• Hörgeräte von zwei Firmen?

    Hi, ich habe zwei Hörgeräte von Widex. Viereinhalb Jahre alt. Eins ist jetzt kaputt gegangen. Leider blöderweise auf den Grill gefallen. Sieht aus wie ein Stück Erz.
    War heute beim Hörakustiker und hätte jetzt gerne als Ersatz für das Widex ein Phonak oder Unitron.
    Wahrscheinlich Phonak. Aber geht das überhaupt?

    Das kann ich Ihnen nicht exakt beantworten. Das hängt vor allem davon ab, ob Sie mit den Widex-Geräten eine binaurale Versorgung hatten, bei der die Hörgeräte sich „unterhalten“.
    Dann kann diese Kommunikation von Hörgerät zu Hörgerät nur aufrecht erhalten werden, wenn Sie wieder ein zum vorhandenen Gerät passendes nehmen.

    Allerdings sehe ich, dass Ihr vorhandenes Widex-Gerät viereinhalb Jahre alt ist. Es steht also in rund einem Jahr sowieso vermutlich eine Neuversorgung an. Hier wäre dann zu überlegen, ob man nicht gleich ein neueres Gerät vom angestrebten Hersteller nimmt und das in einem Jahr mit einem dazu passenden ergänzt.

    Bitte sprechen Sie unbedingt vorher mit Ihrer Krankenkasse. Es besteht durchaus die Möglichkeit auf Antrag ausnahmsweise vorzeitig eine Neuversorgung beZuschusst zu bekommen, wenn gravierende Gründe vorliegen. Tragen Sie das aber auch dem Hörakustiker vor.
    Lassen Sie sich allerdings nicht darauf ein, wenn es heißt, Sie müssten jetzt noch einmal so ein altes“ Gerät nehmen, um dann in einem guten Jahr zwei komplett neue zu kaufen.

    Versuchen Sie es nötigenfalls bei mehreren Hörakustikern. Diese sind unterschiedlich flexibel.

    Grundsätzlich gilt, dass man für beide Ohren auch Hörgeräte der gleichen Firma nehmen sollte. Aber es gibt natürlich, wie in Ihrem Fall, auch Ausnahmen.

    Wenn Sie Lust haben, dann schreiben Sie uns mal, gerne auch mit Foto, wie es zu dem Grillunfall mit dem zu Erz gewordenen Hörgerät gekommen ist.
    Das würde uns schon interessieren.



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    Bild: Meditations / Pixabay

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