Ich will keine Otoplastik!

Moderne Hörsysteme: Kaum noch sichtbar

Eine junge Frau (28) ruft uns am Montag ganz verzweifelt an. Sie ist Hörgeräteneuling und wurde von ihrem Hörakustiker mit Oticon Hörgeräten versorgt.
Der Einfachheit halber hat ihr der Hörakustiker die Erstanpassung mit Schirmchen (Domes) gemacht. Jetzt, nachdem die Ausprobe beendet ist, und die Frau mit ihren endgültigen Hörgeräten versorgt ist, treten erste Probleme auf. Das alles hat ein wenig mit der Gewöhnung und den Anfangsschwierigkeiten zu tun.

Die Frau hat sich inzwischen an das Tragen der Geräte gewöhnt. Ihr Hörsinn kommt nun, nach etlichen Wochen, mit den neuen Höreindrücken gut zurecht. Am Anfang erschienen ihr die Hörgeräte als viel zu laut. Der Hörakustiker hat sie dann etwas „zurückgedreht“.

Nun aber, nach der Eingewöhnung, empfindet sie das Gehörte als zu leise. Die Hörgeräte sind jetzt auf das richtige Maß „hochgedreht“. Das führt aber aufgrund der notwendigen Verstärkung zu dauernden Rückkopplungen. Der Hörakustiker verspricht der jungen Dame, diese Probleme würden sofort aufhören, wenn sie eine Otoplastik tragen würde.

Davon ist die junge Frau aber gar nicht begeistert. Sie glaubt, Otoplastiken würde man zwangsweise sehen und damit wäre sie sofort als Behinderte gebrandmarkt.

Ich habe der Dame in unserer Telfonsprechstunde gesagt, dass es Otoplastiken gibt, die man überhaupt nicht wirklich sehen kann.
Diese sind aus hauchfeiner Folie gefertigt und aufgrund ihrer Weichheit sehr angenehm zu tragen.

Mit solchen Otoplastiken bekommt man eine wunderschöne Versorgung hin. Ich selbst habe diese Form von weicher Otoplastik ausprobiert und bin begeistert davon.
Sie sind ebenso angenehm und unbemerkbar zu tragen, wie die Schirmchen. Sehen kann man sie von außen auch kaum. Und wenn man das vorher angibt, können sie auch in schwarz oder braun gefertigt werden, sodaß sie im Schatten des Gehörgangs noch weniger ins Auge stechen.



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