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Private Krankenkasse nicht immer besser

Seit Jahrzehnten werben private Krankenversicherungen um die Gunst der Deutschen. Sie werben mit dem Image, dass der Versicherte höherwertige Leistungen bekommen könne.
Es zeigt aber im Ergebnis einer Studie aus dem vergangenen Jahr, dass dem gar nicht so ist.
Mehr als 25% der als unverzichtbar geltenden Mindestanforderungen werden von den privaten Krankenkassen selbst im Rahmen der Top-Tarife gar nicht erfüllt.

Die private Krankenversicherungen bieten sogar in ihren teuren Premium-Top-Tarifen durch die Bank deutlich weniger Leistungen als die herkömmliche gesetzliche Krankenkasse.
Damit haben die Versicherten nur einen unzureichenden Schutz im Krankheitsfall.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion erstellt wurde.

„Die wiederkehrende Behauptung, die gesetzliche Krankenversicherung sei nur zweitklassig, wird mit dieser Untersuchung klar widerlegt“, sagte Grünen-Gesundheitsexpertin Maria Klein-Schmeink.
Sie kritisierte auch, dass etliche der untersuchten Privattarife nicht einmal elementare Leistungen garantieren.

Große Nachteile im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung gibt es demnach insbesondere bei Kur und Rehabilitation.
Schlechter sieht es auch bei der Palliativversorgung, der häuslichen Krankenpflege, der Psychotherapie sowie bei Impfungen aus.

Recht gut hingegen kommen Schwerhörige weg. Ihnen wird im Schnitt recht großzügig mehr als das Doppelte dessen zu den Hörgeräte zugezahlt. Die gesetzlichen Krankenversicherer zahlen rund 1300 Euro, während viele Privatversicherte zwischen 2500 und 3000 Euro abrechnen lassen können.

Schlecht muss eine private Krankenversicherung aber nicht per se sein. Wichtig ist es, vor Vertragsabschluss sich genau zu überlegen, ob das (später) einmal Benötigte überhaupt und zu welchen Bedingungen angeboten wird.

Bild von Tumisu auf Pixabay

Quelle: Focus.de



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