• Wenn das Hörgerät nervt

    Sie tragen ein Hörgerät. Dieses ist optimal auf Ihren Hörverlust eingestellt. Die Otoplastik passt wie angegossen. Eigentlich sind Sie rundherum zufrieden mit dem Gerät oder den beiden Geräten.
    Und doch kommt manchmal so ein Tag. So ein Tag, an dem Sie und Ihre Hörsysteme einfach nicht harmonieren. Die Hörgeräte nerven, sie drücken im Ohr, sie kommen Ihnen schlecht angepasst vor und Sie würden am Liebsten sofort die Dinger wieder rausnehmen.

    Wie kommt es dazu?

    Die Ursache liegt in den seltensten Fällen am Hörgerät. Meistens ist der Hörgeräteträger einfach an diesem Tag nicht in Form.

    Die Ursachen können vielfältig sein.

    • Kopfschmerzen
    • Kopfdruck
    • schwankender Blutdruck
    • Wetterfühligkeit
    • Kreuz- und Gliederschmerzen
    • aufkommende Erkältung
    • Medikamente
    • Depressionen
    • schlechte Laune
    • Stress

    Wir haben hier nur einige der Ursachen aufgelistet. Es gibt noch viel mehr. Aber Sie können deutlich erkennen, dass es einerseits körperliche Einflüsse, wie eine „Erkältung im Anzug“ sein können, andererseits aber auch psychische Faktoren wie Stress und schlechte Laune.

    Bei alle diesen Faktoren gibt es Spitzentage, an denen einfach alles zusammenkommt.
    Da wird das Hörgerät dann -obwohl es gute Dienste leistet- schnell mal als unangenehmer Ballast empfunden.

    Das können Sie tun

    Notieren Sie sich an solchen Tagen bitte den Zustand Ihres Allgemeinbefindens. Schreiben Sie auf, ob Sie als Frau eventuell Ihre Periode haben, an Kopfschmerzen litten oder ob es besonders heiß, nass oder kalt war.
    Machen Sie das mehrmals. Wenn Sie einige solcher Tage schriftlich aufgezeichnet haben, können Sie mit Ihrem Hörakustiker darüber sprechen. Er kann Ihnen beispielsweise, wenn Sie die Otoplastik als zu drückend empfinden, eine weichere Alternative anfertigen.
    Ansonsten sind Sie bei Ihrem Hausarzt sehr gut aufgehoben. Erklären Sie ihm die Problematik und besprechen Sie die Symptome. Eventuell gibt es gute Entspannungsübungen oder auch Medikamente, die Ihnen helfen können.

    Ich hatte mit einer Frau zu tun, die oft ein Rauschen und Sausen in den Ohren hatte. Das kam nur an ein paar Tagen im Monat vor. Der Arzt verschrieb ihr leichte Tropfen für den Blutdruck. Seitdem sie diese an einem „schlechten Tag“ nimmt, hat sie diese Probleme nicht mehr.

    Wenn Sie im Berufsleben stehen und mit den Hörgeräten arbeiten müssen, bietet sich an, ab und zu mal eine kurze Hörgeräte-Pause einzulegen. Nehmen Sie jede Stunde die Hörgeräte für 5-10 Minuten heraus und gönnen Sie Ohren und Kopf Entspannung.

    Aber wenn Sie die Möglichkeit haben, einfach mal ab und zu einen hörgerätefreien Tag einzulegen, so schadet das weder Ihrem Hörvermögen, noch dem Hörgerät.
    Gönnen Sie Ihrem Gehirn einfach mal einen Tag Hörentspannung.

    Hinweis: Diese Einschätzung beruht auf meinen persönlichen Erfahrungen und gibt ausschließlich meine Meinung wieder. Zu Rechts-, Steuer- und medizinischen Themen sollten Sie immer einen ausgewiesenen Fachmann fragen. Das ist oft günstiger als man denkt. Verlassen Sie sich nie auf Erkenntnisse, die Sie sich nur im Internet zusammengefischt haben!



    Anzeige


    Bild: © Wilhelm

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

    Lesen Sie auch

    Qualitätskontrolle durch Ohrenarzt nicht ausreichend?

    Der übliche Weg zum Hörgerät führt an einem Besuch beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO) nicht …