In vielen Vereinen treffen sich engagierte Menschen regelmäßig zum Austausch – doch für schwerhörige Teilnehmerinnen und Teilnehmer kann das Zuhören und Mitdiskutieren zur Herausforderung werden. Dieser Beitrag beleuchtet, wie moderne Technik wie ein Roger-Mikrofon dabei helfen kann, Barrieren abzubauen – und warum Offenheit und Kommunikation entscheidend für eine gelungene Teilhabe sind.
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Vielen Dank für Ihre offene und sehr nachvollziehbare Frage. Sie sprechen ein Thema an, das viele Menschen mit Hörbeeinträchtigung betrifft: der Balanceakt zwischen dem Bedürfnis nach barrierefreier Teilhabe und dem Wunsch, andere nicht zu belasten.
Zunächst einmal ist es völlig legitim, dass Sie auch in einem informellen oder freizeitlichen Rahmen wie einem Vereins-Treffen gut verstehen möchten, was gesagt wird. Kommunikation ist schließlich kein Luxus, sondern eine Grundvoraussetzung für echte Teilhabe. Das gilt nicht nur im Berufsleben, sondern auch – und gerade – dort, wo Gemeinschaft, Austausch und Freude im Mittelpunkt stehen.
Dass Sie Ihr ROGER-Mikrofon mitbringen und nutzen möchten, ist kein „Störfaktor“, sondern ein ganz praktischer und erprobter Weg, um Barrieren abzubauen. Die Verwendung eines Mikrofons ist weder kompliziert noch zeitaufwendig – vor allem nicht, wenn Sie es freundlich und klar ankündigen und eventuell selbst kurz erläutern, wie einfach es funktioniert. In vielen Gruppen ist es erfahrungsgemäß so, dass die Teilnehmenden sehr schnell Verständnis entwickeln – oft sogar Erleichterung, weil klar ist, wie man Ihnen konkret helfen kann.
Gerade wenn die Teilnehmenden müde und ausgelastet sind, ist es hilfreich, klare Signale zu geben. Ihre Unsicherheit ist verständlich, aber die Verantwortung für Ihre Hörsituation sollten Sie nicht alleine tragen müssen. Indem Sie das Thema ansprechen, geben Sie anderen die Chance, Rücksicht zu nehmen – was viele gern tun, wenn sie wissen, wie.
Wir empfehlen Ihnen also ganz klar: Sprechen Sie es offen an. Am besten zu Beginn einer Sitzung oder bereits im Vorfeld in einer kurzen E-Mail oder per Nachricht an die Organisatorin oder den Moderator. Formulieren Sie ruhig selbstbewusst, warum das Mikrofon für Sie wichtig ist – und dass es eine einfache Möglichkeit darstellt, Sie einzubeziehen.
Denn Inklusion beginnt oft bei solchen kleinen Gesten – und wer weiß, vielleicht inspirieren Sie mit Ihrem offenen Umgang auch andere, die sich bislang nicht trauten, ihre Bedürfnisse zu äußern.
Fazit:
Ja, sprechen Sie es an. Sie haben ein Recht auf Mitsprache und Teilhabe – auch im Vereinsleben. Mit einem freundlichen Ton, einem klaren Anliegen und einer alltagstauglichen Lösung wie dem ROGER-Mikrofon wird das für alle Beteiligten schnell zur Selbstverständlichkeit.
📌 Was ist ein Roger-Mikrofon?
Ein Roger-Mikrofon ist ein modernes, kabelloses Übertragungsgerät für Menschen mit Hörminderung. Es überträgt die Stimme eines Sprechers direkt an Hörgeräte oder Cochlea-Implantate – in brillanter Tonqualität und ohne störende Umgebungsgeräusche.
🔧 Funktionsweise:
- Die sprechende Person trägt oder hält das Mikrofon.
- Die Sprache wird per Funk direkt an die Hörhilfen gesendet.
- Selbst bei Störlärm oder in größeren Gruppen bleibt alles gut verständlich.
✅ Vorteile im Überblick:
- Klare Sprachübertragung – auch bei Hintergrundgeräuschen
- Sofort einsatzbereit – ohne komplizierte Installation
- Ideal für Schule, Beruf, Freizeit und Vereinsleben
- Auch in Gruppen mit mehreren Mikrofonen kombinierbar
- Leicht, mobil und unauffällig
Roger-Mikrofone stammen unter anderem von Phonak und zählen zu den fortschrittlichsten Assistenzsystemen für besseres Hören im Alltag.
- verein-buchclub: Peter Wilhelm KI
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