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Reinfall: Theaterbesuch war eine Pleite für Schwerhörige

Eine Seniorengruppe macht einen Busausflug. Am Abend steht ein schönes Theaterstück auf dem Programm. Es wird von einer Laiengruppe mit viel Herzblut und sehr erfolgreich aufgeführt.
Die Veranstaltung findet in einer kommunalen Halle statt. Große Freude herrscht bei den größtenteils schwerhörigen Senioren: Die Halle ist mit einer Induktions-Tonanlage ausgestattet.

Danach hatte die Vorsitzende der Seniorengruppe vor der Buchung extra gefragt. Denn die Hörgeräte vieler Schwerhöriger sind mit einer T-Spule ausgestattet. Das ist ein Empfangsteil, das in entsprechend ausgestatteten Räumen, wie Kirchen, Kinos, Theatern und Museen, den Ton der Lautsprecheranlage drahtlos in die Ohren der Schwerhörigen übertragen kann. Dazu ist im gesamten Raum oder an entsprechend gekennzeichneten Plätzen ein Induktionsdraht meist im Fußboden verlegt.

Die Schwerhörigenverbände fordern, dass möglichst viele öffentliche Räume so ausgestattet werden. Denn nur die induktive Tonübertragung ist in der Lage ohne jegliches Kompatibilitätsproblem und ohne aufwendige Einstellungen am Hörgerät Ton in guter Qualität zu übertragen. Die Hörgerätehersteller stellen fast jedes Hörgerät auch in einer Variante mit T-Spule zur Verfügung. In den letzten Jahren hat das etwas an Bedeutung verloren, da mehr auf Funktechnik gesetzt wurde. Aber in letzter Zeit scheinen die Hörgerätehersteller wieder etwas zurückzurudern und man findet wieder mehr Geräte mit T-Spule.

Doch der Seniorenausflug endete mit großer Enttäuschung. Zwar ist im Saal eine Induktionsschleifenanlage vorhanden, aber diese muss erst in einem Technikraum eingeschaltet werden.
Der Hausmeister ist krank und der junge Mann, der die Vertretung übernommen hat, kann die Anlage nicht in Gang setzen. Die Schauspieler geben ihr Bestes, sprechen laut und deutlich, wenden sich sogar auffallend oft dem Publikum zu, jedoch müssen sich die Senioren mit dem zufrieden geben, was über die Lautsprecher in den Saal übertragen wird.
Und das ist für Schwerhörige ein Problem.

Die nicht ganz einwandfreie Akustik des Raums bringt Echos mit sich, das Publikum ist auch nicht ruhig, denn es handelt sich um ein lustiges Stück, bei dem viel gelacht, getuschelt und geklatscht wird. Übrig bleibt ein Klangbrei, aus dem die Hörgeräte der Senioren das Beste machen. Schön klingt es aber für die meisten nicht.

Umso eindringlicher bitten die Schwerhörigenverbände und auch wir, dass nicht nur weiterhin konsequent Induktionsschleifen verbaut werden, sondern dass diese auch bei allen Veranstaltungen in einem funktionsbereiten Zustand sind.

Oft genug erleben wir, dass Redner zwar ein Mikrofon haben, aber kurz in den Saal blicken, testweise etwas sagen und dann beschließen: „Ich glaube, das geht auch ohne Mikro!“

Auch fällt auf, dass oft nur wenige Plätze in den Räumen mit einer Tonübertragung ausgestattet sind. Das bedeutet für Schwerhörige eine starke Eingrenzung bei der Platzwahl.
Oft genug ist die Nachfrage nach dieser speziellen Technik nur gering. Das liegt oft auch daran, dass Schwerhörige über dieses Angebot gar nicht aufgeklärt werden.
Deshalb gehen Saalbetreiber dann oft davon aus, dass kein Interesse an der Tonübertragung bestünde. Anlagen werden dann nicht mehr gewartet, gar nicht eingeschaltet, oder die Person, die sich damit auskennt, ist bei Veranstaltungen nicht anwesend.

Eine schwerhörigengerechte Tonversorgung ist entweder eine Induktionsschleifenanlage oder ein Gerät mit Kopfhörern, das sich der Schwerhörige umhängen kann.



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Lesezeit ca.: 4 Minuten



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