat in die Magnetresonanztomographie-Röhre (Kernspin / MRT)

Ich soll in absehbarer Zeit ein Cochlea-Implantat erhalten.
Daraus ergibt sich für mich ein Problem. Aufgrund einer anderen Erkrankung muss ich immer wieder ins MRT. Nun wurde mir aber gesagt, dass das nur unter erschwerten Bedingungen möglich sei. Eventuell müssten immer Teile des Implantats vorher wieder herausoperiert werden.
Davor habe ich Angst. Das möchte ich auf keinen Fall.
Lieber würde ich dann auf das CI verzichten. Was soll ich tun?

Die Magnetresonanztomografie (MRT) ist ein bildgebendes Verfahren, das den Ärzten einen sehr guten Einblick in die inneren Strukturen des Körpers erlaubt.
Wie der Name schon sagt, kommen bei diesem Untersuchungsverfahren Magnete bzw. Magnetfelder zum Einsatz. Die starken Magnetfelder vertragen sich nicht mit allen implantierten Geräten.
Dazu zählen Herzschrittmacher, Defibrillatoren, Katheter, Pumpen und auch Cochlea-Implantate.
Durch die starken Magnetfelder können die Geräte gestört und ggf. beschädigt werden. Viel häufiger aber ist zu befürchten, dass die Geräte durch die Magnetwirkung verschoben werden, was sehr schmerzhaft ist und meist eine dauerhafte Nichtfunktion des Implantats zur Folge hat.

Moderne Cochlea-Implantate wie die von Cochlear® sind deshalb mit entfernbaren Magneten ausgestattet.
Das Unternehmen weist aber darauf hin, dass die meisten MRT-Untersuchungen mit einer Magnetstärke bis maximal 1,5 T (Tesla) durchgeführt werden. Bis zu dieser Magnetstärke muss keine Entfernung des CI-Magneten vorgenommen werden. Wurde der Magnet entfernt, kann mit bis zu 3,0 T (Tesla) untersucht werden1.
(Zu den Cochlear-CI-Modellen für die das zutrifft, folgen Sie bitte dem Link am Ende des Artikels.)

Das Unternehmen Advanced Bionics AB, eine Sonova-Tochter, hat das HiRes™ Ultra 3D Cochlea-Implantat entwickelt.
Hier geht man einen anderen Weg. Kurz gesagt genügt es hier, den Soundprozessor abzulegen. Im Inneren des Implantats sind Magnete derart angeordnet, dass sie -wiederum vereinfacht erklärt- dem Magnetfeld des MRT folgen können. So werden die Dreh-, Zug- und Druckkräfte des MRT-Magneten weitestgehend ausgeglichen. Das erspart das operative Entfernen des Magneten und erspart den Patienten Schmerzen, Unwohlsein und Angst.

Mehr darüber bei Advanced Bionics

Bitte informieren Sie Ihre Ärzte und das Kernspin-Personal immer über das Cochlea-Implantat. MRT-Untersuchungen können oft durch andere Untersuchungsmethoden ersetzt werden.

Alles über CI/Hörgeräte und MRT hier

Informationen von MedEl zum CI und MRT

Während der Untersuchung

Während der Kernspin-Untersuchung liegen Sie auf einer Liege. Diese bewegt sich anfangs langsam in die Öffnung des Geräts, also in Richtung des Magneten.
Sie befinden sich dann ganz oder teilweise im Gerät.

Die räumliche Enge und der Lärm machen einigen Patienten zu schaffen. Vor allem das laute Klopfen. An- und abschaltende Magnetfelder erzeugen relativ laute, klopfende Geräusche, die von manchen Patienten als störend empfunden werden. Sie erhalten daher Ohrstöpsel oder einen geschlossenen Kopfhörer. Manchmal können Sie während der Untersuchung auch Musik hören. Die Dauer der Untersuchung richtet sich nach der untersuchten Körperregion und Fragestellung. Sie kann wenige Minuten aber auch bis zu einer halben Stunde betragen.

Gabe eine Kontrastmittels beim Kernspin

Während einer Untersuchung im Kernspintomographen kann es manchmal notwendig sein, Ihnen ein spezielles Kontrastmittel zu spritzen. Die Injektion erfolgt in eine Ihrer Venen. Der nötige Zugang wird vor der Untersuchung gelegt.

Wenn das Kernspin-Gerät zu eng erscheinen sollte

Viele haben wegen der räumlichen Enge Bedenken. Wenn nur die untere Körperhälfte untersucht werden muss, kann Ihr Kopf oft ausserhalb des Gerätes bleiben. Ansonsten fahren Sie komplett in die „Röhre“ ein. Dann kann ein Beruhigungsmittel notwendig werden.
In diesem Fall müssen Sie in Begleitung zur Untersuchung kommen oder mit dem Taxi, da Sie nach der Untersuchung einen Tag lang kein Fahrzeug fahren dürfen.

Manche Patienten leiden unter Platzangst. Wenn das auf Sie zutrifft, sprechen Sie bitte vorher mit Ihrem Hausarzt oder mit dem Radiologen. Sie müssen sich deshalb nicht schämen und sich keine Sorgen machen. Für die Mitarbeiter ist das eine alltägliche Situation. Im Zweifel können Sie sich probeweise in das Gerät legen. Falls Beklemmungen entstehen, können Sie sich ein Mittel zur Entspannung geben lassen.

Bilder: jarmoluk / Pixabay

1 Quelle: https://www.cochlear.com/de/startseite/unsere-produkte/cochlea-implantate/portfolio-der-nucleus-implantate/mrt-kompatibilitaet

hörgeräte erfahrung

Hinweis:

Diese Einschätzung gibt nur persönliche Meinung und Erfahrungen wieder. Vor Entscheidungen in Rechts-, Steuer- und Medizinfragen bitte immer eine Fachperson fragen. Das ist günstiger als Sie denken. Verlassen Sie sich nie auf Wissen, das Sie sich nur im Internet zusammengefischt haben!

Links:

https://hoergeraete-info.net/glossary/gehirnstamm-messung/
https://hoergeraete-info.net/hoertest/
https://hoergeraete-info.net/hoergeraete-beratung-der-weg-zum-richtigen-hoergeraet/
Hörtest



(si)





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Peter Wilhelm Hörgeräte-Experte
Links:
   Hörgeräte Edingen-Neckarhausen