Warnung vor dem Taubstummenverband

In Deutschland sind Betrüger unterwegs, die sich als Spendensammler des „Deutschen Taubstummenverbands“ ausgeben.
Vor allem in Fußgängerzonen sprechen diese Leute Passanten an und bitten um Spenden. Dabei führen sie Klemmbretter mit Unterschriftslisten mit.

Einen „Deutschen Taubstummenverband“ gibt es nicht. Das Wort „taubstumm“ ist negativ konnotiert und wir sprechen heute von Gehörlosen.
Es ist davon auszugehen, dass die gesammelten Gelder nicht für wohltätige Zwecke verwendet werden. Vermutlich ist hier eine Bande am Werk und über die eingesammelten Gelder freuen sich die Drahtzieher, die diese Sammelaktionen organisieren.

Auch umgehängte, selbstgemachte Ausweise oder ähnliche Legitimationen sind kein Beweis dafür, dass es sich um seriöse Sammler handelt.

Seriöse Organisationen erkennen Sie unter anderem daran, das es auch ein Spendenkonto gibt, das nachvollziehbar ist.

Auch ein ordentlich aufgebauter Info-Stand deutet auf eine seriöse Aktion hin, denn die Kriminellen wollen nicht fest an einem Platz bleiben, sondern schnell verschwinden können.

Im Zweifelsfall spenden Sie ausschließlich an Organisationen, die Sie kennen.

Leider machen es diese Kriminellen kleineren Organisationen und örtlichen Hilfevereinen schwer, Geld zu sammeln. Durch Warnungen wie diese hier, werden viele Menschen abgeschreckt, Geld zu spenden. Aber leider ist es eben für einen Laien nicht erkennbar, ob der Zirkussammler das Lama nur zum Betteln mitführt, oder ob das Lama wirklich zu einem in Not geratenen Kleinzirkus gehört.

Offene Augen, Fingerspitzengefühl und Vorsicht müssen hier Hand in Hand gehen.

Fallen Sie bitte auch nicht auf angeblich stumme oder gehörlose Gedicht- oder Postkartenverkäufer herein, die teilweise abends durch Fußgängerzonen, Biergärten und Restaurants gehen, um Kleinigkeiten gegen 1 Euro oder 5 Euro verkaufen wollen. Kaufen Sie nur dann etwas, wenn der Preis angemessen ist und Sie das Produkt haben möchten. Mitleid ist hier eher fehl am Platz.

Bild: Pixabay



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