Was ist eine Perl­ge­schwulst im Ohr?

Perl­ge­schwulst

Perl­ge­schwulst im Ohr was ist das? Sie leiden unter ständigem Ohrausfluss, Druckgefühlen oder häufigen Ohrenschmerzen? – für viele Betroffene eine unangenehme Kombination. Wenn Ihr Ohr ständig in Alarmbereitschaft ist, kann eine Perlgeschwulst die Ursache sein. Fachleute sprechen von einem Cholesteatom. Dahinter verbirgt sich eine besondere Form der chronischen Mittelohrentzündung.

Typisch: Ohrausfluss und Hörverlust – Perl­ge­schwulst im Ohr kann Ursache sein

Eine Perlgeschwulst kann die Ursache einer chronischen Mittelohrentzündung sein. Nicht immer verursacht sie dabei auch Beschwerden. Wer als Kind häufig unter einer Mittelohrentzündung litt, hat ein erhöhtes Risiko für eine Perlgeschwulst. Hinweise auf die Erkrankung können sein:

  1. Sie haben ständigen Ausfluss aus dem Ohr, der mitunter unangenehm riecht?
  2. Sie hören zunehmend schlechter?
  3. Schwindel oder ein Tinnitus kommen ggf. hinzu?
  4. Ggf. haben Sie den Eindruck, dass Sie Ihre Gesichtsmuskeln teilweise nicht mehr bewegen können?

Das Ohr – ein technisches Wunderwerk der Natur

Leuchtet Ihr Arzt von außen in Ihr Ohr, blickt er auf Ihr Trommelfell. Dahinter befindet sich gut geschützt Ihr Mittelohr, in dem sich Ihre Gehörknöchelchen verbergen. Sie funktionieren als Verstärker, sodass Sie auch leise Geräusche wahrnehmen können. Das Innenohr wandelt schließlich das Geräusch in ein elektrisches Signal um und schickt die Information ans Gehirn: Sie hören.

Ein ständiger Entzündungsreiz macht Ihrem Ohr zu schaffen

Eine Perlgeschwulst entsteht, wenn Zellen aus dem äußeren Gehörgang in das Mittelohr hineinwachsen. Die Schleimhaut Ihres Mittelohrs ist anders beschaffen als die eingewanderten Zellen, die eher Ihrer Haut ähneln. Ihr Körper reagiert mit einer andauernden Abwehrreaktion auf die ortsfremden Zellen. Die Folge: ein chronisch entzündetes Mittelohr. Auch der umliegende Knochen kann dabei in Mitleidenschaft gezogen werden.

Wie genau ein Cholesteatom entsteht, ist nicht genau geklärt. Manchmal sind die versprengten Zellen schon von Geburt an vorhanden, sie können aber auch im Lauf eines Lebens dort hingelangen. Experten vermuten, dass die Erkrankung durch einige Faktoren begünstigt wird:

  1. Ihr Mittel- oder Innenohr bringt von Geburt an spezielle Eigenheiten in seinem Aufbau mit sich
  2. Ihr Ohr kann Druckunterschiede nicht optimal ausgleichen, z. B. nach häufigen Mittelohrentzündungen im Kindesalter
  3. Ihr Trommelfell ist z. B. durch einen Riss geschädigt und fehlt als mechanische Barriere
  4. Sie haben Knochenbrüche im Bereich des Ohrs erlitten, zum Beispiel infolge eines Sturzes

Perlgeschwulst – So wird untersucht

Ihr Hals-Nasen-Ohren-Arzt leuchtet in Ihre Ohren, wirft einen Blick in Ihren Mund und führt bei Bedarf weitere Tests durch, zum Beispiel um Ihr Hörvermögen und Ihren Gleichgewichtssinn zu prüfen. Zusätzlich kann er eine medizinische Bildgebung veranlassen, die seinen Verdacht bestätigen kann, zum Beispiel eine Röntgenaufnahme oder eine Aufnahme mit dem Magnetresonanztomographen, kurz MRT genannt.

Therapieziel: Hörvermögen erhalten oder gar verbessern

Wenn Ihr Arzt bei Ihnen eine Perlgeschwulst diagnostiziert, wir diese in der Regel durch einen Chirurgen entfernt. Bei dem Eingriff werden Perlgeschwulst und entzündetes Gewebe abgetragen. Dadurch soll verhindert werden, dass die Entzündung sich ausbreitet. Auch das Hörvermögen soll durch die Operation erhalten oder wieder verbessert werden. Ihr Arzt wägt gemeinsam mit Ihnen ab, welches operative Vorgehen für Sie das richtige ist. Im Anschluss gehen Sie mindestens einmal im Jahr zur Kontrolluntersuchung zu Ihrem Arzt, damit eine wiederkehrende Entzündung frühzeitig erkannt und behandelt werden kann.

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