• Hörgeräte Leasing Miete – Alternative?

    Hörgeräte Leasing: Moderne digitale Hörgeräte sind klein, unauffällig und technisch absolut auf der Höhe der Zeit.
    Ein gutes Sprachverstehen in fast allen Situationen wird durch modernste Chip-Technologie erreicht.
    Obwohl es für gesetzlich Versicherte quasi kostenlose Geräte gibt, entscheiden sich viele Kunden für besser ausgestattete Geräte. So kann der Hörgerätekauf, trotz einer Zuzahlung durch die Krankenkasse, schnell mal bis zu 5.000 Euro und mehr kosten.

    Hörgeräte Leasing – Ist das eine Alternative?

    Kosten, die viele Schwerhörige scheuen. Wer hat schon mal eben 5.000 Euro übrig?
    Genau in diese Lücke stoßen jetzt vermehrt Hörgeräteverkäufer, die Hörgeräte über das Internet anbieten.
    Sie versprechen meist eine günstige Alternative zum stationären Hörakustiker-Meisterbetrieb, indem sie die Hörgeräte zur Miete oder zum Leasing anbieten.

    Hierbei ist folgendes zu beachten. Nach allem was wir wissen, zahlen die gesetzlichen Krankenkassen nur dann ein kostenloses Hörgerät oder einen Zuschuss zu einem teureren Hörgerät, wenn dieses nach einer ohrenärztlichen Verordnung über einen Hörakustiker-Fachbetrieb nach sorgfältiger Anpassung erworben wird.

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    Hörgeräte Leasing nur ohne Zuschuss von der Krankenkasse?

    Diese Hürde umgehen manche Online-Versender, indem sie die Hörgeräte nicht als Kassenprodukt anbieten und auch keine Verrechnung eines Zuschusses ermöglichen. Es handelt sich dann für den Schwerhörigen oft um einen Privatkauf. Und das kann derzeit sowieso jeder machen. Die Krankenkassen legen die Vorbedingungen fest. Verzichtet man auf die kostenlose Hörgerätealternative der Krankenkasse und auf den Zuschuss zu teureren Geräten, dann kann man auch heute schon jederzeit zu einem Hörgerätegeschäft gehen und sich einfach Hörgeräte kaufen.

    Ja, aber Moment mal! Hörgeräte Leasing und Miete sind doch günstig! Oder?

    Wir haben uns verschiedene Angebote angeschaut und kommen zu dem Schluss, dass eine Miete oder ein Leasing von Hörgeräten in vielen Fällen überhaupt nicht sinnvoll ist.
    Oft muss man eine Art Grundgebühr für ein „Paket“ bezahlen. Nach unseren Abschätzungen kostet das aber oft schon genauso viel, als ob ein Kunde sich die Hörgeräte im örtlichen Hörakustiker-Meisterbetrieb holt. Beim Leasing/Miete kommen aber oft noch monatliche Gebühren hinzu, die dann unterm Strich die Sache unattraktiv erscheinen lassen.

    Manche Anbieter setzen auf eine reine monatliche Miete. Aber auch das erscheint uns nicht wirklich sinnvoll.

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    Der örtliche Hörakustiker bietet Alternativen zum Hörgeräte Leasing

    Nach wie vor erhalten Schwerhörige, die von ihrem Hals-Nasen-Ohren-Arzt eine Verordnung über Hörgeräte erhalten haben, kostenlose Hörgeräte (gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten).

    Es besteht also gar kein Grund, sich auf irgendwelche Miet- oder Leasingangebote einzulassen, wenn Sie nicht über ausreichende Mittel für teure Hörgeräte verfügen oder einfach nicht so viel Geld ausgeben möchten. Die Kassenhörgeräte sind gut und in den allermeisten Fällen ausreichend. (Ausreichend, um gut hören zu können. Komfort und Luxus kosten extra.)

    Selbst wenn Sie teurere Hörgeräte haben möchten, zahlt die Kasse um die 800 Euro dazu. Diesen Betrag verschenken Sie, wenn Sie Hörgeräte ohne Kassenanteil privat kaufen, leasen oder mieten.

    Die allermeisten Hörakustiker bieten selbst Ratenzahlung an. Fragen Sie einfach danach!

    Mangelnde Auswahl beim Hörgeräte Leasing?

    Was den Hörakustiker ausmacht, und was die Hörgeräteversorgung in Deutschland im internationalen Vergleich einzigartig macht, das ist die hervorragende und fundierte Ausbildung der Hörakustiker.
    Ihr Handwerk besteht darin, die Kunden optimal bei der Auswahl des richtigen Hörgerätes zu beraten. Es gibt um die 2.000 verschiedene Hörgeräte am Markt. Diese Vielzahl gibt es, weil nicht ein Hörgerät für alle Schwerhörigen passt. Es muss immer erst das richtige Gerät gefunden werden. Wenn ein Online-Anbieter aber nur eine eingeschränkte Zahl von Geräten anbietet, geht dem Kunden die große Auswahl von geeigneten Geräten unter Umständen verloren.

    Kritisch zu sehen: Die Anpassung bei Hörgeräte Leasing

    Die Leistung des Hörakustiker-Meisters besteht auch darin, das Hörgerät anhand der ohrenärztlichen Verordnung und nach aufwendigen audiometrischen Messungen individuell anzupassen. Erst diese Anpassung macht aus dem reinen technischen Hörapparat ein Hörgerät, dass dem Hörverlust des Kunden entgegenwirken kann.

    Versender bauen oft auf die heute mögliche Remote-Anpassung.
    Remote-Anpassung bedeutet, dass heutzutage auch eine Justierung des Hörgerätes via Internet und Mobilfunk möglich ist.
    Das erleichtert Hörgeräteträgern und Hörakustikern das Leben und die Arbeit. Man muss eben nicht mehr für jede Kleinigkeit in den Hörakustiker-Betrieb.
    Wenn beispielsweise in einem Hörprogramm ein übersteuerndes Klirren zu hören ist, vereinbaren Sie mit dem Hörakustiker eine Online-Sitzung und in deren Verlauf behebt der Akustiker aus der Ferne diesen Fehler. Sie müssen nicht mehr dorthin.

    Tolle Sache!
    Aber diese tolle neue Möglichkeit ist grundsätzlich für die Nachversorgung optimiert. Das heißt, wenn Sie bereits Träger sehr gut eingestellter Hörgeräte sind, kann Ihnen eine solche Fernanpassung der Hörgeräte wirklich helfen.
    Die erste Anpassung, so finden wir, kann nur im Laden eines Hörakustikermeisterbetriebs im gegenseitigen Dialog erfolgen.

    Beim Versendern wird es wohl so sein, dass der Kunde die ärztliche Verordnung mit den Hörkurven hochlädt und der Leasing- oder Mietbetrieb dann anhand dieser Daten eine erste fachmännische Einstellung der Hörgeräte vornimmt. Mit dem Leasing-Vertrag kauft man eine gewisse Anzahl von Online-Sitzung hinzu.
    Ob das dann aber ausreicht, um die Hörgeräte wirklich optimal einzustellen, ist sehr fraglich.
    Hörakustiker wissen, dass die reine Grundeinstellung der Geräte anhand der audiometrischen Daten immer nur eine Basiseinstellung ist. Es folgt noch sehr viel Feinarbeit.

    Hörgeräte Leasing – Fazit

    Sie sollten immer auch die Preise vergleichen. Fragen Sie vor Ort, was das angebotene Leasing- oder Miet-Hörgerät bei Ihnen in der Stadt kosten würde. Rechnen Sie dann eventuelle Grundgebühren und die Summe der monatlichen Raten aus. Ist das Leasing-/Miet-Angebot teurer, dann rechnet sich das für Sie sowieso nicht.

    Stellen Sie sich die Frage, wer Ihnen die Hörgeräte wirklich richtig einstellt. Ist das eher der Hörakustiker vor Ort, zu dem Sie so oft hingehen können, wie Sie möchten, oder ist das ein Anbieter, der nur eine möglicherweise sogar begrenzte Anzahl von Chats anbietet?

    Prüfen Sie, ob der Anbieter die Ihnen zustehenden Zuschüsse von der Krankenkasse überhaupt berücksichtigt. Sie werfen sonst bares Geld weg.

    Fragen Sie sich, ob Ihnen eine genügend große Anzahl von Geräten gezeigt/angeboten wird. Können Sie beliebig viele Hörgeräte kostenlos ausprobieren?

    Eine echte Alternative sehen wir auch in der angepriesenen Remote-Anpassung nicht. Denn dieser Service wird auch von vielen örtlichen Hörgeräte-Fachgeschäften angeboten.
    In der nächsten Zeit wird das jeder Hörgerätebetrieb anbieten können.



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    Für uns hat das Ganze zuviele Fragezeichen hinterlassen.

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