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Wie viele Hörgeräte muss ich ausprobieren?

Seit einem Dreivierteljahr habe ich die Diagnose Schwerhörigkeit. Beidseitig 40 dB. Hochton.
Beim Hörakustiker bin ich jetzt schon beim 14. Paar Hörgeräte. Vorher habe ich mich im Netz sachkundig gemacht. In Foren, Gruppen und bei Gute-Frage habe ich mich vorgestellt. Dort probieren alle immer alle Hörgerätemarken aus, um das beste Hörgerät zu finden. Jetzt wird es mir aber langsam schwindelig, weil ich gar nicht mehr weiß, wie die ersten Geräte geklungen haben.
Ich habe alles durch, Widex, Oticon, Unitron, Bernafon, Hansaton, Audioservice, Phonak. Ich trage jedes Paar eine Woche. Widex klang mir zu weich, Signia klang für mich gar nicht gut, daran kann ich mich noch so eben erinnern. Wie komme ich denn jetzt zu einem Ergebnis? Ich habe da keine Lust mehr drauf.

Bitte hören Sie auf, Hörgeräte zu vergleichen! Sie sind da in die endlose Ausprobierspirale geraten. Dieses Vorgehen ist überhaupt nicht zielführend. Sie werden mehr verwirrt, als dass Sie zu einer guten Entscheidung kommen.

Geben Sie die jetzt getragenen Hörgeräte zurück.

Bitten Sie den Hörakustiker, Ihnen gute, kleine HdO-Hörgeräte ohne Zuzahlung vorzustellen. Das sind die sogenannten Kassenhörgeräte.
Tragen Sie diese zur Probe und das bitte mindestens 14 Tage, besser 3-4 Wochen. Schauen und hören Sie, wie Sie mit diesen Geräten zurecht kommen.
Führen Sie ein Hörtagebuch und notieren Sie sich alle Hörsituationen, in denen Sie Probleme haben, aber auch die Hörsituationen, die die Hörgeräte besonders gut meistern.

Danach sprechen Sie die Ergebnisse mit Ihrem Hörakustiker durch. Wenn die Hörgeräte Ihnen zu einem guten Hören verholfen haben, dann haben Sie die richtigen Hörgeräte gefunden.
Es geht zunächst einmal nur um das gute Hören und Verstehen!
Nun können Sie entscheiden, ob Sie bei der Kassenvariante bleiben, oder von diesem Hersteller ein höherwertiges Gerät mit einer höheren Technikstufe und mehr Komfort nehmen.

Waren die Ergebnisse des ersten Tests für Sie schlecht, lassen Sie sich bitte ein Hörgerät mit einer geringen Zuzahlung zeigen und anpassen.
Hierbei sollte der Hörakustiker die Erfahrungen aus Ihrem Hörtagebuch berücksichtigen.
Auch nun folgt wieder ein längeres Probetragen.

Auf diese Weise tasten Sie sich nun in maximal 3-4 Ausproben an das für Sie richtige Hörgerät heran.

Sie können sich nicht Hörgeräte aller Hersteller in wöchentlichem Abstand in die Ohren stecken, um das beste Hörgerät zu finden.
Besser ist es, aus einer kleineren Auswahl das am besten geeignete herauszufinden und sich dann an dieses gewöhnen. Der Hörakustiker kann es in vielfältiger Hinsicht anpassen.
Schon nach kurzer Zeit dürfte Ihr Gehör sich an diese Klangwelt gewöhnt haben.

Hinweis


In „Fragen an die Redaktion“ finden Sie unsere Antworten auf Fragen von Leserinnen und Lesern. Diese Fragen sind Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also bei den Fragen um redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Fragen sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen.




(si)





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Über uns







Peter Wilhelm Hörgeräte-Experte
Links:
   Hörgeräte Edingen-Neckarhausen