• Warum sehen fast alle Hörgeräte gleich aus?

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    etzt wird es wahr, ich muss ab bald Hörgeräte tragen. Es sind Hinterohr-Geräte. Noch befinde ich mich in der Testphase. Was mir aber aufgefallen ist: Alle Hörgeräte, die der Hörakustiker mir gezeigt hat, sehen irgendwie doch gleich aus. Ich würde die Form mal als bohnenförmig bezeichnen. Weshalb läßt sich da niemand was Neues einfallen. Warum sehen fast alle Hörgeräte gleich aus?

    Hier gilt einfach der Designgrundsatz „Form follows function“. Das bedeutet, dass die Form der Hörgeräte ihrer Funktion angepasst wurde.

    Die Hinter-dem-Ohr-Geräte finden hinter der gebogenen Ohrmuschel ihren Platz. Deshalb haben die meisten Geräte diese gebogene Form.
    Die tropfenförmige, oder wie Sie es nennen bohnenförmige Form ergibt sich daraus, dass die Geräte sich nach oben-vorne hin verjüngen.
    Dort ist der Schallschlauch bzw. das Kabel angebracht und das Hörgerät soll hier möglichst wenig auftragen.

    Am unteren Ende befindet sich die Batterie. Hierbei handelt es sich um flachzylindrische Knopfzellen. Diese bestimmen die Form des unteren Endes des Hörgeräts.

    Weil die anatomischen Gegebenheiten eben immer die gleichen Voraussetzungen schaffen, hat sich die aktuelle Form der Hörgeräte als die bislang optimale herauskristallisiert.
    So ist es klar, dass alle Hersteller im Grunde auch dieser funktionellen Formsprache folgen.

    Der eine gestaltet die Geräte etwas runder und weicher, ein anderer setzt auf abgeschrägte Kanten.
    Aber ganz gleich, welche Designs umgesetzt werden, letztendlich ist das Ohr der Maßstab. Wichtig ist immer, dass die Hörgeräte auch bequem zu tragen sind.
    Allein das setzt der Phantasie beim Design von Hörgeräten schon enge Grenzen.



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    Immer mal wieder gibt es natürlich Ausreißer unter den Herstellern, die versuchen, mit ungewöhnlicher Formensprache einen Schritt in eine andere Richtung zu gehen.
    Aktuell ist das bei dem neuen Hörgerät von Signia, dem Styletto so der Fall.

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