• Netzteile immer ausstöpseln

    Rund ums Hörgerät sammeln sich zunehmend kleine Stromfresser.
    Das sind die Ladegeräte für die neuen akkubetriebenen Hörgeräte, die elektrischen Hörgerätetrockner, Bluetooth-Dongles und TV-Stremaing-Assistenten.

    Es ist ja gesundheitlich notwendig und das Hören ist wichtig, denken manche und vernachlässigen dabei den Stromverbrauch und die Gefahr, die von diesen Geräten ausgehen kann.

    Faustregel: Ein Watt Leistung kostet etwa 2,50 Euro im Jahr.

    Schauen Sie mal in Ihrem Haushalt nach. Sie werden staunen, wie viel Strom Geräte sogar im Standby-Modus verbrauchen. Eine ganz normale Stereoanlage kann alleine im Leerlauf einen Verbrauch von 21 Watt für etwa 53 Euro im Jahr verursachen. Und was läuft bei Ihnen sonst noch alles im Leerlauf/Standby-Modus?
    Fernseher, Kaffeeautomat, Radios, Netzteile in den Steckdosen und und und …

    Da summieren sich schnell über 100 oder gar über 300 Euro im Jahr, ohne dass Sie diese Geräte auch nur einmal für dieses viele Geld genutzt haben. Energiexperten haben in Extremfällen schon Häuser vorgefunden, die für 1.000 Euro im Jahr Strom verbrauchten – im Leerlauf!

    Ladegeräte als Stromfresser

    Aber auch die vermeintlich kleinen Stromfresser können ganz schön ins Geld gehen.
    Vier Netzteile, mit denen elektronische Geräte aufgeladen werden können, verbrauchen durchschnittlich 175 kWh pro Jahr, rechnet das Umweltbundesamt vor. Bei einem Strompreis von 29 Cent je Kilowattstunde (kWh) kommt da die Summe von 51 Euro zusammen.

    Ganz böse Stromfresser

    Es wurden auch schon ganz fiese Stromfresser ermittelt. Beispielsweise verbraucht der Farblaser-Drucker Magicolor 2300 Desklaser von Minolta QMS Strom für 233 Euro im Jahr. Und das ohne auch nur eine einzige Seite gedruckt zu haben.
    Aber auch der DVD-Festplattenrekorder Activity Media Center 350 Sat von Fujiutsu Siemens ist negativ aufgefallen.
    Er schluckt mal eben 160 Euro jährlich allein im Standby-Modus.

    Es ist erstaunlich, wie sorglos manche Strom und Geld verschwenden.
    Einen tropfenden Wasserhahn würden Sie sofort reparieren lassen…

    Wie ermitteln Sie das?

    Benutzen Sie eine Verbrauchsmesssteckdose.

    So eine Messsteckdose stecken Sie zwischen die Wandsteckdose und das Gerät. Sie können dann genau ablesen, wieviel Watt da gezogen werden.
    Sie benötigen in der Regel nur ein solches Messgerät. Sie können ja nacheinander Ihr ganzes Haus durchtesten.

    Was können Sie dagegen tun?

    Die einfachste Möglichkeit: Geräte am Netzschalter ganz abschalten. Nicht nur in den Standby-Modus, sondern ganz.
    Geht das nicht, dann gilt: Stecker raus.

    Bei schlecht zu erreichenden Steckern oder um mehrere Geräte zusammen stromlos zu machen, haben sich Mehrfachsteckdosen mit Schalter bewährt.

    Das bedeutet für Hörgeräteträger

    Neben den allgemeinen oben beschriebenen Maßnahmen, bedeutet das für Sie, dass Sie auch die Ladegeräte und Netzteile des Hörgeräte-Zubehörs immer aus der Steckdose ziehen sollten. Das spart Ihnen bares Geld und zwar nicht zu knapp.

    Es gibt eine große Gefahr

    Ganz wichtig: Alle Geräte, die mit dem Stromnetz verbunden sind, können im Falle einer Fehlfunktion Feuer fangen.
    Das gilt ganz besonders auch für kleine Netzteile. Lassen Sie sich durch die geringe Spannung, die diese am Nutzerende bringen, nicht täuschen. Mit dem anderen Ende stecken diese Netzteile in der 230-Volt-Steckdose!
    Gerade Netzteile schmoren manchmal durch und fangen dann Feuer.

    Es ist also empfehlenswert, auch im Sinne des vorbeugenden Brandschutzes, alle nicht benötigten elektrischen Verbraucher vom Stromnetz zu trennen.



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    Bilder:
    Titel: markusspiske / Pixabay
    Glühbirnenmännlein: ColiN00B / Pixabay

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