• Hörverlust und Musik hören – Club, Disco, Musizieren

    Mir persönlich ist meine einseitige Schwerhörigkeit zunächst beim Musikhören aufgefallen. Ich merkte, dass ich die Musik links immer lauter drehen musste. Manchmal glaubte ich, die linke Box oder die linke Kopfhörerkapsel seien defekt oder zu schwach.
    Menschen, die beidseitig von einem Hörverlust betroffen sind, werden das aber so nicht merken, sondern einfach die Lautstärke der Musik erhöhen.

    Das kann aber fatale Folgen haben, vor allem wenn Sie Kopfhörer tragen. Denn die immer lauter eingestellte Musik kann auf Dauer Ihr Gehör noch mehr schädigen.

    Disco und Club

    Aber auch an anderen Orten drohen Gefahren für Ihr Gehör. Das bedenken junge Menschen oft nicht, wenn sie sich in Discos oder Clubs laut hämmernder Musik aussetzen. In jungen Jahren steckt man das noch gut weg. Einige Jugendliche empfinden das Pfeifen in den Ohren, das eigentlich ein Warnsignal sein sollte, als Beweis, dass der Abend klasse und die Musik gut war.
    Später wird sich das granatiert in einer Schwerhörigkeit äußern.
    Auch wenn es andere als uncool empfinden: Ein Gehörschutz vom Akustiker hilft hier. Diesen Gehörschutz gibt es auch als modisches Accessoire mit Glitzersteinen und in allen möglichen Trendfarben.

    Ohr- und Kopfhörer

    Auch die permanente Berieselung mit Musik aus dem Handy auf Ohrhörer kann ganz schön gefährlich sein. Zwar sind die Hersteller verpflichtet, eine Lautstärkenbremse einzubauen, aber die kann einfach abgeschaltet werden. Vor allem junge Menschen sind es, die ganze Straßenbahnen mit ihren Ohrhörern beschallen.
    Dass das auf Dauer nicht gut für die Ohren ist, na das liegt auf der Hand.
    Mit Ohrhörern und Kopfhörern sllten Sie Musik nie in voller Lautstärke hören.

    Eingebauter Schutz

    Wer bereits Hörgeräteträger ist, wird sich fragen, wie er mit lauter Musik oder Musik überhaupt umgehen soll.
    Nun, auch hier gilt das oben Gesagte: Zu laut ist schädlich.
    Mit Ihren Hörgeräten haben Sie bereits hervorragende Geräte, die auch einen Schutz vor zuviel Lärm bedeuten können.
    Das Stichwort ist: Impulsgeräuschunterdrückung.
    Der automatische Geräusch Unterdrücker (AGC Automatic gain control) reagiert in Millisekunden auf starken Lärm oder spitzlaute Geräusche und regelt das Hörgerät in Windeseile herunter. So sind Sie vor überraschenden Hörspitzen geschützt. Sie bemerken allenfalls, dass Ihr Hörgerät für den Bruchteil einer Sekunde stumm wird oder nicht mehr alles durchlässt. Das ist quasi so, als habe jemand blitzschnell schützend seine Hände auf Ihre Ohren gelegt.

    Die Musik klingt nicht gut

    Die Musik klingt spitz oder dumpf, es fehlt das komplette Soundpanorama.
    Hier kann der Hörakustiker helfen. Besprechen Sie mit ihm doch mal, welche Art von Musik Sie gerne hören. Darauf abgestimmt soll er Ihr Hörgerät neu justieren. Das bringt schon eine ganze Menge und es kostet nichts.



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    Bild: geralt / Pixabay

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