CIC-Hörgeräte: Was sind Completely-in-Canal-Hörgeräte? – Sie sind kaum größer als eine Bohne und verschwinden nahezu vollständig im Gehörgang – so unauffällig, als gehörten sie ganz selbstverständlich dorthin. CIC-Hörgeräte zählen zu den kleinsten verfügbaren Hörsystemen und verkörpern eine besonders minimalistische Form moderner Hörtechnik.
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- Alles auf einen Blick
- Was ist ein CIC-Hörgerät (Completely in the Canal)?
- Wie funktioniert ein CIC-Hörgerät?
- Für wen sind CIC-Hörgeräte geeignet?
- Wie finde ich heraus, ob ein CIC-Hörgerät für mich geeignet ist?
- Was spricht gegen ein CIC-Hörgerät?
- Was unterscheidet CIC-Hörgeräte von anderen IdO-Hörgeräten?
- Was ist der Unterschied zwischen CIC- und IIC-Hörgeräten?
- Was sind IIC-Hörgeräte – und warum ist die genaue Definition wichtig?
- CIC- und IIC-Hörgerät im Vergleich
- Wie wird ein Mini-im-Ohr-Hörgerät im Ohr platziert?
- Wie diskret sind CIC-Hörgeräte im Vergleich zu anderen Bauformen?
- Welche Technik steckt in einem CIC-Hörgerät?
- Welche Funktionen bieten moderne CIC-Hörgeräte?
- Gibt es CIC-Hörgeräte mit Bluetooth oder App-Steuerung?
- Gibt es wiederaufladbare CIC-Hörgeräte?
- Was ist beim Batteriewechsel bei CIC-Hörgeräten zu beachten?
- CIC-Hörgeräte: Welche Vorteile und Nachteile gibt es?
- Wie gut ist die Sprachverständlichkeit bei CIC-Modellen?
- Wie verhalten sich CIC-Hörgeräte bei starkem Hörverlust?
- Wie werden CIC-Hörgeräte individuell angepasst?
- Wie läuft das Probetragen eines CIC-Hörgeräts ab?
- 6 Pflegetipps: Wie reinige ich ein CIC-Hörgerät richtig?
- Wie lange halten Mini-im-Ohr-Geräte?
- Sind Mini-Hörgeräte reparierbar?
- Welche Hersteller bieten CIC-Hörgeräte an?
- Was kosten CIC-Hörgeräte?
- CIC-Hörgeräte: Preise in der Übersicht
- Welche Faktoren beeinflussen den Preis von CIC-Hörgeräten?
- Welche Kosten übernimmt die gesetzliche Krankenkasse bei CIC-Hörgeräten?
- Fazit
- Mini-im-Ohr-Hörgeräte: Häufig gestellte Fragen
- Bildquellen:
Sie erfüllen damit einen Wunsch, den viele Menschen mit Hörminderung haben: besser hören, ohne dass ein Hörgerät besonders auffällig sichtbar ist.
Im Gegensatz zu klassischen Hinter-dem-Ohr-Systemen sitzen CIC-Geräte vollständig im Gehörgang. Diese Position nutzt gezielt die natürlichen akustischen Eigenschaften der Ohrmuschel und des äußeren Gehörgangs. Die technische Herausforderung besteht darin, Mikrofone, Signalprozessor, Lautsprecher und Energieversorgung auf extrem engem Raum unterzubringen – und das bei gleichzeitig hoher Klangqualität, zuverlässiger Verstärkung und moderner Signalverarbeitung.
Alles auf einen Blick
- CIC-Hörgeräte gehören zur Gruppe der Im-Ohr-Hörsysteme und werden komplett im Gehörgang getragen.
- Aufgrund ihrer sehr kleinen Bauform sind sie vor allem für leichte bis mittelgradige Hörverluste geeignet.
- Sie sind von außen nahezu unsichtbar1 und zählen zu den sogenannten Mini-Hörgeräten.
- Geeignet sind sie insbesondere für Menschen mit hohem kosmetischem Anspruch, ausreichend großem und möglichst geradem Gehörgang sowie guter Feinmotorik.
- CIC- und IIC-Hörgeräte sind beide extrem klein, unterscheiden sich jedoch vor allem in der Tiefe, mit der sie im Gehörgang sitzen.
Was ist ein CIC-Hörgerät (Completely in the Canal)?
Die Abkürzung CIC steht für „Completely in the Canal“, also „vollständig im Gehörgang“. Genau dort befindet sich dieses Hörsystem: tief eingesetzt, meist bündig mit dem Eingang des Gehörgangs abschließend. Von außen ist in der Regel nur ein sehr feiner, transparenter Entnahmefaden sichtbar. Dieser besteht meist aus unauffälligem Nylon und dient ausschließlich dazu, das Gerät sicher wieder herauszuziehen.
CIC-Hörgeräte gehören zur Familie der Im-Ohr-Hörgeräte und stellen innerhalb dieser Bauform die diskreteste Variante dar. Ihr zentrales Merkmal ist die nahezu vollständige Unsichtbarkeit. Die tiefe Platzierung nutzt die individuelle Anatomie des Ohres optimal aus und ermöglicht eine besonders direkte Schallübertragung in Richtung Trommelfell.
Wie funktioniert ein CIC-Hörgerät?
Auch in ihrer winzigen Bauform arbeiten CIC-Hörgeräte nach dem gleichen hochentwickelten Prinzip moderner digitaler Hörsysteme. Winzige Mikrofone erfassen die Umgebungsgeräusche und wandeln sie in elektrische Signale um. Diese gelangen zu einem leistungsfähigen Mikrochip, der die akustischen Informationen in Echtzeit analysiert, filtert und entsprechend dem persönlichen Hörprofil des Trägers verarbeitet.
Bestimmte Frequenzbereiche werden gezielt verstärkt, während Stör- und Hintergrundgeräusche reduziert werden können. Das optimierte Signal wird anschließend über einen Miniaturlautsprecher direkt in den Gehörgang abgegeben.
Durch die sehr tiefe Position im Ohr entsteht ein besonders natürlicher Höreindruck. Die Ohrmuschel kann weiterhin als akustischer Trichter wirken und trägt zur räumlichen Orientierung sowie zur natürlichen Klangfärbung bei. Viele Nutzer empfinden den Klang daher als besonders authentisch und körpernah.
Für wen sind CIC-Hörgeräte geeignet?
CIC-Hörgeräte eignen sich vor allem für Menschen mit leichtem bis mittelgradigem Hörverlust, die großen Wert auf eine möglichst unauffällige Hörlösung legen. Besonders profitieren Personen, die sich überwiegend in ruhigen bis mäßig lauten Hörumgebungen bewegen.
Weniger geeignet sind CIC-Systeme bei starkem Hörverlust, da die sehr kleine Bauform physikalische Grenzen in der maximal möglichen Verstärkung setzt. Auch eingeschränkte Fingerfertigkeit kann ein Ausschlusskriterium sein, denn Einsetzen, Herausnehmen und insbesondere der Batteriewechsel erfordern ein gewisses Maß an Feinmotorik.
Zudem spielen die anatomischen Gegebenheiten eine entscheidende Rolle. Ein sehr enger, stark gekrümmter oder empfindlicher Gehörgang kann das Tragen erschweren oder unmöglich machen. Menschen mit ausgeprägter Ohrenschmalzbildung oder häufigen Gehörgangsentzündungen sollten gemeinsam mit ihrem Hörakustiker prüfen, ob alternative Bauformen langfristig die bessere Lösung darstellen.
Wie finde ich heraus, ob ein CIC-Hörgerät für mich geeignet ist?
Ich muss es gleich vorweg sagen: CIC-Hörgeräte sind nicht für jeden geeignet. Immer wieder berichten mir Ratsuchende in meinen Telefonsprechstunden, dass sie sich viel von den kleinen Geräten versprochen haben, dann aber doch nicht damit zurechtgekommen sind.
Ob ein CIC-Hörgerät zu Ihnen passt, lässt sich nicht allgemeingültig mit Ja oder Nein beantworten. Entscheidend sind mehrere persönliche Faktoren: der Grad der Hörminderung, Ihre typischen Hörsituationen im Alltag, Ihre Erwartungen an Komfort und Bedienung sowie die anatomischen Voraussetzungen im Gehörgang. Wer häufig in starkem Lärm unterwegs ist oder umfangreiche Zusatzfunktionen nutzen möchte, stößt mit dieser sehr kleinen Bauform unter Umständen schneller an Grenzen.
Der beste Weg zur passenden Entscheidung führt über mehrere, klar nachvollziehbare Schritte: ein professioneller Hörtest als Grundlage, ein Probetragen im Alltag und eine begleitende Beratung durch den Hörakustiker. Dabei wird nicht nur die Verstärkungsleistung geprüft, sondern auch, wie natürlich das Hören für Sie wirkt, wie gut Sie Sprache verstehen und ob das Handling im Alltag wirklich praktikabel ist.
Was spricht gegen ein CIC-Hörgerät?
Trotz ihrer hohen Diskretion sind CIC-Hörgeräte nicht für jeden Träger uneingeschränkt geeignet. Durch die sehr tiefe Platzierung im Gehörgang kann es bei manchen Menschen zu einem spürbaren Druckgefühl kommen, insbesondere in der Anfangsphase oder bei empfindlichen Gehörgängen. Auch Juckreiz oder Reizungen der Gehörgangshaut sind möglich, da das Gerät in engem Kontakt mit der empfindlichen Haut steht und die natürliche Belüftung des Gehörgangs eingeschränkt wird. Bei entsprechender Veranlagung kann dies die Entstehung von Entzündungen begünstigen.
Ein zentrales Thema ist zudem die sogenannte Okklusion. Darunter versteht man das Gefühl, als spreche man „im eigenen Kopf“ oder „in ein Fass“. Die eigene Stimme wird dabei als dumpf, hohl oder übermäßig laut wahrgenommen. Ursache ist der weitgehende Verschluss des Gehörgangs durch das Hörgerät, wodurch körpereigene Schallanteile – etwa beim Sprechen, Kauen oder Gehen – nicht mehr ungehindert entweichen können. Gerade bei CIC-Hörgeräten ist dieser Effekt ausgeprägter als bei offeneren Bauformen, da der Gehörgang nahezu vollständig abgeschlossen wird.
Ob Druckgefühl, Juckreiz, Reizungen oder Okklusion auftreten, hängt stark von der individuellen Anatomie, der Beschaffenheit des Gehörgangs und der Qualität der Anpassung ab. Eine präzise Maßanfertigung und mehrere Feinjustierungen sind daher besonders wichtig. Dennoch gilt: Menschen mit sehr empfindlichen Gehörgängen oder ausgeprägtem Okklusionsempfinden kommen mit weniger tief sitzenden oder offeneren Hörsystemen häufig besser zurecht.
Gerade bei In-dem-Ohr-Hörgeräten ist die Befolgung meiner Ratschläge aus meinen beiden tollen Ratgeber-Büchern sehr wichtig. Nehmen Sie sich besonders viel Zeit, um sich an die Hörgeräte zu gewöhnen. Viele der Beschwerden, wie das Fremdklingen von Sprache, Tönen und Geräuschen, das Stören der eigenen Stimme usw. verschwinden nach der Eingewöhnung ganz von allein.
Meine beiden Ratgeber erhalten Sie hier:
- Nicht senil, nur schwerhörig – und ich will kein Hörgerät – Ein umfassender Ratgeber für alle, die Hörgeräte tragen sollen, aber Probleme damit haben.
- Hörgerät – und nun? – Ein kompakter Ratgeber mit allem, was Sie wissen müssen, wenn Ihnen Hörgeräte verordnet wurden.
Was unterscheidet CIC-Hörgeräte von anderen IdO-Hörgeräten?
ITE-, ITC-, CIC- und IIC-Geräte gehören zu den Im-Ohr-Hörgeräten (IdO) und werden direkt im Ohr getragen. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Platz sie im Ohr einnehmen und wie tief sie im Gehörgang sitzen.
ITE-Modelle füllen weite Teile der Ohrmuschel aus und sind dadurch vergleichsweise gut sichtbar. ITC-Geräte sitzen teilweise im Gehörgang, bleiben aber ebenfalls noch erkennbar. CIC-Hörgeräte hingegen werden vollständig im Gehörgang platziert und sind deutlich kleiner als ITC- oder ITE-Varianten. Das macht sie besonders diskret, lässt aber naturgemäß weniger Raum für zusätzliche Technik als größere IdO-Modelle oder viele Hinter-dem-Ohr-Systeme (HdO).
Noch kompakter sind nur IIC-Hörgeräte: Sie sitzen im Vergleich zu CIC-Geräten meist noch tiefer im Ohrkanal.
Was ist der Unterschied zwischen CIC- und IIC-Hörgeräten?
Auf den ersten Blick wirken CIC- und IIC-Hörgeräte sehr ähnlich, denn beide Bauformen sind extrem klein. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch in der Sitzposition: CIC-Geräte sitzen vollständig im Gehörgang und schließen häufig etwa bündig mit dem Gehörgangeingang ab. IIC-Modelle werden noch tiefer eingesetzt und reichen – je nach Anatomie – sehr nah an das Trommelfell heran.
Dadurch sind IIC-Geräte in der Regel die unauffälligste Variante überhaupt. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die körperlichen Voraussetzungen: Der Gehörgang muss ausreichend lang, eher gerade und weit genug sein, damit ein IIC-Hörgerät überhaupt bequem und sicher getragen werden kann.
CIC-Hörgeräte gelten für viele Menschen als sinnvoller Mittelweg: sehr diskret, oft besser handhabbar und mit etwas mehr Spielraum für technische Ausstattung. Damit kommen sie für deutlich mehr Nutzerinnen und Nutzer infrage als die noch tiefer sitzenden IIC-Systeme.
Meine persönlichen Erfahrungen:

Ich hatte die Gelegenheit, diese sehr kleinen Hörgeräte, die tief im Gehörgang platziert werden, ausführlich zu testen. Sie mussten vom Hörakustiker nach einer ausführlichen Voruntersuchung im Hörakustikstudio eingesetzt werden. Nach dem Einsetzen kommt man als Hörgeräteträger an diese tiefsitzenden Hörgeräte nicht mehr heran. Es gibt nur für den Notfall einen Stift mit einem Ausziehhaken. Wiedereinsetzen kann man die Hörgeräte nicht selbst.
Der Klang der Winzlinge war gut und sie waren auch von außen überhaupt nicht zu sehen. Allerdings habe ich vom ersten Tag an ein sehr unangenehmes Gefühl im Ohr gehabt. Es wurde auch von einem leichten Jucken begleitet, das ich aber gar nicht so genau beschreiben kann. Das unangenehme Gefühl lag zwischen Fremdkörpergefühl und Juckreiz. Auch nach einer gewissen Eingewöhnungszeit besserte sich das leider nicht. Ich habe diese sehr tief im Gehörgang sitzenden Hörgeräte wieder entfernen lassen müssen.
Was sind IIC-Hörgeräte – und warum ist die genaue Definition wichtig?
IIC steht für „Invisible-in-the-Canal“ bzw. „unsichtbar im Gehörgang“. Diese Hörgeräte sind konzipiert, um noch tiefer im Gehörgang zu sitzen als CIC-Modelle und so von außen praktisch nicht erkennbar zu sein. Durch die tiefere Platzierung in Richtung des zweiten Knickes des Gehörgangs entstehen im Idealfall sehr diskrete Hörlösungen, die auch bei genauem Hinsehen kaum sichtbar sind. IIC-Geräte gelten daher als die unauffälligste Bauform unter den Im-Ohr-Hörsystemen und eignen sich vor allem für Menschen mit leichtem bis mittelgradigem Hörverlust, die Wert auf maximale Unsichtbarkeit legen2.
In der Praxis nutzen viele Hersteller die Bezeichnung „IIC“ allerdings recht großzügig. So werden gelegentlich Modelle, die zwar kleiner und unauffälliger sind als klassische CIC-Geräte, aber nicht signifikant tiefer im Gehörgang sitzen, ebenfalls als IIC beworben. Diese hören sich zwar für Außenstehende unsichtbar an, erreichen jedoch nicht die anatomisch tiefere Position unmittelbar vor dem Trommelfell, die für die traditionelle Definition eines IIC-Geräts typisch ist3.
Auch bei technisch sehr kleinen Geräten – etwa den völlig unsichtbaren Systemen wie der Phonak Lyric – ist die Situation eine Sonderform: Diese werden durch fachkundige Hörakustiker oder spezialisierte Fachpersonen gezielt sehr tief im Gehörgang platziert, nahe am Trommelfell, und können dort über Wochen oder Monate getragen werden, ohne dass der Träger sie täglich herausnimmt. Diese Art der Versorgung unterscheidet sich deutlich von vielen Standard-IIC-Modellen, die zwar diskret, aber nicht unbedingt so tief positioniert werden4.
Für Anwender bedeutet das: Nicht jedes als „IIC“ bepreiste Hörgerät erfüllt automatisch die strengste Definition dieser Bauform. Bei der Auswahl ist es daher sinnvoll, gezielt nach der erwarteten Sitzposition im Gehörgang, dem individuellen anatomischen Platzangebot und der tatsächlichen Tiefenlage der Geräte zu fragen. Nur so lässt sich beurteilen, ob es sich um ein wirklich „unsichtbares“ IIC-Gerät handelt oder eher um ein sehr kleines, aber höher sitzendes Modell, das marketingseitig unter dem Begriff „IIC“ geführt wird.
CIC- und IIC-Hörgerät im Vergleich
| Kriterium | CIC | IIC |
|---|---|---|
| Sitzposition im Ohr | tief im Gehörgang | noch tiefer im Gehörgang, nahe am Trommelfell |
| Sichtbarkeit | kaum sichtbar | nahezu unsichtbar |
| Technikraum | begrenzt | sehr begrenzt |
| Sprachverständlichkeit | sehr gut im Alltag | gut im Alltag, schwieriger bei starkem Lärm |
| Wind- und Umweltgeräusche | gut reduziert | sehr gut reduziert |
| Komfort beim Tragen | hoch | hoch, aber Gewöhnung kann nötig sein |
| Bedienung (Tasten/Batteriewechsel) | schwierig | noch schwieriger |
| Geeignet für | leichte bis mittelgradige Hörverluste | leichte bis mittelgradige Hörverluste |
| Bluetooth/Streaming-Optionen | eingeschränkt | selten |
Wie wird ein Mini-im-Ohr-Hörgerät im Ohr platziert?
Damit ein CIC-Hörgerät bequem sitzt und akustisch optimal arbeitet, ist die korrekte Platzierung wichtig. Das maßgefertigte Gehäuse sorgt für einen stabilen Sitz, ohne zu drücken oder zu verrutschen. Durch die individuelle Passform wird der Gehörgang weitgehend abgeschlossen, was die akustische Effizienz verbessert. Gleichzeitig braucht es beim Einsetzen etwas Fingerspitzengefühl.
Am Anfang ist ein wenig Übung nötig, doch in der Regel wird das Einsetzen schnell zur Routine. Da der Gehörgang nicht gerade verläuft, kann es helfen, den Ohrlappen leicht nach hinten zu ziehen. Dadurch wird der Kanal etwas begradigt und das Einführen erleichtert. Setzen Sie das Hörgerät am Gehörgangeingang an und schieben Sie es mit sanftem Druck hinein. Eine kleine Drehbewegung kann dabei unterstützen, bis das Gerät seine endgültige Position erreicht.
Am besten lernen Sie die richtige Technik unter Anleitung des Hörakustikers. Das Herausnehmen erfolgt über den feinen Nylonfaden: Ziehen Sie gleichmäßig und vorsichtig, ohne ruckartige Bewegungen, um den empfindlichen Gehörgang nicht zu reizen. Mit etwas Erfahrung wird das Ein- und Aussetzen zu einer automatisierten Alltagshandlung.
Wie diskret sind CIC-Hörgeräte im Vergleich zu anderen Bauformen?
Für viele Menschen spielt Diskretion eine zentrale Rolle. CIC-Hörgeräte gehören zu den unauffälligsten Hörsystemen, die derzeit erhältlich sind. Im Alltag zeigt sich das besonders deutlich: Brillen, Mützen oder Kopfhörer führen meist nicht zu Konflikten, und auch beim Telefonieren stört kein Gehäuse hinter dem Ohr. Selbst bei leichter Bewegung oder wenn man sich durch die Haare fährt, bleibt das Gerät in der Regel unbemerkt.
Im direkten Vergleich zu ITE- und ITC-Modellen ist der Unterschied klar: ITE-Geräte sind durch ihre Fläche in der Ohrmuschel sichtbar, ITC-Systeme ebenfalls zumindest teilweise. CIC-Geräte verschwinden dagegen vollständig im Gehörgang. Gegenüber Hinter-dem-Ohr-Hörgeräten (HdO) punkten CIC-Modelle vor allem dadurch, dass es keine äußere Komponente hinter der Ohrmuschel gibt, die je nach Frisur mehr oder weniger auffällt. Nur IIC-Hörgeräte übertreffen CIC-Modelle meist noch in puncto Unsichtbarkeit.
Welche Technik steckt in einem CIC-Hörgerät?
Trotz ihrer extrem kompakten Bauweise enthalten CIC-Hörgeräte sämtliche Kernkomponenten moderner Hörsysteme. Auf engstem Raum werden hochpräzise Bauteile integriert, die gemeinsam eine leistungsfähige Hörlösung ermöglichen.
- Mikrofone zur Aufnahme der Umgebungsgeräusche
- digitale Signalprozessoren zur Klangverarbeitung
- Verstärker zur individuellen Anpassung an den Hörverlust
- Miniaturlautsprecher zur Schallabgabe
- Batterie oder spezieller Mini-Akku zur Energieversorgung
Die technische Ausstattung eines CIC-Hörgeräts ist trotz der geringen Abmessungen äußerst komplex. Jede einzelne Komponente muss auf kleinstem Raum zuverlässig funktionieren. Die Entwicklung solcher Systeme erfordert hochspezialisiertes Know-how aus Bereichen wie Mikroelektronik, Akustik, Medizintechnik und Materialwissenschaft.
Welche Funktionen bieten moderne CIC-Hörgeräte?
Auch Mini-Hörgeräte verfügen heute über zahlreiche digitale Funktionen. Der konkrete Funktionsumfang hängt vom Hersteller und vom jeweiligen Modell ab.
- Rückkopplungsunterdrückung zur Vermeidung von Pfeifgeräuschen
- Störgeräuschreduktion zur Abschwächung von Hintergrundlärm
- digitale Signalverarbeitung mit KI-Algorithmen zur automatischen Situationsanpassung
- teilweise automatische Programmsteuerung je nach Hörumgebung
- Bluetooth- oder Funkanbindung bei ausgewählten Modellen, meist für Steuerung oder eingeschränktes Streaming
- Richtmikrofontechnik in vereinfachter Form, sofern der Bauraum es erlaubt
- Windgeräuschunterdrückung, insbesondere für den Aufenthalt im Freien
Moderne CIC-Hörgeräte vereinen damit trotz ihrer Baugröße erstaunlich viele Funktionen moderner Hörsysteme.
Gibt es CIC-Hörgeräte mit Bluetooth oder App-Steuerung?
Aufgrund der sehr kompakten Bauform sind CIC-Hörgeräte technisch stärker limitiert als größere Modelle. Dennoch gibt es inzwischen einzelne Geräte, die Bluetooth-Funktionen, App-Anbindung oder KI-gestützte Steuerungen bieten. Welche Funktionen verfügbar sind, hängt stark vom jeweiligen Hersteller und vom konkreten Modell ab.
Gibt es wiederaufladbare CIC-Hörgeräte?
Klassischerweise werden CIC-Hörgeräte mit sehr kleinen Zink-Luft-Einwegbatterien betrieben. Diese bieten eine hohe Energiedichte bei minimalem Platzbedarf und sind daher ideal für Miniaturhörgeräte. Mittlerweile existieren vereinzelt auch wiederaufladbare CIC-Modelle, bei denen speziell entwickelte Mini-Akkus und extrem kompakte Ladeelektronik zum Einsatz kommen.
Was ist beim Batteriewechsel bei CIC-Hörgeräten zu beachten?
Der Batteriewechsel erfordert etwas Übung und eine gute Feinmotorik. Wichtig ist, nur mit sauberen, trockenen Händen zu arbeiten, da Feuchtigkeit oder Hautfett sowohl die Batterie als auch die Kontakte beeinträchtigen können.
Nach dem Entfernen der farbigen Schutzfolie sollte die neue Zink-Luft-Batterie etwa eine Minute an der Luft liegen, bevor sie eingesetzt wird. In dieser Zeit strömt Sauerstoff ein, der für die chemische Aktivierung notwendig ist. Diese kurze Wartezeit erhöht in der Regel die Leistungsstabilität und Lebensdauer der Batterie. Beachten Sie hierzu stets die Herstellerhinweise.
Beim Einsetzen signalisiert ein leichter Widerstand oder ein sanftes Klickgeräusch, dass die Batterie korrekt im Fach sitzt.
UNSER TIPP:
Batterien sollten bei Raumtemperatur und in trockener Umgebung gelagert werden. Hitze, Kälte und hohe Luftfeuchtigkeit können die Lebensdauer deutlich verkürzen.
CIC-Hörgeräte: Welche Vorteile und Nachteile gibt es?
| Vorteile von CIC-Hörgeräten | Nachteile von CIC-Hörgeräten |
|---|---|
| nahezu unsichtbar im Ohr | sehr begrenzter Platz für Technik |
| diskrete Optik im beruflichen und privaten Alltag | nicht geeignet für hochgradigen Hörverlust |
| natürlicher Höreindruck | wiederaufladbare Modelle vergleichsweise hochpreisig |
| reduzierte Windgeräusche durch geschützte Lage | Bedienung und Batteriewechsel erfordern Feinmotorik |
| problemlos nutzbar mit Brillen, Mützen, Kopfhörern und beim Telefonieren | häufigere Reinigung notwendig |
| nicht für jede Gehörgangsform geeignet |
Wie gut ist die Sprachverständlichkeit bei CIC-Modellen?
Die Sprachverständlichkeit hängt bei CIC-Hörgeräten stark von der jeweiligen Hörsituation und vom Grad der Hörminderung ab. Bei leichter bis mittelgradiger Schwerhörigkeit und in moderat lauten Umgebungen erreichen sie bei korrekter Anpassung sehr gute Ergebnisse.
In stark geräuschvollen Situationen stoßen CIC-Systeme jedoch schneller an technische Grenzen als größere Hörgeräte. Die eingeschränkte Mikrofontechnik erschwert es, Sprache gezielt aus komplexem Störlärm herauszufiltern. Ein Vorteil liegt jedoch in der tiefen Position im Gehörgang: Die natürliche Schallführung des Ohres bleibt erhalten, was viele Nutzer als besonders natürlich und angenehm empfinden.
Wie verhalten sich CIC-Hörgeräte bei starkem Hörverlust?
Bei ausgeprägtem Hörverlust sind CIC-Hörgeräte in der Regel nicht die erste Wahl. Die geringe Baugröße limitiert sowohl die maximale Verstärkungsleistung als auch den Einsatz umfangreicher Zusatztechnik. In solchen Fällen sind größere Im-Ohr-Systeme oder Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte meist besser geeignet, da sie mehr Leistung und zusätzliche technische Möglichkeiten bieten.
Ob ein CIC-Gerät dennoch infrage kommt, lässt sich nur auf Basis eines individuellen Hörtests beurteilen. Ein Hörakustiker kann einschätzen, ob die erforderliche Verstärkung realistisch erreicht werden kann.
Wie werden CIC-Hörgeräte individuell angepasst?
Am Anfang steht eine ausführliche Höranalyse. Anschließend wird ein exakter Abdruck des Gehörgangs genommen. Hierfür wird ein spezielles Silikonmaterial in den Gehörgang eingebracht, das dort wenige Minuten aushärtet. Dieser Vorgang ist schmerzfrei.
Auf Grundlage dieses Abdrucks wird ein maßgefertigtes Gehäuse hergestellt, das exakt zur individuellen Anatomie passt. Nach der Fertigung erfolgt die technische Feinabstimmung. Dabei werden sowohl objektive Messwerte als auch das persönliche Hörempfinden berücksichtigt. Gerade bei CIC-Hörgeräten ist diese Phase besonders wichtig, da die tiefe Positionierung den Klang stark beeinflusst. Mehrere Anpassungstermine sind üblich.
Wie läuft das Probetragen eines CIC-Hörgeräts ab?
Im Probetragen zeigt sich, ob ein CIC-Hörgerät im Alltag überzeugt. Über einen Zeitraum von meist zwei Wochen oder länger wird das Hörsystem in typischen Alltagssituationen getestet. Häufig können auch mehrere Modelle unverbindlich ausprobiert werden.
Diese Phase ist wichtig, da sich das Gehirn erst wieder an die neuen Höreindrücke gewöhnen muss. Neben dem Hören selbst spielen auch Tragekomfort, Handhabung und subjektiver Klangeindruck eine zentrale Rolle.
Nach der Testphase besprechen Sie Ihre Erfahrungen mit dem Hörakustiker. Das Gerät wird weiter angepasst, bis es Ihren Bedürfnissen entspricht. Erst wenn sich das Hörsystem im Alltag bewährt hat, fällt die endgültige Entscheidung für ein Modell.
6 Pflegetipps: Wie reinige ich ein CIC-Hörgerät richtig?
-
Spezialisierte Reinigungsmittel verwenden: Nutzen Sie ausschließlich Pflegeprodukte, die speziell für Hörgeräte vorgesehen sind. Haushaltsreiniger wie Alkohol, Glasreiniger oder Seife können Materialien angreifen und elektronische Komponenten beschädigen. Geeignete Reinigungssets enthalten weiche Bürsten, fusselfreie Tücher und schonende Reinigungslösungen.
-
Schallöffnungen sorgfältig reinigen: Besonders die kleinen Schallkanäle und Filter neigen dazu, sich mit Ohrenschmalz zuzusetzen. Mit einer feinen Bürste lassen sich Ablagerungen vorsichtig entfernen. Stark verschmutzte Filter können in vielen Fällen selbstständig ausgetauscht werden. Lassen Sie sich das bitte ausführlich von Ihrem Hörakustiker zeigen.
-
Gründlich trocknen: Nach jeder Reinigung sollte das Hörgerät vollständig trocken sein. Ein weiches, fusselfreies Tuch eignet sich dafür am besten. Feuchtigkeit ist einer der häufigsten Gründe für technische Defekte. Eine Trockenbox für die nächtliche Aufbewahrung entzieht dem Gerät zuverlässig Restfeuchte.
-
Batteriefach pflegen: Kontrollieren Sie das Batteriefach regelmäßig. Verschmutzte oder oxidierte Kontakte können die Leistung beeinträchtigen oder zu Aussetzern führen. Seien Sie hier besonders vorsichtig: Die Batteriefächer brechen leicht ab.
-
Professionelle Reinigung: Zusätzlich zur täglichen Eigenpflege sollte das Hörgerät regelmäßig vom Hörakustiker professionell gereinigt werden. Dort lassen sich auch tiefer sitzende Verschmutzungen entfernen. Ein Intervall von etwa drei bis sechs Monaten hat sich bewährt.
-
Hilfe in Anspruch nehmen: Wenn Sie schlecht sehen können oder die Funktion Ihrer Finger/Hände eingeschränkt ist oder Sie aufgrund von Behinderung oder Alter mit filigranen Arbeiten nicht gut zurechtkommen, nehmen Sie bitte ebenfalls die Hilfe Ihres Hörakustikers in Anspruch. Nehmen Sie ggfs. eine Person aus Ihrem Umfeld mit, damit diese sich das alles zeigen lassen kann und Ihnen künftig bei der Pflege der wertvollen Geräte zur Hand gehen kann.
Wie lange halten Mini-im-Ohr-Geräte?
Die Lebensdauer eines CIC-Hörgeräts lässt sich nicht pauschal festlegen. Sie hängt unter anderem von der Qualität der verbauten Komponenten, der täglichen Nutzungsdauer und vor allem von der Pflege ab. Bei sachgemäßem Umgang können Mini-im-Ohr-Hörgeräte viele Jahre zuverlässig funktionieren. Gesetzliche Krankenkassen sehen in der Regel nach etwa sechs Jahren eine erneute Versorgung vor.
Sind Mini-Hörgeräte reparierbar?
Es liegt auf der Hand, dass je kleiner ein Hörgerät ist, desto schwieriger eine notwendige Reparatur sein kann. Das spielt aber heutzutage deshalb kaum noch eine Rolle, weil Hörgeräte kaum noch wirklich repariert werden. Tatsächlich werden defekte Geräte meist zum Hersteller eingesandt und dort gegen neuwertige Geräte ausgetauscht.
Lediglich bei kleineren Reparaturen, die normalerweise der Hörakustiker noch selbst durchführt, würde das ins Gewicht fallen. Das relativiert sich aber auch wieder dadurch, dass die am häufigsten vorkommenden Reparaturen, wie das Tauschen von Kabeln, Receivern und Schläuchen und Winkeln bei Im-Ohr-Hörgeräten bauartbedingt nicht anfallen.
Häufig wird uns von abgebrochenen Batterieklappen und Verstopfungen durch Ohrenschmalz berichtet. Das kann aber vom Hörgeräteakustiker meist problemlos auch bei Minihörgeräten leicht behoben werden.
Welche Hersteller bieten CIC-Hörgeräte an?
Nahezu alle bekannten Hörgerätehersteller haben diese Winzlinge im Angebot.
- Phonak
- ReSound
- Unitron
- Signia
- Starkey
- Oticon
- Widex
- Bernafon
Ein qualifizierter Hörakustiker führt meist mehrere Hersteller und kann unterschiedliche Modelle zum Probetragen anbieten. Erst der Vergleich im eigenen Alltag zeigt, welches Hörgerät am besten zu den persönlichen Anforderungen passt. Nutzen Sie diese Möglichkeit, um verschiedene Optionen kennenzulernen.
Was kosten CIC-Hörgeräte?
Die Preise für CIC-Hörgeräte variieren deutlich. Sie richten sich nach dem technischen Funktionsumfang, der Fertigungsqualität und dem individuellen Anpassungsaufwand. Häufig bewegen sich die Kosten zwischen etwa 1.000 und 3.500 Euro pro Gerät. Je nach Ausstattung können sie auch darüber liegen.
Gutes Hören und Sprachverstehen wird auch mit günstigen und sogar kostenfreien HdO-Geräten ermöglicht. Der Wunsch nach Mini-Hörgeräten ist also eher kosmetischen oder Diskretionsgründen geschuldet und fallen in den Bereich des persönlichen Luxus.
CIC-Hörgeräte: Preise in der Übersicht
| Leistungsklasse | Preisspanne pro Gerät | Technische Merkmale |
|---|---|---|
| Basis | ab ca. 1.000 Euro | Standardverstärkung, einfache Rauschunterdrückung |
| Mittelklasse | ca. 1.300 bis 2.000 Euro | erweiterte Rausch- und Rückkopplungsunterdrückung, automatische Programme, teilweise Bluetooth |
| Premium | ca. 1.800 bis 3.500 Euro | verbesserte Signalverarbeitung, KI-Systeme, teils App-Steuerung |
Diese Preisangaben dienen als Orientierung. Je nach Hersteller, individueller Anpassung und regionalen Gegebenheiten können die tatsächlichen Kosten abweichen.
Welche Faktoren beeinflussen den Preis von CIC-Hörgeräten?
- Hersteller und Modell
- gewähltes Technikniveau
- individueller Anpassungsaufwand
- Service- und Garantieleistungen
- Beteiligung der Krankenkasse
Welche Kosten übernimmt die gesetzliche Krankenkasse bei CIC-Hörgeräten?
Bei ärztlich festgestellter Hörminderung beteiligt sich die gesetzliche Krankenkasse mit einem festen Zuschuss an den Kosten für Hörgeräte. Ein einfaches, zweckmäßiges Modell kann damit häufig nahezu vollständig finanziert werden. Es fällt in der Regel lediglich die gesetzliche Zuzahlung von 10 Euro an.
Für technisch höherwertige oder besonders kleine Bauformen ist meist ein Eigenanteil erforderlich. Ob ein Hörgerät als zuzahlungsfreies Modell gilt, lässt sich im Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkassen prüfen. Bei einer Versorgung über die Kasse sind zudem Pauschalen für Reparaturen und Wartungsleistungen vorgesehen.
Fazit
Gutes Hören ist ein wesentlicher Bestandteil von Lebensqualität, Sicherheit und sozialer Teilhabe. CIC-Hörgeräte bieten eine besonders diskrete Form der Hörversorgung und überzeugen durch ihre unauffällige Platzierung im Gehörgang. Die Entscheidung für diese Bauform sollte jedoch nicht allein aus ästhetischen Gründen getroffen werden. Hörverlust, Alltagssituationen, Handhabung und Pflegeaufwand spielen eine ebenso wichtige Rolle. Eine fundierte Beratung durch einen Hörakustiker hilft dabei, die eigenen Anforderungen realistisch einzuschätzen und eine langfristig passende Lösung zu finden.
Mini-im-Ohr-Hörgeräte: Häufig gestellte Fragen
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Mini-Hörgeräte?
Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die sogenannten Basishörgeräte. Das sind keine bestimmten Geräte, die etwa nur über einen abgespeckten Leistungsumfang verfügen. Vielmehr entscheidet jeder Hörakustiker selbst, welche Geräte aus dem Einstiegsbereich er als zuzahlungsfreie Geräte anbietet und komplett mit der Kasse abrechnet. Derzeit gehören teurere Versorgungen, etwa mit besonders kleinen Im-Ohr-Hörgeräten, meist nicht in diese Klasse.
Kann ich ein Mini-im-Ohr-Hörgerät auch beim Sport tragen?
Grundsätzlich sitzen Mini-im-Ohr-Hörgeräte sicher im Ohr und bleiben auch bei Bewegung stabil. Viele Modelle reagieren jedoch empfindlich auf Feuchtigkeit. Starke Schweißbildung oder Wassersport können die Technik beeinträchtigen. Für sportliche Nutzung empfiehlt es sich, auf die IP-Schutzklasse zu achten. IP68 steht für vollständigen Staubschutz und eine hohe Wasserresistenz.
Ist ein Mini-im-Ohr-Gerät für Kinder geeignet?
Für Kinder sind Mini-im-Ohr-Hörgeräte in der Regel nicht empfehlenswert. Das wachsende Ohr, der hohe Pflegeaufwand und die anspruchsvolle Handhabung sprechen gegen diese Bauform. Für junge Nutzer werden meist robustere, flexibler anpassbare Hörsysteme eingesetzt.
Muss ich bei CIC-Hörgeräten häufiger die Batterie wechseln?
Durch die sehr kleine Bauform werden entsprechend kompakte Batterien verwendet. Diese müssen meist häufiger gewechselt werden als bei größeren Hörgeräten. Je nach Nutzung ist ein Batteriewechsel oft alle drei bis sieben Tage erforderlich.
Würden Sie mir grundsätzlich zu Mini-im-Ohr-Hörgeräten raten?
Ich persönlich habe auch Mini-im-Ohr-Hörgeräte, trage aber im Alltag normale HdO-Hörgeräte. Diese sind heute auch sehr klein, verschwinden kaum sichtbar hinterm Ohr und sind meiner Meinung nach technisch ausgefeilter. Insbesondere die Anbindung ans Handy, die Möglichkeit, damit zu telefonieren und den Fernsehton zu hören, sind für mich Punkte, die gegen die kleinen Winzlinge sprechen. Auch die moderne Akku-Technik ohne lästigen Batteriewechsel möchte ich nicht mehr missen. Damit würde ich eher zu HdO-Geräten raten.
https://hoergeraete-info.net/hammer-so-klein-sind-hoergeraete-heute/
https://hoergeraete-info.net/das-hoergeraet-der-zukunft/
Bildquellen:
- iic-hoergeraet_800x500: Peter Wilhelm
- cic-uebersicht: Peter Wilhelm
Fußnoten:
Hashtags:
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