• Sonova kündigt neues Aktienrückkaufprogramm an

    Die Sonova Holding AG, ein Schweizer Hörsystemhersteller (ISIN: CH0012549785) hat beschlossen ein neues Aktienrückkaufprogramm im Umfang von maximal 1,5 Mrd. Franken zu starten.
    Es soll im Oktober 2018 beginnen und maximal 36 Monate dauern.

    Wer ist Sonova?

    Sonova hat seinen Sitz in Stäfa in der Schweiz. Das Unternehmen ist Hersteller von Hörgeräten, Implantaten oder auch drahtlosen Kommunikationslösungen.
    Zu den Marken, die unter dem Dach Sonova zusammengefasst sind, gehören Phonak, Unitron, Hansaton, Advanced Bionics oder auch AudioNova.
    Der Unternehmen wurde 1947 gegründet und beschäftigt heute über 14.200 Mitarbeiter.

    Im Geschäftsjahr 2017/2018 erzielte Sonova einen Umsatz von 2,65 Mrd. Franken sowie einen Reingewinn von 407,4 Mio. Franken.

    Weshalb Aktienrückkauf?

    Für den Laien ergibt sich natürlich die Frage, weshalb Unternehmen eigene Aktien zurückkaufen. Warum machen die das? Und hat das eher Vor- oder Nachteile für die Aktionäre?

    Definition: Das ist ein Aktienrückkauf

    Bei einem solchen Aktienrückkauf kauft ein Unternehmen eigene Aktien.
    Meist geschieht das direkt über die Börse und die Aktien werden von Anlegern erworben.
    Anschließend kann das Unternehmen zwei Dinge mit den Aktien machen. Entweder die Papiere werden eingezogen und es verringert sich die Anzahl der Aktien deutlich.
    Oder aber das Unternehmen behält die Aktien vorläufig in seiner Bilanz.

    Weshalb Aktienrückkauf eigener Aktien?

    Die genauen Gründe kennt man nicht. Es gibt aber verschiedene Ansätze, die damit verfolgt werden können.
    Sehr üblich ist die Begründung, ist der Wille den eigenen Aktienkurs zu pflegen und zu stützen.
    Durch die vermehrte Nachfrage nach diesen Aktien wird der Aktienkurs gestützt.

    Es gibt aber durchaus noch weitere gute Gründe:

    • feindliche Übernahmen können durch Verknappung der verfügbaren Aktien abgewehrt werden
    • durch den Rückkauf erhöht sich der Gewinn je Aktie und ergibt eine verbesserte Kapitalrendite
    • Es können Belegschaftsaktien aus dem Erwerb eigener Anteile geschaffen werden
    • Das Ziel ist die Schaffung einer Akquisitionswährung in Form eigener Aktien

    Welche Vorteile hat der Aktienrückkauf für Aktionäre?

    Meist überwiegen für die Aktionäre die Vorteile eines Aktienrückkaufs deutlich. Der Kurs dieser Wertpapiere wird stabilisiert. Es sind anschließend auch weniger Aktien unterwegs, sodaß der Unternehmensgewinn auf weniger Wertpapiere verteilt werden muss. So kann die Dividende pro Papier deutlich steigen.

    Die Nachteile des Aktienrückkaufs

    Unseriöse Unternehmen können durch einen Aktienrückkauf auch teils ungerechtfertigte Vorteile in Anspruch nehmen. Beispielsweise kann der Rückkauf zu einem überhöhten Kurs erfolgen. Dadurch wird Kapital des Unternehmens, das im Prinzip den Aktionären gehört, nahezu verschwendet werden.
    Wenn dann noch die Rückkäufe über Kredite finanziert werden, kann eine Gefährdung für die kommenden Jahre entstehen. Schließlich kann bei einem Zinsanstieg die Rückzahlung der Kredite enorme Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung haben.

    Fazit: Aktienrückkauf

    So ein Aktienrückkaufprogramm kann durchaus sowohl positive wie auch negative Auswirkungen haben. Allerdings überwiegen die Vorteile für Kleinaktionäre.
    Schließlich sind Kursanstiege im Zuge eines solchen Rückkaufs regelmäßig festzustellen.



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    Bild: PIX1861 / Pixabay

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