• Gut gemeint ist die kleine Schwester von scheisse gemacht

    Blöder Spruch, das gebe ich zu, aber er beinhaltet auch viel Wahrheit.
    Er hat es doch aber gut gemeint, ist eine Floskel, die meist dann angewandt wird, wenn vorher Kritik an einer meist nicht so gut verlaufenden Handlung geübt wurde.

    In diesem Fall betrifft es einen Hörakustiker, der an und für sich eine gute Idee hat.
    Der Hörakustiker-Fachbetrieb mit mehreren Filialen gratuliert seinen Kunden zum Geburtstag.

    Das tut er klassisch, indem er dem Kunden zu seinem Festtag eine Postkarte schickt.
    Auf der Bildseite ist ein kleiner Gutschein für 6 geschenkte Hörgerätebatterien aufgedruckt. Sehr nett!

    Die Idee ist gut. Die Kunden werden an ihren Hörakustiker erinnert. Sie freuen sich über den Glückwunsch. Und das kleine Geschenk lockt sie vielleicht einmal mehr in den Laden.
    Maßnahmen zur Kundenbindung sind wertvoll.

    Aber es kommt auch auf die Ausführung an, und zwar im Detail.

    Dass die Adresse ein computergedruckter Aufkleber ist, das ist zeitgemäß und nicht zu beanstanden.
    Der Gratulationstext wird aber mit „Guten Tag Frau/Herr…………“ eingeleitet.

    Hier soll also offenbar noch der Name von Hand eingetragen werden.
    Man wäre dann „Frau/Herr Mustermann“ oder so.

    Wenn das so ist, dann sollte dort aber auch von Hand ein Name eingetragen werden.
    So wie auf dem obigen Bild, ist man nämlich nur „Frau/Herr Pünktchen, Pünktchen“.

    Und überhaupt gefällt es mir nicht, wenn ich als Herr/Frau/Firma oder so angeredet werde.

    Besser wäre es, wenn im Druck auf die oberste Zeile ganz verzichtet wird.
    Dann kann der Betrieb von Hand „Lieber Herr Mustermann“ eintragen oder es einfach weglassen.

    Die Tatsache, dass der Hörakustiker sich computergesteuert an den Geburtstag eines Kunden erinnert, macht es nicht wett, wenn das nicht richtig gemacht wird.
    Frau/Herr als Anrede, das geht gar nicht, überhaupt nicht.
    Denn es zeigt, dass die Gratulationskarte eine Massenware ist und keineswegs wirklich persönlich ist.
    Und dann noch den Namen wegzulassen und nur eine Pünktchenreihe hinzudrucken, das ist auch ein Fauxpas.



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    Wenn also solche Kundenbindungsmaßnahmen durchgeführt werden, was ich sehr befürworte, dann müssen die Anschreiben/Postkarten aber auch perfekt bis ins Detail sein.

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