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Gehen die Hörnerven ohne Hörgerät weiter kaputt?

Auricularis posterior

Meine Hörakustikerin schimpft immer mit mir, wenn sie mal wieder in ihrem Computer sieht, dass ich meine Hörgeräte wenig getragen habe.
Nach ihrer Aussage gehen meine Hörnerven weiter kaputt, wenn ich das mache. Ist das so richtig?

Ihr Gehirn erhält die Schallinformationen vom Innenohr. Es bildet daraus die verstandene Sprache.
Sind jetzt in der Gehörschnecke Sinneszellen geschädigt, werden zu wenig Schallinformationen an den Hörnerv und das Gehirn weitergeleitet.
Nur ein Hörzentrum, dass dauernd mit guten Schallinformationen gefüttert wird, kann auch schnell und gut Sprache verstehen.

Wir trainieren unsere Hörzentrum also permanent. Ist unser Gehör geschädigt, funktioniert das Ganze nicht mehr richtig.
Es kommen zu wenig brauchbare Schallinformationen am Hörnerv an und das Gehirn muss einen Teil der Hörleistung mit übernehmen.
Das zehrt aber am Denkvermögen, um es vereinfacht zu sagen. Das Hören wird unvollkommener und anstrengender.

Deshalb ist es wichtig, seine Hörgeräte so oft und so lang wie möglich zu tragen. Nur so kann sich der Hörnerv wieder an die zurückgewonnene Klangfülle gewöhnen und das Gehirn wieder seine normale Arbeit übernehmen.

In der Gehörschnecke sitzen feine Sinneszellen und zwar am Anfang diejenigen, die für die hohen Töne zuständig sind.
Sind die geschädigt und man erhöht nun bei allem (TV, Musik etc.) die Lautstärke, werden auch die danach in der Gehörschnecke sitzenden tieftonigen Sinneszellen durch zu lauten Schall geschädigt.

Ihre Hörakustikerin hat also recht.

Geduld ist eine der wichtigsten Eigenschaften, die ein Hörgeräteträger mitbringen muss. Niemals stellt sich der Hörerfolg sofort ein. Es dauert erfahrungsgemäß mindestens 2 Monate, bis man definitiv sagen kann, dass sich eine Person an die Hörgeräte gewöhnt hat. Erst dann beginnt das Gehirn allmählich wieder normal zu „hören“.

Bild: Dasdof


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(si)





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Peter Wilhelm Hörgeräte-Experte
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