• Starkey Livio AI: Übersetzer und Fitness-Tracker

    Starkey Livio AI: KI-Hörgerät ist Übersetzer und Fitness-Tracker

    Der Babelfisch ist vielen von Ihnen sicher ein Begriff. In „Per Anhalter durch die Galaxis“ stecken sich die Protagonisten einen solchen Babelfisch ins Ohr und können sofort jede beliebige Sprache verstehen.
    So etwas mit KI zustande zu bringen, daran arbeiten weltweit verschiedene Forschungsinstitute und Hersteller.
    Noch scheitert das an der notwendigen Rechenkapazität und der benötigten Software. Schließlich soll das Ganze nicht nur fehlerfrei und zuverlässig funktionieren, sondern auch möglichst klein sein.

    Jetzt startet der US-Amerikanische Hörgeräte-Hersteller Starkey einen ersten Versuch in diese Richtung.
    Mit dem jetzt vorgestellten Hörgeräte Livio AI werden zwar nicht die Gehirnwellen des Hörgeräteträgers angezapft, aber immerhin soll das Hörgerät tatsächlich übersetzen können. Und das soll in 27 Sprachen funktionieren.

    Dazu hat Starkey sein Hörgerät Livio AI mit einem „Künstlichen-Intelligenz-System (KI)“ ausgestattet. Dieses steuert das Hörgerät so, dass es beispielsweise die Mikrofone so ansteuert, dass der Hörgeräteträger in den verschiedensten Hörsituationen ein optimales Hören und Sprachverstehen haben soll.
    Das ist nichts weltbewegend Neues, das können Geräte anderer Hersteller auch. Und ab man bei den ausgeklügelten Algorithmen, die mittlerweile nahezu jedes Hörgerät anwendet, um ein gutes Verstehen im Störgeräusch zu erzielen, von künstlicher Intelligenz sprechen kann, ist vielfach ja auch reine Auslegungssache.

    Anders als anderswo beschrieben, verfügt das Gerät über keine WLAN-Netzanbindung.Es kommuniziert via Bluetooth und kann so Audio-Signale vom Fernseher, Handy oder anderen mit einem Bluetooth-Steramer von Starkey ausgerüsteten Geräten empfangen.

    Ein weitere Feature ist Geo-Tagging. Der Hörgeräteträger kann bestimmte Örtlichkeiten taggen, sodass das Hörgerät automatisch Bescheid weiß, wenn er wieder in dieser Hörumgebung ist. Es kann dann auf vorherige Einstellungen zurückgreifen und das passende Hörprogramm einstellen.

    Starkey ist besonders stolz darauf, das Livio Ai als bislang ersten Hörgerät der Welt mit Sensoren aus der Mobilfunktechnik ausgestattet zu haben. So kann das Gerät beispielsweise erkennen, ob der Hörgerätenutzer hinfällt. In einem solchen Unglücksfall wird eine vorher eingestellte SMS an eine ebenfalls vorher festgelegte Rufnummer abgesetzt.
    Die Sensoren sind auch dazu geeignet, das Hörgerät als Fitness-Tracker zu verwenden.

    Zusammen mit dem Smartphone und der passenden App von Starkey mutiert das Livio Ai zu einem Übersetzungshörgerät.
    So ganz Babelfisch ist das nicht, aber es geht ein bißchen in diese Richtung.
    Und das soll so funktionieren:

    Wenn sich der Hörgeräteträger mit einem Fremdsprachler unterhält, übersetzt die Smartphone App das Gehörte und spielt es in der Sprache des Hörgeräteträgers im Ohr wieder ab.
    Sagt der Hörgerätenutzer etwas in seiner eigenen Sprache, wird das auch übersetzt, aber als Text auf dem Smartphone angezeigt.

    Damit folgt Starkey einem Trend, den auch andere Hörgeräte-Hersteller längst eingeschlagen haben. Das Hörgerät soll weg vom Prothesen-Image hin zum Lifestyle-Produkt gebracht werden.

    Zuerst kommt das neue Hörgerät in den USA und Kanada heraus. Ab 2019 ist ein Launch in 20 weiteren Ländern geplant.

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    Bilder:
    Titelbild © Starkey
    Sprachen: Tessakay / Pixabay

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