• Wenn die Übertragung in die Hose geht: Moxi flex:trial

    Das Geniale am Unitron Moxi all-System habe ich Ihnen ja schon in diesem Artikel beschrieben: Sie erhalten auf Wunsch zu nächst ein Gerät in der flex:trial-Version.
    Dieses Hörgerät entspricht dem Original Moxi all von Unitron bis auf eine Kleinigkeit. Es tut nur vorübergehend Dienst an Ihrem Ohr. Mit diesem Testgerät können Sie das Moxi all System nach Herzenslust testen. Der Akustiker kann Ihnen verschiedene Leistungsstufen probeweise freischalten und mit Ihnen gemeinsam über Wochen und Monate die perfekten Einstellungen ermitteln.

    Haben Sie dann die besten Einstellunge gefunden und sind Sie zufrieden, und haben sich auch noch für den Kauf eines Moxi all 500, 600 oder 700 usw. entschieden, dann bestellt der Akustiker Ihr ganz persönliches Gerät. Hierbei können Sie auch noch aus einer ganzen Palette Ihre bevorzugte Wunschfarbe auswählen.

    So, und dann kommt der Tag, an dem der Akustiker Ihnen Ihr ganz persönliches Moxi All anlegt und das Ohrpassstück ins Ohr setzt.

    Das Schöne: Zuvor hat der Akustiker die mühsam ermittelten Daten und Einstellungen des flex:trial-Geräts auf seinem Rechner in Ihrem Kundenprofil abgelegt.
    Es genügt nun ein Neustart Ihres Hörgeräts und ein Mausklick und schon werden diese Daten auf Ihr neues Hörgerät übertragen.

    Eine erneute umfangreiche Anpassung ist nun nicht mehr notwendig.

    So einfach kann das sein.

    So einfach könnte es sein!

    Denn es ist vorgekommen, dass das neue Hörgerät sich weigerte, die Einstellungen zu übernehmen. Vom Ablauf her und den Bildschirmanzeigen sah alles gut aus. Frohen Mutes verließ der Kunde das Hörstudio, um dann im Verlaufe des Tages festzustellen, dass das Hörgerät … entschuldigen Sie den Ausdruck… scheiße klingt. Alles klingt blechern, es gibt ständig Rückkopplungen und alles erscheint viel zu laut und fremd.

    Das kann es ja nicht gewesen sein. Wozu die ganze Testerei, wenn das neue Gerät jetzt klingt, „wie aus der Pappschachtel“.

    Was ist passiert?

    Der Akustiker hat die ermittelten Werte aus dem flex:trial in den Rechner übernommen.
    Er überspielt die Werte auf das nun kundeneigene Moxi all.
    Doch es werden nur Standardwerte übernommen, die gewonnenen Werte bleiben unberücksichtigt.

    Am nächsten Tag kommt der Kunde und der Hörakustiker hängt das Moxi all wieder drahtlos an seinen Rechner. Zu seinem Erstaunen sind absolut fremde und nicht dem Kunden entsprechende Werte eingetragen.
    Das Hörgerät ist schlichtweg verstellt.

    Wie kann man sich als Hörakustiker helfen?



    Anzeige


    Nehmen Sie als Hörakustiker noch einmal das hoffentlich noch vorhandene flex:trial-Gerät, auf dem die für diesen Kunden geeigneten Werte gespeichert sind.
    Lesen Sie die Werte erneut mit der Unitron-Software ins Kundenprofil.
    Hängen Sie das flex:trial nun ab und verbinden Sie unmittelbar danach das neue Moxi all. Verändern Sie keinen einzigen Parameter!
    Überspielen Sie nun die Werte mit der Funktion „vom System übernehmen“.
    Danach sollte auch das neue Moxi all die Werte des flex:trial übernommen haben.

    Keine Kommentare möglich

    Lesen Sie auch

    Hörgeräte mehrmals täglich wechseln?

    Sie haben geschrieben, man soll nicht ständig die Hörgeräte wechseln. Es gehe um die Einge…