• Wie sieht die perfekte Hörakustiker-Webseite aus?

    Hörakustiker sind Handwerksbetriebe, die medizinische Hilfsmittel verkaufen und anpassen, bzw. anfertigen.
    Der Bedarf an Hörgeräten wächst, aber ein Großteil der Schwerhörigen ist noch nicht mit Hörgeräten versorgt.
    Kein Wunder also, dass diese Betriebe um neue Kunden buhlen. Das ist auch ihr gutes Recht, denn schließlich ist Werbung das A und O bei der Kundengewinnung.

    Mittlerweile dürfte es keinen Hörakustiker-Betrieb mehr geben, der keine Webseite hat.
    Doch welche Anforderungen gibt es für die ideale Hörakustiker-Seite?

    Die Reklameseite

    Einige Betriebe setzen auf reine Reklameseiten. Sie erkennen das an den zig Symbolen verschiedener Hersteller, großen Buchstaben und zahlreichen Versprechungen.
    Fragen Sie sich als Kunde bitte, ob Sie die benötigten Informationen auch sofort finden:

    – wo ist das Geschäft?
    – wann hat es geöffnet?
    – wie kann ich dort parken?
    – führt der Laden viele Marken?

    Das sind für Sie die wichtigsten Informationen. Nicht so wichtig ist die Qualifikation des Inhabers, denn alle Hörakustikergeschäfte werden von Meistern geführt.
    Alle Hörakustiker rechnen auch mit den gesetzlichen Krankenkassen ab. Und jeder Hörakustiker bietet aus seiner Sicht die besten und neuesten Hörgeräte an.
    Also sind das alles Informationen, die Sie sowieso voraussetzen können.

    Die Web-Visitenkarte

    Viele Betriebe setzen auf Web-Visitenkarten. Das sind einfach. aber schön gestaltete Seiten, auf denen sich ein Unternehmen mit den wichtigsten Informationen präsentiert. Es gibt keine oder kaum Unterseiten. Diese Webauftritte benötigen keine ständige Pflege, sind schnell und kostengünstig eingerichtet und geben meist alle benötigten Informationen.
    Welche das sind, sehen Sie oben unter „Reklameseiten“.

    Die gestaltete Webseite

    Etwas aufwändiger und kostenintensiver sind gestaltete Webseiten. Man wünscht sich immer, dass das hoffentlich der Inhaber oder der Neffe seiner Schwägerin nicht selbst machen. Wenn diese Seite aber von einer Agentur für Webdesign gestaltet wurde, sehen diese Webseiten sehr professionell aus.
    Sie als Kunde erfahren alles Benötigte und können meist direkt über die Seite Kontakt zum Hörakustiker aufnehmen.

    Die Infoseiten

    Einige Hörakustiker haben ihre Seiten um Blogs, Themen- und Informationsseiten ergänzt. Dagegen ist zunächst auch einmal nichts zu sagen. Die Betreiber sind Marktbeobachter und veröffentlichen hier Berichte über Neuheiten, Erlebnisse mit Kunden oder Allgemeinwissen über Ohr, Hören und Hörgeräte.
    Dieses Zusatzangebot kann für Sie einen großen Nutzen haben.

    Aber passen Sie auf, wenn die Seite anders herum aufgebaut ist!

    Auf den ersten Blick haben Sie es mit einer Informationsseite zum Thema „Hören und Hörgerät“ zu tun. Tatsächlich sind aber die Dutzende von Infoseiten nur zu einem Zweck da, man will Ihnen Hörgeräte verkaufen.

    So sieht die perfekte Hörakustiker-Seite aus

    Wenn Sie als Hörakustiker eine Seite planen, sollten Sie folgendes beachten:

    1. Oben auf der Seite steht Ihr Firmenname und zwar in Schrift und dann auch gerne als Logo
    2. Ein Foto von Ihrem Laden und evtl. Ihnen selbst, schafft Atmosphäre und Vertrauen
    3. Schreiben Sie, WO sich Ihr Geschäft befindet
    4. nennen Sie Adresse, Telefonnummer und ggfs. Whatsapp-Nummer
    5. Ein Lageplan von Google-Earth oder so ist weniger wichtig, als Sie denken.
    6. Schreiben Sie lieber zur Adresse: „Nähe Hauptbahnhof“ oder „direkt am Krankenhaus“.
    7. Wenden Sie sich in persönlichen Worten an die Kunden und laden Sie sie ein.
    8. Schreiben Sie kurz (!) auf, was Sie alles machen.
    9. Erwähnen Sie besondere Leistungsbereiche: Pädakustik, eigenes Labor, Demenzversorgung, Hausbesuche etc.
    10. Eine Kontaktmöglichkeit ist wichtig! Ein einfaches Kontaktformular reicht! Setzen Sie ansonsten auf eine gute Präsentation von Adresse und Telefonnummer.

    Das ist es!

    Diese Informationen sollen auf einer Seite sichtbar sein, ohne Scrollen, ohne eine andere Seite aufrufen zu müssen und ohne sonstigen Schnickschnack!

    Der Kunde tippt etwas bei Google ein, landet auf Ihrer Seite und nun haben Sie exakt 1,9 Sekunden, um die Augen und das Interesse des Kunden zu fesseln. Findet er nicht sofort das Benötigte, dann ist er wieder weg.

    Vermeiden Sie daher große Banner, Bilder und Slideshows oben auf der Seite. Diese rücken die restlichen Inhalte nach unten aus dem sichtbaren Bereich.

    Wählen Sie kein Scroll-Design, bei dem der Kunde weit nach unten scrollen muss, bis er am Ende der Seite endlich Ihre Adresse findet.

    Betrachten Sie sich den Entwurf bzw. Ihr Seite, so wie sie nach dem Aufruf angezeigt wird. Steht alles Benötigte direkt im Blickfeld des Lesers?

    Verzichten Sie auf animierte Äffchen, Besucherzähler und irgendwelche Wettervorhersagen oder Horoskope. Das ist Webdesign der 90er Jahre.

    Bilder sind wichtig, aber überladen Sie die Seite nicht mit Fotos. Ihre Firmenchronik gehört NICHT auf die Startseite. Die Worte „seit 1971“ reichen.

    Nehmen Sie ein Din-A4-Blatt quer und machen Sie eine Skizze. Alles was Sie mitteilen möchten, gehört auf dieses eine Blatt.
    Ist es zu voll? Dann streichen und raffen Sie!

    Alle anderen Informationen, beispielsweise das Impressum, die Datenschutzerklärung und Informationen zur Firmenhistorie, Hörgeräten und Ihrer Unternehmensphilosophie können Sie in ein Menü packen, damit der Kunde bei Bedarf darauf zugreifen kann.



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    Bild: CyberRabbit / Pixabay

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