Deshalb helfen Wundermittel für das Ohr nicht

Unter dem Namen Nutresin Herbapure Ear wird derzeit ein Mittel im Internet stark beworben. Eine sofortige Wirkung wird versprochen. Das geht so weit, dass der Eindruck erweckt wird, man könne nach nur 28 Tagen wieder gut hören. Was steckt dahinter? Hoergeraete-info.net klärt auf.

Bei Nutresin Herbapure Ear handelt es sich um ein Öl. Die genaue Zusammensetzung bleibt ein Geheimnis des Herstellers.

Versprochen wird Folgendes:

Sie befreien sich von dem murmurs und dem Quietschen, dass das Gerät ausstrahlt
Vergessen Sie die Scham und das Unbehagen, das Sie durch die Kamera fühlen, die aus dem Ohr herausragt
wird Infektionen vorbeugen, die das Gerät abruft, das im Ohr getragen wird
Sie werden alles und alle hören die ganze Zeit!
Sie sparen Tausende von Euros, anstatt diese auf ineffektiven Hörgeräte und Batterien zu verschwenden, die häufig ausgetauscht werden müssen.

Ich habe eine natürliche Methode entwickelt, die Ihren toten Hörzellen Leben einhaucht

Dank dessen – Sie werden kein Hörgerät mehr brauchen, auch wenn Ihnen totale Taubheit droht… Sie werden alle Probleme vergessen, die Sie wegen Ihres schlechten Gehörs belästigen. Du wirst deinen Fernseher verlassen, um Wiederholung bitten oder einfach nur so tun, als ob du hörst. Sie können die Wörter sogar im Lärm oder telefonisch abholen.

Auch wenn wir nicht wissen, was das für eine „Kamera“ sein soll, „die aus dem Ohr herausragt“ und wenn statt Murmeln da „murmurs“ steht, wird doch deutlich, dass der Hersteller und Vertreiber eindeutig verspricht:

EINE METHODE, DIE IHREN TOTEN HÖRZELLEN LEBEN EINHAUCHT

Sie müssen überhaupt nichts von der menschlichen Anatomie verstehen, um sofort zu begreifen, dass das absoluter medizinischer Schwachsinn ist.

Unser Ohr besteht aus Außenohr, Mittelohr und Innenohr.
Die „Hörzellen“, denen Nutresin Herbapure Ear wieder Leben einhauchen will, sitzen im Innenohr in der Hörschnecke (cochlear), also in unserem Kopf.
Am Ende unseres Gehörgangs sitzt aber zur Abtrennung zum Mittelohr das Trommelfell.

Wenn aber die Sinneszellen im Innenohr, also im Kopf eines Menschen, in Mitleidenschaft gezogen wurden, wie bitteschön soll ein in den Gehörgang geträufeltes Öl zu diesen Sinneszellen gelangen?
Es ist schlichtweg das Trommelfell im Weg.

Wer sich Substanzen ins Ohr schüttet, sollte vorher unbedingt mit einem HNO-Arzt oder Apotheker darüber sprechen.
Manche menschen haben Trommelfellverletzungen, von denen sie gar nichts wissen. Dringen dann Flüssigkeiten o.ä. durch diese Öffnungen ins Mittelohr, sind gesundheitliche Probleme und Infektionen vorprogrammiert.

Pflegeöle sind für die Ohren nicht notwendig. Wir produzieren Ohrenschmalz. Obwohl dieses Ohrenschmalz von vielen als unschöne Körperausscheidung angesehen wird, ist es ein sehr gesundes und wichtiges Mittel, um unsere Ohren zu „schmieren“. Ohrenschmalz wirkt antibakteriell und reinigt unsere Ohren. Irgendwelche unbekannten Substanzen können diese gesunde Flora schädigen und unserer Meinung nach möglicherweise auch zu Problemen führen.

hörgeräte erfahrung

Hinweis:

Diese Einschätzung gibt nur persönliche Meinung und Erfahrungen wieder. Vor Entscheidungen in Rechts-, Steuer- und Medizinfragen bitte immer eine Fachperson fragen. Das ist günstiger als Sie denken. Verlassen Sie sich nie auf Wissen, das Sie sich nur im Internet zusammengefischt haben!

© Hoergeraete-info.net



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