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Das Hörgerät der Zukunft

Hörgerät der Zukunft

Bild von Stefan Keller auf Pixabay

Das Hörgerät der Zukunft sieht folgendermaßen aus. Wir erklären Ihnen in diesem Artikel, wie die Hörgeräte der Zukunft aussehen werden und was Sie von diesen Geräten erwarten dürfen. Es wird eine Reise in die nahe Zukunft. Einiges Hochinteressantes wird kommen.

Wie wird das Hörgerät der Zukunft aussehen?

Die kommenden Hörgerätegenerationen werden immer kleiner werden. Die Mikroelektronik bietet noch viel Potential zur Miniaturisierung. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis alle Hörgeräte so klein sind, dass sie komplett im Gehörgang getragen werden. Auch heute schon gibt sehr gute Im-Ohr-Hörgeräte (IdO), aber diese können noch nicht alles, was die etwas größeren Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte (HdO) können. Beim Hörgerät der Zukunft werden wir also erleben, dass die gesamte Elektronik in einem kleinen Gehäuse Platz findet. Mikrofone, Chip, Akku und Lautsprecher.

Wie werden die Hörgeräte der Zukunft mit Strom versorgt?

Die Hörgeräte der Zukunft werden ausschließlich mit Hochleistungsakkus betrieben werden. Batterien werden der Vergangenheit angehören. Auch Entwicklungen wie Stromversorgung mit Brennstoffzellen werden sich nicht am Markt etablieren. Die Akku-Technologie erfährt permanente Weiter- und Neuentwicklungen. Wir dürfen Akkus erwarten, die trotz geringer Baugröße in Minuten aufgeladen sind und dann tagelang halten.

Das Hörgerät der Zukunft muss auch nicht mehr unbedingt in eine Ladestation gesteckt werden. Die Aufladung kann drahtlos per Induktion geschehen, beispielsweise während des Schlafens.

Auf welche Weise werden die Hörgeräte der Zukunft bedient?

Knöpfe wird es keine mehr geben. Die Zeiten der Drehrädchen ist sowieso schon vorbei. Mit dem Signia Styletto haben wir bereits u.a. ein Hörgerät am Markt, das ohne eigene Bedienelemente auskommt. Heute setzen die Hörgerätehersteller auf Smartphone-Apps, mit deren Hilfe die Hörgeräte gesteuert werden können. Einige Hersteller haben eine Touch- oder Gestensteuerung vorgesehen. Hierbei muss das Hörgerät nur in einer bestimmten Weise berührt werden, um eine Funktionsänderung herbeizuführen. Oder aber man macht eine vorgegebene Geste in Ohrnähe, auf die das Hörsystem dann reagiert.

Zukünftige Hörgeräte-Generationen werden aber so intelligent sein, dass eine Steuerung durch den Hörgeräteträger nur noch in seltenen Fällen überhaupt notwendig wird. Hörsysteme werden den Muskeltonus, die Umgebung und andere biologische Faktoren auswerten können, um selbständig exakt passende Einstellungen zu finden.

Werden die neuen Hörgeräte besser sein als heutige?

Ja, definitiv. Kaum eine Branche bringt so viele Innovationen, wie die Hörgerätebranche. Weltweit arbeiten tausende von Ingenieuren, Entwicklern und Forschungsmitarbeitern am Hörgerät der Zukunft. Auch ist durchaus zu beobachten, dass die Innovationszyklen immer kürzer werden. Ähnliches haben wir ja bereits bei den Smartphones erlebt. Anfangs kauften sich die Menschen Mobiltelefone und glaubten, das sei eine einmalige teure Investition in ein Produkt, das sie viele Jahre nutzen würden. Doch die Technik schritt so schnell voran, dass die einstigen High-Tech-Produkte heute nur noch musealen Wert haben. Ja, es geht so weit, dass Menschen heute beinahe jedes Jahr ein neues Smartphone kaufen, ohne dass die neuen Geräte wesentlich mehr können als ihre Vorgänger.

Das ist bei Hörgeräte noch nicht ganz so, aber so in etwa wird es beim Hörgerät der Zukunft kommen.

Die Verständigung wird glasklar sein. Die Benutzer werden dank individuelle Anfertigung per 3D-Drucker die Geräte nicht mehr spüren. Man muss sie nicht mehr ständig herausnehmen, sondern kann sie dauernd tragen. Die Geräte stellen sich selbst ein.

Was gibt es noch bei Hörgeräten in der Zukunft?

Mit vielfältigen Sensoren werden die Hörgeräte die Körperfunktionen des Hörgeräteträgers überwachen. Änderungen von Pulsschlag, Herzrhythmus, Schweiß und Körpertemperatur werden gemessen und können Aktionen auslösen, wie beispielsweise eine SMS oder sogar einen Notdienst zu rufen. Insbesondere in Verbindung mit Lagesensoren, die Stürze oder am Boden liegende Personen erfassen können, werden Hörgeräte zu wichtigen Gesundheitszentren im Ohr.

Was werden die Zukunftshörgeräte denn kosten?

Die Hersteller werden nur noch ein Hörgerät pro Serie bauen. Dieses beinhaltet alle Komfortstufen. Das bedeutet: Selbst wenn Sie ein günstiges Hörgerät erwerben, beinhaltet es die Technik der Premium-Variante. Sie und Ihr Geldbeutel allein bestimmen dann, welche Funktionen zu welchen Preise freigeschaltet werden. Auch in Zukunft wird beim Hörgerät gelten, dass derjenige, der mehr bezahlt, auch mehr zusätzliche Funktionen nutzen kann.

Wir werden uns von der Hardware noch mehr lösen und Software wird die Unterschiede bei den Hörgeräten ausmachen. In Zukunft wird also das Gerät an sich nur noch eine untergeordnete Rolle spielen, stattdessen wird es auf die Version der Software ankommen.

Was wir uns vom Hörgerät der Zukunft wünschen

Wir würden es sehr begrüßen, wenn Hörgeräte nahtlos mit Sprachassistenten wie Google Assistant, Cortana, Siri und Alexa vernetzt werden könnten. Eine Sprachsteuerung der Hörgeräte wäre sehr wünschenswert. Überdies empfinden wir es als sehr sinnvoll, wenn die festen Kostenstrukturen für die Komfortstufen abgeschafft würden.

Bislang ist es ja so, dass es für ein bestimmtes Hörgerät immer mehrere Komfortstufen gibt. Mit jeder höheren (und zugleich teureren) Komfortstufe bekommt der Hörgeräteträger jeweils ein fest geschnürtes Bündel an weiteren Funktionen und Komfortmerkmalen.
Oft ist es aber so, dass der Anwender aus einem solchen teuren Bündel von Funktionen nur eine einzige oder wenige Funktionen haben möchte.

Deshalb wäre es beim Hörgerät der Zukunft wünschenswert, wenn der Anwender sich ganz gezielt und individuell einzelne Merkmale aussuchen und freischalten lassen könnte. Das sollte natürlich auch nachträglich immer möglich sein. Eventuell kann auch darüber nachgedacht werden, die Hörgerätefunktionen auf Mietbasis bereitzustellen. Dann zahlt der Hörgeräteträger nur noch dann für eine bestimmte Funktion, wenn er sie auch nutzt und er kann es jederzeit wieder abbestellen.

Welche Rolle spielt der Hörakustiker bei den Hörgeräten der Zukunft?

Auf den Hörakustiker wird auch in Zukunft nicht verzichtet werden können. Die Hörgeräte müssen nach wie vor eingestellt und nachjustiert werden. Aber das kann auch heute schon in vielen Fällen per Telecare drahtlos und ohne Besuch beim Hörakustiker via Internet geschehen. Das funktioniert jetzt schon sehr gut und wird in Zukunft selbstverständlich sein.

Mittels Scannerkamera wird der Hörakustiker die anatomische Form der Ohren ermitteln. Die Daten wird er an einen 3D-Drucker übermitteln, der dann die korrekt passende Gehäuseschale erstellt. So kann der Kunde auch schon zur Ausprobe immer ein passendes IdO-Gerät bekommen.

Reparaturen werden an den Hörgeräten der Zukunft aufgrund ihrer Winzigkeit kaum noch möglich sein. Die Geräte werden bei Bedarf einfach getauscht.

Hörgeräte werden in der Zukunft also kleiner, leistungsfähiger und vor allem bedienungsfreundlicher. Alles wird so funktionieren, dass der Hörgeräteträger selbst gar nichts mehr oder nur noch sehr, sehr wenig selbst machen muss. Den Rest erledigt zuverlässig die Automatik des Hörgerätes. Es wird also alles einfacher und praktischer.

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Bild von Stefan Keller auf Pixabay

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(si)





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Peter Wilhelm Hörgeräte-Experte
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