• Erfahrungsbericht Nummer 1: Ich bin begeistert

    Immer wieder höre ich Gruselgeschichten von Leuten, die schlecht hören und doch nicht zu einem Hörgerät kommen.

    Ganz anders hört sich diese Geschichte von Frau Iwers an:

    Das paßt genau zu einer Geschichte, die ich neulich hörte:

    Eine Dame hatte ebenfalls von ihrem HNO-Arzt Hörgeräte verordnet bekommen.
    Der Arzt gab ihr einen Zettel mit der Adresse eines Hörgeräteakustikers mit: „Das ist unser Vertragslieferant, da sollten Sie hingehen, sonst wird das nichts.“

    Einmal abgesehen davon, dass diese Aussage des Arztes standesrechtlich sehr bedenklich ist, war das auch ein Fehler.
    Die Frau ging zum Akustiker an der angegebenen Adresse, sie wollte ja nichts verkehrt machen.
    Dort wurde sie recht rüde empfangen. Sie sagte später darüber: „Ich hatte den Eindruck, dass ich den Inhaber bei etwas Wichtigerem störe. Er schien auf mich als Kundin gar nicht angewiesen zu sein.“

    Der Akustiker gab ihr einen Termin 14 Tage später. Er schaute sich das Audiogramm des HNO-Arztes an und machte keinen eigenen Hörtest.
    Dann legte er der Dame einen mit grauem Samt ausgeschlagenen Kasten vor, in dem 4 Hörgeräte lagen. Ein zuzahlungsfreies Gerät war nicht dabei.
    Das günstigste Hörgerät lag bei 800 Euro Zuzahlung, das teuerste sollte weit über 2.000 Euro kosten.

    Da die Frau in einer Broschüre gelesen hatte, dass es auch Kassen-Hörgeräte gibt, fragte sie danach.
    Der Akustiker holte ein dickes, fleischfarbenes Hörgerät mit einem dicken Schallschlauch und einer grotesken Otoplastik.
    Diese Geräte seien „für Sozialhilfeempfänger“ und taugten nichts. Wer wirklich was hören will sollte mindestens zur Mittelklasse greifen.

    Gott sei Dank wurde die Frau Opfer eines glücklichen Unglücks. Auf der Heimfahrt musste der Bus wegen eines Unfalls einen Umweg fahren. Und dieser Umweg führte am Laden eines anderen Hörakustikers vorbei.
    Kurzerhand stieg die Dame an der nächsten Haltestelle aus und wurde in diesem Laden vorstellig.

    Was soll ich sagen? Die Frau ist seitdem bestens mit zwei Kassengeräten versorgt.
    Der Akustiker kümmerte sich um sie, machte einen Hörtest und sprach die teuren Geräte gar nicht zuerst an: „Wir probieren die zuzahlungsfreien Geräte, die könnte bei Ihnen gut passen. Da nehmen wir uns etwas Zeit für die Anpassung in den nächsten Wochen. Und wenn das nicht klappen sollte, habe ich noch andere Alternativen, die ein bißchen was kosten.“



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    So kann es also gehen.

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