• Ärger mit Hörgeräteakustiker – Erlebnisbericht 3

    In dieser kleinen Serie schildert Seniorin Hanna ihre Erlebnisse bei zwei Hörakustikern.

    In diesem Moment stand für mich fest, dass ich bei diesem Hörakustiker nicht bleiben wollte. Ich hatte im Bekanntenkreis nämlich gehört, dass auch die Kassengeräte nicht mehr riesig und schlecht sind. Eine Bekannte aus früheren Schulzeiten hatte 800 € zugezahlt und ist seit Jahren sehr zufrieden.

    Ich verabschiedete mich und wollte meine Verordnung zurück. Ich müsse mir das alles nochmal überlegen.
    Da ging das Theater los. So gehe das nicht. Ich würde die „Behandlung“ abbrechen. Das gäbe Ärger mit der Kasse. ich würde meine Zuschüsse gefährden und die Verordnung müsse jetzt für 6 Jahre dort bleiben…

    Ich habe als ältere Frau nicht die Kraft, mich dem entgegenzusetzen.
    Ich ging nach Hause und erinnerte mich an meine Schulkollegin. Die rief ich an.
    Sie nannte mir einen anderen Hörakustiker in einem anderen Ort. Und dort fuhr ich am nächsten Tag mit der Straßenbahn hin.

    Erstmal war der junge Mann an der Theke supernett. Er sagte frei raus, dass ich ungelegen käme und es besser sei, Termine zu machen. „Aber wo Sie jetzt schon mal da sind, nimmt sich unser Chef natürlich Zeit für Sie. Das dauert vielleicht noch 10 Minuten, möchten Sie was trinken?“

    Der Chef war auch ein junger Mann. Er sprach erst lange mit mir, um herauszufinden, wie ich lebe, wo ich mich aufhalte und welche Interessen ich habe. Dann machte auch er einen Hörtest mit mir. Danach wollte er mich zum Ohrenarzt schicken. Aber da war ich ja schon.
    Er war sehr verwundert, dass der Kollege die Verordnung einbehalten hatte. Dafür hatte er nur Kopfschütteln übrig.
    „Machen sie sich keine Gedanken, das klären wir.“

    Dann holte er ungefähr 10 verschiedene Hörgeräte. Darunter auch so ganz winzige, die man ins Ohr stecken kann.
    Er erklärte mir die Vor- und Nachteile aller Bauformen. Am Ende empfahl er mir ein Gerät für hinters Ohr.

    „Welches von denen ist denn dann das Richtige für mich?“, erkundigte ich mich.

    „Na ja, ich habe schon so eine Ahnung, welches gut für Sie sein könnte. Aber ich will dem Ganzen nicht vorgreifen. Denn Sie sollen selbst herausfinden, welches das richtige Hörgerät für Sie ist.“



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