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Am Ohr: ReSound One R M&RIE – Hörgerät Erfahrungsbericht

Resound One

Mit dem ReSound One™ legt Hörgerätehersteller sein neues Flaggschiff vor. Neu an diesem Hörgerät ist vieles. Es ist auf der Höhe der Zeit und kann Spitzenhörgeräten anderer Hersteller das Wasser reichen. Auffällig ist vor allem, dass das ReSound One™ ein zusätzliches Mikrofon direkt im Hörer, also direkt im Ohr des Schwerhörigen hat. Das ist ein revolutionärer Schritt und sicherlich zukunftsweisend für die Branche.

Gesteuert wird das ReSound One™ über eine App, die es kostenlos sowohl für das iPhone als auch für Android-Handys gibt. Die Steuerung mit dem iPhone bietet einige Vorteile, weil die Hörsysteme „made for iPhone“ (MFI) sind und gewissen Steuerungsvorgaben von Apple folgen. So können die Hörgeräte dann unter „Einstellungen -> Bedienungshilfen -> Hörhilfen“ direkt eingebunden und gesteuert werden. Unterstützt wird diese nahtlose Einbindung wie gesagt durch die hervorragend gemachte Smartphone App von ReSound GN.

Im iPhone Kontrollbildschirm sieht man auch den Ladezustand der MFI-Hörsysteme. © Peter Wilhelm

Im Ohr – Wie sind sie denn, die ReSound One™?

Schön sind sie! Gut sind sie! Und wer sich diese Hörgeräte kauft, der macht überhaupt nichts verkehrt. Sie sind gut zu tragen (mehr unten unter „Tragekomfort“) und bieten einen hervorragenden Klang.

ReSound One™ – Anpassung mit der Software „Smart Fit“© PW

Nebengeräusche werden sehr gut ausgefiltert. Vor allem dumpfe und nervige Nebengeräusche wie Brummen oder Rauschen von Geräten, Gespräche von Nebentischen in Restaurants und Fahrgeräusche des Autos halten die Hörgeräte wirkungsvoll ab.

Es macht Spaß, die ReSound One™ zu tragen, weil sie im und am Ohr nicht auffallen. Damit meine ich, dass ich zu keiner Zeit das Gefühl habe, einen seltsamen oder verzerrten bzw. künstlichen Sound zu haben. Alles klingt natürlich und so, wie ich es mir vorstelle. Kleinere Anpassungen kann ich in der App in ausreichendem Maße selbst vornehmen.

Ich nehme das Fazit vorweg: Die ReSound One™ kann ich wirklich empfehlen. Fragen Sie Ihren Hörakustiker danach und lassen Sie sich nicht abwimmeln, wenn er diese Geräte nicht vorrätig hat. Er kann sie bei ReSound besorgen. Ansonsten probieren Sie diese tollen Hörgeräte einfach in einem anderen Hörgerätegeschäft aus.

Um einen ReSound-Hörakustiker zu finden, klicken Sie hier

Was bringt das zusätzliche Mikrofon?

ReSound One

Revolution in der Hörgerätetechnik: Das Mikrofon im Ohr: ReSound One™. ©PW

Ja, das ist neben den vielen anderen technischen Highlights der Clou am ReSound One. Dort wo es die Natur vorgesehen hat, steckt ein zusätzliches Mikrofon, nämlich genau am Eingang des Gehörgangs. Damit wird die natürliche Funktion des Ohres so genutzt, wie es die Anatomie des Menschen vorsieht.

Die Funktion des Ohrmikrofons spürt man deutlich. Es ist überhaupt kein Problem, Geräusche und Sprache exakt zu lokalisieren. Man hört nicht nur, dass jemand etwas sagt, sondern man spürt instinktiv auch, aus welcher Richtung das Gesprochene kommt. Sogar Musikhören über Stereo-Boxen ist ein regelrechter Genuss.

Die Mikrofone hinter dem Ohr unterstützen diesen grandiosen Höreindruck auch noch.

Ich persönlich halte die Idee, in den Hörer ein Mikrofon zu integrieren für so logisch und nachvollziehbar, dass ich gejubelt habe, dass das endlich mal jemand macht.

Vollwertiger Hörgenuss mit All Access Directionality

ReSound One

ReSound One™ – In der Makroaufnahme erkennt man das Mikrofon, das direkt im Ohr sitzt. © PW

Phonak mit seinem neuen Paradise, Oticon mit dem OpenSound Navigator™, Signia mit Dynamic Soundscape Processing und nun auch ReSound mit seinem ReSound One™ bieten eine Organic Hearing-Lösung. Mit dem Programm „All Access Directionality“ verbinden sich die Vorteile von Direktionalität und Omni-Direktionalität. Sie bietet damit dem Benutzer in seiner jeweiligen Umgebung eine nochmals optimierte Klangwelt, die dem natürlichen Hören noch näherkommen soll.

Dabei spielen die im Ohr befindlichen Mikrofone (M&RIE – sprich Marie) und All Access Directionality Hand in Hand und ermöglichen dem Nutzer optimales Hören in jeder Situation und die Möglichkeit, zu bestimmen, was er genau hören will.

ReSound One™ Ultra Focus: Der Power-Boost in lauten Umgebungen

ReSound One™

ReSound One™ – Saubere Verarbeitung, in vielen Farben erhältlich. © PW

In besonders lauten Umgebungen haben Hörgeräteträger enorme Schwierigkeiten. Hier hat der Träger eines ReSound One™ die tolle Möglichkeit, die Funktion Ultra Focus zu aktivieren. Dabei konzentriert sich die Richtcharakteristik beider Hörsysteme exakt auf den gegenüberstehenden Gesprächspartner und bevorzugt dabei die Seite mit den geringeren Störgeräuschen. Im Unterschied zur passiven All Access Directionality soll die Sprachverständlichkeit so deutlich um bis zu 30 % gesteigert werden. Gleichzeitig verbessert Ultra Focus die räumliche Orientierung, hebt die Sprachfrequenzen an und rückt die Umgebungsgeräusche in den Hintergrund.

Musik

ReSound One™

Dank „made for iPhone-Technik“ klappt die Anbindung an das iPhone musiktechnisch absolut reibungslos. Die ReSound ONE geben den Klang sehr umfangreich und satt wieder. Es fehlt leicht an Bässen, aber insgesamt ist das Hörerlebnis gut. Durch die Auswahl eines persönlich passenden Equalizer-Filters in den iPhone-Einstellungen kann der Klang noch besser an die individuellen Vorlieben angepasst werden.
Musikübertragung geht natürlich auch mit Android-Handys, aber das kann ich nicht testen, da ich sowas nicht verwende.

Akku-Laufzeit

ReSound gibt die Akkulaufzeit mit 30 Stunden an. Bei der durchschnittlichen Nutzung von Streaming soll sie um die 25 Stunden liegen. Ich habe es versucht, die Hörgeräte auszureizen, es ist mir nicht gelungen. Da es sich um ganz neue Hörsysteme handelt, sind die Akkus logischerweise noch superfit. Ich bin über 30 Stunden gekommen und da war immer noch ein Rest drin.

Geballte Technik auf engstem Raum. © ReSound GN

Man kann also sicher sein, dass die ReSound One auch nach Jahren noch genug Rest übrig haben, um einen langen Tag durchzuhalten. Angst, dass Hörgeräteakkus vorzeitig den Geist aufgeben, muss glaube ich sowieso niemand haben. Obwohl wir gerade bei der Akku-Technik noch einige Innovationsschritte erwarten dürfen, ist die derzeit verwendete Akkutechnik ausgereift und zuverlässig.

Foto: PW

Das mitgelieferte Ladegerät ist ein echter Hingucker. Es ist nicht nur ein einfaches Ladegerät, sondern auch eine Powerbank für die Hörsysteme. Einmal aufgeladen, können die Hörgeräte mehrere Tage lang darin nicht nur aufbewahrt, sondern auch geladen werden. Zwei LED-Reihen auf der Oberseite des geöffneten Gehäuses und auf der Rückseite geben Aufschluss über die vorhandene Restkapazität der Ladestation.

So können Sie die Resound One auch bequem mit auf den Wochenendurlaub nehmen, ohne das mitgelieferte Kabel und Netzteil mitnehmen zu müssen.

Tragekomfort

ReSound One™

Die Hörgeräte sitzen ziemlich weit hinter dem Ohr. Das scheuen andere Hörgerätehersteller, weil dann auch die nach vorne gerichteten Mikrofone weit hinter dem Ohr sitzen. Das ONE von ReSound muss da aber nichts befürchten, da es ja ein nach vorne gerichtetes Mikrofon direkt in der Ohrmuschel hat.
Dadurch ist das Hörgerät extrem unauffällig. Es hat nur wenig Kontakt zum Körper und liegt sehr angenehm hinter der Ohrmuschel.

Haare – Immer wieder ein Problem

Ich habe Hörgeräte -obwohl sie technisch tip-top waren, schon gnadenlos abgewertet, weil an ihnen die eigenen Haare so stark geraschelt haben, dass das Hörerlebnis stark getrübt wurde. Beim ReSound One™ gibt es diese Probleme einfach nicht. Ich trage kurze Haare und gerade über den Ohren gibt es immer welche, die über die Hörgeräte streichen können. In diesem Punkt gibt es keine Probleme.

Brillenträger

ReSound One™

Durch die geringe Auflagefläche der Hörgeräte hinter dem Ohr bleibt genug Platz für Brillenbügel. Ich konnte Hörgeräte und Brille bequem gleichzeitig tragen, ohne dass sich da etwas ins Gehege kam.

Wasserdicht oder nicht?

Wer genau hinschaut, entdeckt zwischen Oberteil und Unterteil der Gehäuseschale bei den ReSound One einen schmalen Spalt. Drückt man die Gehäusehälften zusammen, federt das Gehäuse dort ein bißchen. Was auf mich zunächst so gewirkt hat, wie eine gewisse Fertigungstoleranz, entpuppt sich aber bei näherer Untersuchung als Gummidichtung. Diese ist als durchgehende Platte ausgeführt und federt den Taster und dichtet das Gehäuse ab.
Nun kommunizieren viele Hörgerätehersteller die Wasserdichtigkeit ihrer Hörgeräte. Dabei sind Hörgeräte, zumindest was den Ex-Hörer anbetrifft, nie wasserdicht. Aber die Geräte an sich überstehen heute den kräftigen Regenschauer ebenso, wie das Eintauchen der Hörgeräte in Wasser. So ist das auch beim ReSound One, ohne dass ReSound GN nähere Angaben dazu macht.

Bedeutsam ist die Resistenz gegen Feuchtigkeit aber in erster Linie in Bezug auf Schweiß. Denn der kann in die Geräte eindringen und die Elektronik zerstören. Hier sind die ReSound One und alle anderen Premium-Geräte am Markt bestens geschützt. Ohne einen Hörgerätetrockner kommt man als Hörgeräteträger aber dennoch nicht aus.

Was mir an den ReSound One™ jetzt nicht so doll gefällt

Das Einschaltgeräusch: Wo andere Hersteller auf eine kleine Melodie oder sogar eine freundliche Stimmausgabe setzen, hat ReSound GN ein ziemlich lang anhaltendes Ding-Dong eingebaut, das so ein bißchen an einen rückwärts fahrenden LKW erinnert. Und das ist Meckern auf hohem Niveau. Alles andere passt: Tolles Hörgerät!

Transparenzerklärung zum ReSound One™

ReSound One™

ReSound One™ – Demo-Geräte zur Verfügung gestellt von ReSound GN. © PW

Um die ReSound One R Hörgeräte testen zu können, hat uns die Hörgerätefirma GN ReSound zwei Exemplare inkl. Ladezubehör für einen mehrwöchigen Zeitraum kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Hörgeräte werden anschließend wieder an das Unternehmen zurückgegeben. Für den Test gab es keine finanziellen oder sonstigen Zuwendungen.

Der Test

ReSound One™

Der Test fand unter realen Alltagsbedingungen statt. Die Anpassung der Hörgeräte nahm Hören2 in Mannheim vor. Dort wurden die Hörgeräte nach aktuellem Hörtest und anhand des Audiogramms eingestellt. Anschließend fand eine Optimierung der Anpassung mit der audiosus-Methode statt.

Video zum ReSound One R

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Fotos:

wenn nicht anders erwähnt:
Sina Eichner
Grafik- und Webdesign in Mannheim
siidesign.de

Bildquellen

  • resound-one-mikro3: Peter Wilhelm
  • resound-one-ladestation: © PW
  • resound-one-hdo: © Sina Eichner
  • resound-one-anpassung: Sina Eichner


(si)





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Über uns







Peter Wilhelm Hörgeräte-Experte
Links:
   Hörgeräte Edingen-Neckarhausen