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Warum gibt es keine Hörgeräte mit Solarbetrieb?

Hörgeräte werden immer noch in den meisten Fällen von Batterien gespeist. Mit Riesenschritten geht aber die Entwicklung immer leistungsfähigerer Hörgeräte mit Akkutechnik voran. Akkutechnik ist mittlerweile nicht nur den Spitzenmodellen vorbehalten, sondern die wiederaufladbaren Hörgeräte sind zunehmend auch im mittleren und unteren Preissegment anzutreffen. Allerdings müssen die Akku-Hörgeräte nachts in einer Ladestation aufgeladen werden. Warum gibt es keine Hörgeräte mit Solarzellen?

Nun, das Problem liegt einfach in der Physik. Damit eine Solarzelle genügend Strom produzieren kann, muss sie entsprechend groß sein. Hierfür ist auf der Oberfläche von Hörgeräten einfach nicht genug Platz.
Außerdem werden Hörgeräte hinter dem Ohr oder sogar im Ohr getragen, sodass wenig, bis gar kein Licht auf die Hörgeräte treffen kann. Die jeweilige Haartracht und Kopfbedeckung spielt auch eine Rolle.

Die Hörgerätehersteller haben verschiedenste Patente angemeldet, die sich dem Thema Licht und Photovoltaik widmen.
Ein Patent beispielsweise sieht vor, dass am Hörgerät unter einer semitransparenten Abdeckung Solarzellen angebracht sind. Nachts stellt öffnet man diese Klappe und stellt die Hörgeräte in ein extra dafür vorgesehenes Ladegerät, das dann elektrisches Licht auf diese Solarzellen scheinen lässt. Dadurch werden die Hörgeräte wieder aufgeladen.

Der Nachteil ist natürlich, dass es sich nicht um eine wirklich echte solarbetriebene Hörgerätetechnik handelt. Das wäre nur gegeben, wenn die Hörgeräte beim Tragen tagsüber sich ständig aufladen würden.
Ein Vorteil gegenüber einer herkömmlichen Ladestation mit Induktions- oder Kontaktladung ist nicht erkennbar.

Ein anderes Patent geht einen gänzlichen unterschiedlichen Weg. Hier kann die Ladestation, die mit Solarzellen versehen ist, tagsüber an einem Fenster Sonnenlicht einfangen und einen internen Akku laden. Abends stellt der Anwender seine Akku-Hörgeräte in die durch Sonnenlicht aufgeladene Ladestation und lädt sich so indirekt Sonnenstrom in seine Hörgeräte.

Vielversprechender ist da die angekündigte Brennstoffzelle, die bald in Hörgeräten eingebaut werden soll. Widex bringt Hörgeräte, die keine Akkus oder Batterien mehr enthalten, sondern sozusagen ein eigenes kleines Kraftwerk.
Die Brennstoffzelle muss ebenfalls an einer speziellen Ladestation aufgeladen werden, allerdings gelingt die Aufladung in sagenhaften 20 Sekunden. Damit hätte Widex die Nase weit vorne.

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Hier können Sie die entsprechenden Patentschriften nachlesen

https://patents.google.com/patent/US8503703B2/en
https://patents.google.com/patent/US8712085



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Lesezeit ca.: 3 Minuten



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