• Werbebrief von Hörgeräteakustiker-Kette verärgert Kunden

    Viele ältere Menschen werden mit Werbung geradezu überschüttet. Ob Weinhändler, Garten- und Blumenversender oder Einladungen zu dubiosen Werbefahrten: Die Briefkästen der Senioren sind voll mit diesen Werbeschreiben.
    Auch Manfred Schwope aus Groß Ilsede bekommt viele solcher Reklamesendungen. Meist wirft er sie sofort weg. Doch ein Schreiben, das ihm jetzt zugestellt wurde, hat den 66-Jährigen regelrecht zornig gemacht.

    Anfang August 2018 bekam der Rentner Manfred Schwope ein Schreiben der Firma Amplifon. Amplifon ist eine Hörakustiker-Kette, die an vielen Standorten in Deutschland Geschäfte betreibt, um Hörgeräte anzupassen und zu verkaufen.

    In dem Brief hieß es, der 66-Jährige habe vor Kurzem einen Hörtest in der Filiale in Peine gemacht. Dabei sei eine Hörminderung festgestellt worden und jetzt solle er umgehend einen Termin für die Anpassung eines Hörgerätes vereinbaren.

    Wie die Peiner Allgemeine Zeitung berichtet, empört sich der Rentner aus Groß Ilsede:

    „Fakt ist, der Hörtest bei dieser Firma wurde im April 2008, also vor zehn Jahren, durchgeführt. Seit Juli 2008 trage ich bereits ein Hörgerät, jedoch nicht von diesem Anbieter!“

    Über diese arg verspätete Werbebotschaft ärgert sich Manfred Schwope. Er findet „dass das Unternehmen ‚auf so eine Art und Weise auf Kundenfang‘ geht“.

    Also schrieb der Senior eine Beschwerde-E-Mail an die Peiner Filiale von Amplifon. Leider blieb diese Mail unbeantwortet.

    Erst auf Nachfrage der Peiner Allgemeine Zeitung erklärt das Unternehmen: „Tatsächlich hat eine sehr begrenzte Anzahl von früheren Kunden und Interessenten ein sogenanntes Kundenreaktivierungsschreiben erhalten. In diesem Schreiben verweisen wir darauf, wie wichtig eine frühzeitige Versorgung bei einer Hörminderung ist und bieten den kostenlosen Test eines Hörsystems an“.

    Dagegen hätte Manfred Schope vermutlich auch gar nichts gehabt. Viele Hörakustiker bewerben vor allem ältere Menschen. Und dass Hörgeräte ein wichtiges Hilfsmittel sind, steht auch außer Frage. Aber nach 10 Jahren mit der Formulierung „vor Kurzem“ zu argumentieren, das ärgert den Betroffenen.

    Amplifon dazu: „Wir verstehen, dass Ihr Leser die Formulierung ’vor Kurzem’ kritisiert. Wir entschuldigen uns für diese Formulierung und nehmen Ihre E-Mail zum Anlass, künftig noch mehr auf eine korrekte Wortwahl zu achten.“

    Den ganzen Artikel von Mirja Polreich lesen Sie in der Peiner Allgemeinen Zeitung



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    Bild: geralt / Pixabay

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