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Otoskop

Zur Untersuchung des Gehörgangs setzen Hals-Nasen-Ohren-Ärzte und Hörakustiker das Otoskop ein. Der Name Otoskop kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie Ohrenspiegel (von altgriechisch οὖς Gen. ὠτός „Ohr“ und σκοπέω „betrachten“).

Das Untersuchen von Gehörgang und Trommelfell heißt Otoskopie. Eine solche Otoskopie nehmen die HNO-Ärzte und Hörakustiker vor, um das Erscheinungsbild des Gehörganges und Trommelfells betrachten zu können. Es sollen andere Ursachen für eine Schwerhörigkeit ausgeschlossen werden. Auch kann mit dem Otoskop gesehen werden, ob z.B. Fremdkörper oder Ohrenschmalz den Gehörgang blockieren.

Ein Otoskop ist wie eine Taschenlampe aufgebaut. Es besteht aus einem Handgriff, der den Akku oder die Batterie enthält und einem Kopfstück, das die Lichtquelle und den Ohrtrichter trägt.

Das Licht wird von unten zur Seite (ins Ohr) abgelenkt, während der Untersucher von der Seite durch die Optik ins Ohr schaut

Auf die dem Ohr zugewandten Seite wird ein Trichter aufgesteckt, der für die notwendige Hygiene sorgt. Hier gibt es metallene Trichter, die gereinigt, desinfiziert und wiederverwendet werden können und solche aus Kunststoff, die nur für den einmaligen Gebrauch bestimmt sind.

Die Hörakustikerin stützt das Otoskop mit einem Finger ab, um im Falle einer Bewegung des Patienten gegensteuern zu können.

Der Trichter wird in das Ohr eingeführt und der Hörakustiker schaut durch das Otoskop ins Ohr des Patienten.
Die Beleuchtung sorgt für eine schattenfreie Ausleuchtung des Gehörgangs.

Inzwischen gibt es auch Videootoskope.

Hierbei gibt es welche, die statt einer Durchsicht eine Aufsicht auf einen kleinen Monitor ermöglichen:

Diese Hand-Videootoskope sind vor allem auch für den mobilen Einsatz gedacht. Otoskope finden ja auch in anderen Bereichen der Human- und Tiermedizin Verwendung.

Neuere Geräte sind drahtlos oder mit Kabel an den Computer angebunden.

Ein Videootoskop ist ein Otoskop mit eingebauter CCD-Kamera und Kaltlichtquelle, das seine Bilder direkt an einen Bildschirm bzw. einen Video- oder Festplattenrecorder übermittelt. Es ermöglicht durch seine Vergrößerung eine noch differenziertere Befundung des Trommelfells und des äußeren Gehörgangs. Außerdem kann hier der Patient mitschauen. Die Bilder können auch Schritt für Schritt wieder abgespielt werden und auch ausgedruckt werden.

Blick durchs Otoskop


Geschichte

Das Otoskop ersetzte die seit dem 14. Jahrhundert beschriebenen Ohrenspekula. Die heute üblichen Ohrtrichter verschiedener Größe, die auf Otoskope aufgesteckt werden, wurden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt (als Erfinder gilt der französische Mediziner Jean-Pierre Bonnafont) und von Anton von Tröltsch ab 1860 bekannt gemacht.

Geschichte der Otoskopie

Der äußere Gehörgang ist ohne technische Hilfsmittel nur sehr beschränkt zugänglich. Anfangs waren es zangenförmige Spreizinstrumente. Die erste Beschreibung und bildliche Darstellung eines Ohren- und Nasenspekulums finden sich schon 1363.

Technisch ausgereifte Modelle wurden dann 1646 und 1772 vorgestellt. Kramer (1836) verbesserte das zangenförmige Instrument speziell für die Otoskopie und schuf so das in der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts am weitesten verbreitete Ohrspekulum.
Weitere Varianten dieses Typus stammten u.a. von Lincke und Schmalz (1846).

Ignaz Gruber in Wien entwickelte die ersten nicht gespaltenen und nicht spreizbaren Ohrtrichter aus Metall. Sie hatten eine einfache konische Form. W. R. Wilde aus Dublin hatte diese Trichter 1844 bei Gruber kennengelernt und sie dann systematisch verbessert. Durch ihn und A. v. Tröltsch, der sie wiederum bei Wilde gesehen hatte, wurden sie international verbreitet.

Eine andere, flaschenförmig geschwungene Trichterform geht auf Schmalz (1846) und Erhard (1859) zurück, wurde aber erst von Josef Gruber in Wien 1870 zu einem kommerziell verfügbaren Instrument entwickelt. Die heute gebräuchlichen Ohrtrichter sind von A. Hartmann in Berlin 1881 angegeben worden.

Spezielle Weiterentwicklungen: Eine wichtige Ergänzung der Hilfsmittel bei der Otoskopie, deren Bedeutung sofort erkannt wurde, war die Erfindung des pneumatischen Ohrtrichters durch E. Siegle 1864 in Stuttgart. Sie gestattete neben der Inspektion zugleich eine Prüfung der Beweglichkeit des Trommelfelles.

Das Otoskop des englischen Militärarztes J. Brunton von 1862 verband zuerst in handlicher Anordnung Ohrtrichter verschiedener Größen mit einer Beleuchtung und Lupenvergrößerung. Es ist ein gedanklicher Vorläufer der heute von Allgemeinärzten und Kinderärzten bevorzugten Otoskope mit Batteriebetrieb. Diese kamen etwa ab 1928 in Gebrauch.
Quelle: © Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York, Die Geschichte der Ohr-Specula, H. Feldmann



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