• Demenz – Hörgeräte können Demenz vorbeugen

    Immer mehr Menschen leiden unter Demenz. Demenz ist hier der Oberbegriff für mehrere Krankheitsverläufe, die dazu führen, dass die Leistung des Gehirns vor allem im Alter abnimmt.

    Das Gehirn lässt nach: Demenz

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    Mit dem Begriff Demenz beschreiben wir Defizite bei kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten. Demenz und führt zu einer starken Beeinträchtigung sozialer und beruflicher Funktionen.
    Betroffen sind vor allem das Kurzzeitgedächtnis, das Denkvermögen, die Sprache, die Motorik und bei einigen Formen der Demenz auch die Persönlichkeitsstruktur.
    Charakteristisch für eine Demenz ist der Verlust von Denkfähigkeiten, die der Betroffene während seines Lebens erworben hat.

    Inzwischen wurden die Ursachen einiger Demenzen geklärt.
    Doch bei sehr vielen Formen der Demenz gibt es bis heute keine eindeutigen Erkenntnisse zur Entstehung.
    Nur ganz wenige Demenzen sind reversibel. Bei manchen sind in begrenztem Umfang therapeutische Maßnahmen möglich. Die sorgen aber nur für eine Verzögerung.
    Die häufigste Form einer Demenz ist die Alzheimer-Demenz.

    Das Gehör lässt nach: Altersschwerhörigkeit

    Es ist normal, dass unser Gehör im Laufe unseres Lebens allmählich nachlässt.
    Meistens bemerken wir nicht sofort etwas davon. Millionen Menschen leiden unter einem deutlichen Hörverlust und wissen gar nichts davon.
    Unser Gehirn ist in der Lage, schwächer werdende Sinneseindrücke sehr lange zu kompensieren. Es gewöhnt sich an die ruhiger werdende Umgebung.

    Wir müssen verstehen, dass Hören immer auch etwas mit Verstehen zu tun hat.
    Der Mensch empfängt Informationen über das Gehör. Das ist vor allem Sprache. Wenn nun aber das Gehirn damit beschäftigt ist, aus schwachen Audio-Reizen einen Sinn herauszurechnen, kümmert es sich, vereinfacht gesagt, nur noch um das Verstehen des gesprochenen Wortes im Sinne des Sprachverstehens.

    Sprachverstehen = Denken

    Normalerweise beginnen wir aber schon beim Empfang akustischer Reize, diese zu analysieren und kognitiv zu verstehen, um darauf reagieren zu können. Wenn aber das Gehirn mit dem akustischen Verstehen blockiert ist, dauert das Begreifen länger oder bleibt auf Dauer sogar aus.
    Mit anderen Worten, der Mensch hört schlecht und begreift auch weniger. Das ist fatal für das Gehirn.

    Denn einerseits kompensiert es die Hörminderung und dem Betroffenen wird noch weniger deutlich, wie schlecht er hört.
    Andererseits begreift er von dem Gehörten letztendlich immer weniger.
    Das Fehlen akustischer Impulse in der richtigen Lautstärke und den richtigen Frequenzen kann zu einer Verminderung der intellektuellen Leistungsfähigkeit führen

    Schwerhörigkeit kann Demenz beflügeln

    Experten sind sich darüber einig, dass eine gute Auslastung des Gehirns eine Demenz weit verzögern kann. Viele halten deshalb eine nicht versorgte Altersschwerhörigkeit auch für einen Hauptrisikofaktor für Demenz.
    Es muss also das Ziel sein, vor allem älteren Menschen ihre Schwerhörigkeit bewusst zu machen und den Folgen der Altersschwerhörigkeit entgegenzuwirken.

    Hörgeräte können Demenz bekämpfen

    Das Nonplusultra bei der Versorgung von Schwerhörigen ist das Tragen von Hörgeräten. Diese sind heute digital und bieten mannigfaltige Einstellmöglichkeit, die vom Hörakustiker individuell vorgenommen werden. Sie können unauffällig getragen werden, sind leicht zu bedienen und sehr zuverlässig.

    Dabei halten sich die Kosten in einem überschaubaren Rahmen, da es auch zuzahlungsfreie Kassenhörgeräte gibt.

    Wichtig ist, dass die Gewöhnung an die Hörgeräte behutsam erfolgt, um Anfangsschwierigkeiten zu vermeiden. Die Hörgeräte sollten vom Betroffenen lange und regelmäßig getragen werden.
    So hilft akustisches Verstehen das Gehirn zu entlasten und Kapazitäten für das Denken zu schaffen. Menschen, die gut hören und Sprache wieder analysieren können, beschäftigen ihr Gehirn. Die Teilhabe am sozialen Leben und die Kommunikation mit Sprache sind hier ein ganz wesentlicher Baustein.

    Nicht nur Alte sind betroffen

    Bevor Menschen alt und schwerhörig sind, waren sie jung und die Schwerhörigkeit hat oft schon in viel jüngeren Jahren begonnen.
    Deshalb ist es wichtig, das jeder regelmäßig beim Hörakustiker einen kostenlosen Hörtest durchführen lässt. Mindestens alle 2-3 Jahre sollten auch jüngere Menschen den schmerzfreien und schnell durchgeführten Hörtest absolvieren.
    So kann eine Beeinträchtigung des Denkvermögens durch eine schleichende Schwerhörigkeit von Anfang an vermieden werden.



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    Bilder: geralt / Pixabay

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