Wenn das Baby mitraucht: Rauchen vor und nach der Geburt erhöht das Risiko für Entwicklung von Schwerhörigkeit bei Kleinkindern

Wenn Sie während Ihrer Schwangerschaft oder nach der Geburt in der Nähe Ihres Kindes rauchen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Kind einen Hörverlust erleidet. Eine japanische Studie hat den Zusammenhang zwischen Passivrauchen und Schwerhörigkeit bei Kleinkindern untersucht und bestätigt, dass Nikotin das Risiko eines Hörverlusts um bis zu 240 % erhöhen kann.
Wenn das Baby mitraucht: Rauchen vor und nach der Geburt erhöht das Risiko für Entwicklung von Schwerhörigkeit bei Kleinkindern

Laut einer japanischen Studie besteht eine Verbindung zwischen Passivrauchen des (ungeborenen) Kindes und Schwerhörigkeit bei Kleinkindern.
Ein bis zu 240 % höheres Risiko

In der Studie wurden fünf Probandengruppen miteinander verglichen: Die erste Gruppe bestand aus Kindern, die weder vor noch nach der Geburt Zigarettenrauch ausgesetzt waren, während es sich bei der zweiten Gruppe um Kinder ehemaliger Raucherinnen handelte. Kinder, die im Alter von vier Monaten passiv rauchten, bildeten die dritte Gruppe und Kinder, deren Mütter nur in der Schwangerschaft rauchten die Vierte. Mit der fünften Gruppe waren Kinder, die sowohl innerhalb als auch außerhalb des Mutterleibes bis zu einem Alter von vier Monaten Nikotin ausgesetzt wurden, vertreten.

Laut der Studie hatten Kinder ehemaliger Raucherinnen ein um 26 % höheres relatives Risiko, eine Schwerhörigkeit zu entwickeln. Für Kinder, die bis zu einem Alter von vier Monaten außerhalb des Mutterleibes passiv geraucht hatten, bestand ein um 30 % höheres relatives Risiko, schwerhörig zu werden. Kinder, deren Mütter nur in der Schwangerschaft rauchten, hatten ein um 68 % höheres relatives Erkrankungsrisiko. Bei Kindern, die sowohl im Mutterleib als auch in den ersten vier Monaten nach der Geburt Nikotin und Zigarettenrauch ausgesetzt wurden, bestand ein bis um 240 % erhöhtes relatives Risiko eine Hörbeeinträchtigung zu entwickeln.

„Diese Studie zeigt klar und deutlich, dass das Risiko der Entwicklung einer Schwerhörigkeit bei Kindern herabgesetzt werden kann, wenn un- und neugeborene Babys vor Zigarettenrauch geschützt werden. Die Resultate unterstreichen, dass es notwendig ist, den Einsatz gegen das Rauchen vor und in der Schwangerschaft und gegen das Passivrauchen des Kindes zu stärken”, so der leitende Verfasser der Studie Dr. Koji Kawakami, der an der Universität zu Kyoto tätig ist.

Infolge der Studie kann Rauchprävention vor, während und nach der Schwangerschaft sowie ein gezielter Einsatz gegen das Passivrauchen des Kindes die Anzahl der Fälle von Schwerhörigkeit bei Kindern verringern.
Kurz zur Studie

Im Rahmen der Studie wurden 50734 Dreijährige, die zwischen 2004 und 2010 geboren worden waren untersucht. Unter dem Titel „Passivrauchen vor und nach der Geburt mit Hörbeeinträchtigung bei Kleinkindern verbunden” (englischer Originaltitel: „ Exposure to smoking before and after birth linked to hearing impairment in toddlers”), wurde die Studie im Unterbereich für Kinder- und Geburtsepidemiologie der Wiley Online Bibliothek (Wiley Online Library Paediatric and Perinatal Epidemiology) im Juni 2018 veröffentlicht.

Quellen:www.onlinelibrary.wiley.com undwww.medicalxpress.com

Hear-it.org



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Foto: Pixabay

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