Hörgeräte Inspektion

gebrauchte Hörgeräte

Ein heiß diskutiertes Thema in diversen Internetforen erreicht jetzt auch hoergerate-info.net.
Leser Lothar möchte gerne wissen:

Wie ist das denn nun mit der vielbesprochenen Hörgeräteinspektion?
Müssen Hörgeräte regelmäßig zur Inspektion beim Hörakustiker?
Werden sie dann dort geöffnet (kann der Hörakustiker das überhaupt???)?
Oder werden sie eingeschickt?
Was ist der Sinn einer solchen Inspektion?
Was kostet sie?

Gehen Hörgeräte leicht kaputt?

Hörgeräte sind hochentwickelte mikroskopische Computer mit Stromversorgung, Mikrofonen und Lautsprecher.
Feinste Elektronik ist dort auf engstem Raum untergebracht.
Die Hörsysteme werden im Idealfall rund 16 Stunden pro Tag getragen. Das ergibt über die übliche Tragedauer von sechs Jahren eine Betriebszeit von über 35.000 Stunden.

Es ist also grundsätzlich nichts Ungewöhnliches, dass Hörgeräte -selbst bei perfekter Herstellung und sorgfältigster Behandlung- einmal kaputt gehen.

Durchweg sind Hörgeräte aber robuste und langlaufende technische Produkte.

Was sind die Schwachstellen beim Hörgerät?

Schwachstellen sind die ausgelagerten Lautsprecher (Ex-Hörer / RIC), die beweglichen Teile, wie Batterieklappen Schalter, Kabel und Ohrstücke, sowie bei unsachgemäßer Benutzung das Gehäuse.

Hauptursachen für Schäden sind:

  1. Verschleiss (Ex-Hörer, Kabel, Schläuche)
  2. Abnutzung (Kontakte, Otoplastiken)
  3. Feuchtigkeit (im Geräteinneren)
  4. unsachgemäße Behandlung
  5. Selbstreparaturversuche

Kann ich die Hörgeräte selbst aufmachen und warten?

Hörgeräte enthalten keine Teile, die der Hörgeräteträger selbst warten oder reparieren kann.
Selbst kann er Schläuche und Ohrstücke wechseln, Batterien tauschen, Otoplastiken und Schläuche sauber halten und den Cerumenfilter wechseln.

Treten andere Schäden auf oder funktioniert das Hörgerät nicht mehr, bzw. unzuverlässig, muß es zur Durchsicht zum Hörakustiker.
Die allermeisten Hörgeräte werden aber sechs Jahre und länger getragen, ohne dass es zu irgendeiner Reparatur kommt.

Der übliche Weg ist also, dass das Hörgerät daheim gereinigt und auch in einem Hörgerätetrockner getrocknet wird und erst beim Auftreten von Fehlern zum Hörakustiker gelangen.

Muss mein Hörgerät regelmäßig zur Inspektion?

Aus eigenem Antrieb, wie man das etwas bei Autoinspektionen macht, muss ein Hörgeräteträger seine Hörsysteme nicht zur Inspektion bringen.
Was aber jeder Benutzer tun sollte: Mindestens einmal jährlich, besser alle 4-6 Monate, den Hörakustiker aufsuchen und seine Hörsysteme überprüfen zu lassen.

Was diese Überprüfung der Hörgeräte nun beinhaltet, ist höchst unterschiedlich.
Ich kenne Hörakustiker, die reinigen die Hörgeräte äußerlich und geben die Ohrstücke in ein Ultraschallbad.
Das war’s.

Andere nehmen Messungen vor, um sicherzustellen, dass das Hörgerät noch innerhalb der vorgegebenen Normen arbeitet.

Wieder andere nehmen das Hörgerät auseinander und inspizieren es von innen. Hierbei wird auch eine Innenreinigung vorgenommen.

In einigen Fällen wird das Hörgerät auch zum Hersteller eingesandt und der Schwerhörige erhält für diesen Zeitraum Leihhörgeräte zur Überbrückung.

Auch Hörgeräte, die kaum noch zerstörungsfrei zu öffnen sind, können vom Hörgeräteakustiker (manchmal unter Verlust des bisherigen Gehäuses) geöffnet und gewartet werden. Anschließend bekommt das Gerät dann eine neue Schale.

Großen Aufwand wird der Hörakustiker aber in erste Linie dann treiben, wenn der Kunde von Fehlern und Störungen berichtet.

Grundsätzlich besteht bei Hörgeräten nicht unbedingt die Notwendigkeit, sie regelmäßig zu öffnen.

Was kostet eine Hörgeräteinspektion?

Die Kosten sind höchst unterschiedlich.
Das hängt wieder ganz wesentlich vom jeweiligen Hörakustikerbetrieb ab. Die einen führen solche Arbeiten für den Betroffenen kostenlos durch. Andere rechnen hierfür ganz unterschiedliche Gebühren ab.
Wir haben Preise zwischen 19 Euro und 155 Euro gehört.



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