Was haben der Hörakustiker und der Friseur gemeinsam? Beide halten Ihren Kunden im wahrsten Sinne des Wortes den Spiegel vor.
Während der Friseur das tut, damit der frischgeschorene Herr oder die hübsch frisierte Dame sich von hinten betrachten kann, tut der Hörakustiker das etwas anders.
Er möchte dem Kunden zeigen, wie das Hörgerät am Ohr wirkt. Im besten Fall will er ihm beweisen, dass man nichts sieht.
Und es ist keine übertriebene Eitelkeit, wenn Sie als Hörgeräteträgerin oder -träger auch auf einen optisch gelungenen Auftritt mit dem Hörgerät Wert legen. Wir plädieren zwar, immer offen mit seinem Hörverlust umzugehen und die Hörgeräte ruhig auch zu thematisieren, aber das bedeutet ja nicht, dass Sie mit einem vorsintflutlichen Schallknochen am Ohr herumlaufen sollen.
Doch die Sache mit dem Spiegel hat einen Haken.Sie können die modernen kleinen Hörgeräte gar nicht gut im Spiegel sehen. Das gilt umsomehr, wenn Ihre Augen vielleicht nicht mehr die besten sind.
Deshalb sollten Sie zum Hörakustiker unbedingt Ihre Brillen mitnehmen, die fürs Kleine und die für die Ferne.
Ebenfalls clever: Sie nehmen noch einen Bekannten oder eine gute Freundin mit. Diese dritte Person kann Ihnen mit Rat und Tag zur Seite stehen und beim Aussuchen helfen.
Es ist ja keine Schande, wenn Sie sagen, dass man Ihr Hörgerät nicht auf den ersten Blick sehen soll. Nicht umsonst machen die Hörgerätehersteller die Geräte ja immer kleiner und unauffälliger.
Sie sollten nur darauf achten, ob Sie die kleinen Geräte auch gut bedienen können. Bei Arthritis in den Händen kann so ein Winzling schon schwer zu greifen sein.
Bei motorischen Einschränkungen des Hörgeräteträgers könnten die kleinen Bedienelemente einfach zu klein sein, um sie bedienen zu können.
Probieren Sie auch das Einsetzen und Herausnehmen, sowie die Bedienung etwaiger vorhandener Tasten beim Akustiker vor dem Spiegel.
Bild: C_Scott / Pixabay
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