• Perzentilanalyse

    Perzentilanalyse

    Immer häufiger werden Sie beim Hörakustiker den Fachbegriff Perzentilanalyse hören. Was hat es damit auf sich und was hat das für Sie für Auswirkungen und Vorteile? Wir erklären es Ihnen:

    Was ist die Perzentilanalyse?

    Die Perzentilanalyse ist ein neues Verfahren zur Anpassung digitaler Hörgeräte.
    In den Vereinigten Staaten ist es mittlerweile Standard bei der Hörgeräteanpassung durch die Audiologen.
    Hierzulande kommt es vorwiegend in Forschung und Entwicklung zum Einsatz.

    Was kann die Perzentilanalyse?

    Mit Hilfe der Perzentilanalyse lassen sich moderne, digitale Hörsysteme besonders präzise an Ihre persönlichen Bedürfnisse als Hörgeräteträger anpassen. Hierbei wird nämlich direkt in Ihrem Gehörgang (In-Situ-Messung) gemessen. Der Messung zugrunde liegen also exakt die Werte, die Sie mit den Einstellungen Ihres Hörgeräts wie im Alltag wahrnehmen.

    Was sind die Vorteile der Perzentilanalyse?

    Bei der Perzentilanalyse ist die Mitwirkung des Hörgeräteträgers nicht erforderlich. Er muss keine Angaben machen und keine Knöpfe drücken.
    Damit ist die Perzentilanalyse ein objektives Verfahren.
    Der Hörakustiker nimmt die In-Situ-Messung vor und korrigiert dabei die Einstellungen Ihres Hörsystems so lange, bis die für Sie optimalen Werte erreicht sind.
    Bei der Perzentilanalyse werden auch keine Töne oder Geräusche, sondern Sprache als Testgrundlage verwendet.
    Ein weiterer Vorteil der Perzentilanpassung ist, dass bei der Messung keine Geräusche oder Töne verwendet werden, sondern mit Sprache, sogenannten ISTS-Signalen1, gearbeitet wird.
    Hierdurch kann eine besonders gute Sprachverständlichkeit erreicht werden.
    Die Perzentilanalyse ist aber vor allem auch für eine gezielte Nachanpassung interessant

    Fazit Perzentilanalyse

    Von der Perzentilanalyse profitieren Sie als Hörgerätekunde also nicht nur bei der Neuanpassung, sondern auch beim Nachregeln Ihrer derzeitigen Hörsystem.



    Anzeige


    1 Da in den genormten Messverfahren bisher nur Rauschsignale verwendet wurden, konnte nicht darauf geschlossen werden, wie das Hörgerät in der Alltagssituation am Ohr des Hörgeräteträgers Sprache verarbeitet, weil moderne Hörgeräte Sprache ganz anders verarbeiten als Rauschen. Deshalb wurde als ein neues Messsignal ein künstliches unverständliches Sprachsignal aus einem Gemisch von sechs verschiedenen Sprachen entwickelt, welches international weltweit einsetzbar ist, da sämtliche akustische Spracheigenschaften nachgebildet werden und somit Aussagen über das Verhalten von Hörgeräten in realen Alltagssituationen möglich sind. Dieses Sprachsignal wird aktuell von sämtlichen Hörgerätefirmen weltweit und allen Messsystemhersteller für Hörgeräte eingesetzt.

    Keine Kommentare möglich