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Hörbehinderung: Einstellungsvoraussetzungen bei der Polizei

Einstellungsvoraussetzungen Polizei

Was sind die Einstellungsvoraussetzungen, wenn man eine Ausbildung bei der Polizei beginnen möchte? Hat man mit einer Hörbehinderung oder Hörgeräten überhaupt eine Chance? Wir klären genau auf. Das müssen Sie wissen:

Polizeibeamte sind Landes- oder Bundesbedienstete. Der Dienstherr (Bund oder Land) übernimmt sozusagen für den Beamten eine bis zu lebenslange Verantwortung. Er übernimmt auch die Heilvorsorge, d.h. er kümmert sich um seine Bediensteten, wenn diese erkranken oder verletzt werden. Aus diesem Grund wird schon immer eine hohe Messlatte an die gesundheitlichen Voraussetzungen eines Beamtenbewerbers angelegt.

In der Regel wird erwartet, dass man vollkommen gesund ist. Je nach angestrebter Tätigkeit sind die Maßstäbe mal strenger und mal weniger streng. Besonders aber bei der Polizei wird neben körperlicher Fitness eine große gesundheitliche Tauglichkeit erwartet. Hörbehinderungen gehören meist zu den Ausschlussgründen. Deshalb empfehlen wir jedem Interessenten am Beruf des Polizeibeamten, sich vorher mit dem für sein Bundesland zuständigen Einstellungsberater in Verbindung zu setzen, um die persönliche Tauglichkeit vorab klären zu lassen. So kann verhindert werden, dass man den umfangreichen psychischen und physischen Einstellungstest durchläuft, um anschließend bei der ärztlichen Untersuchung abgewiesen zu werden. Wer sich unsicher ist, kann bei einem Hörakustiker oder HNO-Arzt einen Test vorher machen.

Hier ein Überblick über die Einstellungsvoraussetzungen bei der Polizei in den verschiedenen Bundesländern und Polizeidiensten:

  1. Bundespolizei:

    Ausschlussgründe für die Einstellung: Störungen des Gehör, -Gleichgewichts- oder Geruchssinns

    Hier Merkblatt Bundespolizei herunterladen

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  3. Baden-Württemberg:

    Die ärztliche Untersuchung zur Feststellung der Polizeidiensttauglichkeit umfasst neben einer gründlichen körperlichen Untersuchung u.a. einen Seh-, Hör- und Lungenfunktionstest sowie ein Belastungs-EKG. Der Hörtest der Polizei in Baden-Württemberg fällt laut Erfahrungsberichten früherer Bewerber eher harmlos aus: Eine äußere Begutachtung der Ohren ist alles, was stattfindet. Die dazu befragten Bewerber und Bewerberinnen hatten allerdings alle anderen Prüfungen mit Bravour absolviert und wussten, dass sie gut hören. Da es keinerlei Verdachtsmomente gab, wurde wohl keine tiefergehende Untersuchung des Gehörs angeordnet. Das muss allerdings nicht immer so locker ablaufen.

    Mehr Infos hier downloaden

  4.  
     

  5. Bayern:

    Beurteilt werden: Sinnesorgane (Sehen, Hören)
    Die polizeiärztliche Untersuchung in Bayern wird ernst genommen: Hier wird grundsätzlich der gesamte Hörtest durchgeführt. Eine einfache äußere Begutachtung der Ohren reicht nicht aus. Getestet wird über Audiometrie in allen möglichen Frequenzbereichen. Das Spektrum reicht von 0db über im Polizei Hörtest 30db bis knapp an die Schmerzgrenze. Und vor allem: Die polizeiärztliche Untersuchung wird am Einstellungstag noch einmal wiederholt. Es könnte sich ja etwas verändert haben.

    Mehr direkt hier erfahren

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  7. Berlin:

    Der Polizeiarzt führt während der polizeiärztlichen Untersuchung Seh-, Hör- und Lungenfunktionstests durch.
    Auch die polizeiärztliche Untersuchung in Berlin sieht einen Hörtest vor. Das Vorgehen ist wie in andere Bundesländern auch: Es wurden bisher keine Besonderheiten berichtet. Insgesamt scheint es in Berlin etwas länger zu dauern, Termine für das Belastungs-EKG müssen manchmal verschoben werden, die Auswertung der Testergebnisse dauert ein paar Tage.

    Hier mehr Infos zu den Einstellungsvoraussetzungen

  8.  
     

  9. Brandenburg:

    Körperliche Eignung wird ärztlich überprüft.

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  10.  
     

  11. Bremen

    keine weiteren Angaben auf der Homepage

    Informieren Sie sich bitte gerne selbst hier

  12.  
     

  13. Hamburg:

    Untersuchungen zur Feststellung der gesundheitlichen Tauglichkeit: Durch den Personalärztlichen Dienst wird Ihre Polizeivollzugsdiensttauglichkeit überprüft. Die Untersuchungen finden im Athleticum des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) statt. Beachten Sie, dass gesundheitliche Beeinträchtigungen, über die Sie ärztliche Bescheinigungen einreichen, erst nach der Eignungsuntersuchung vom Personalärztlichen Dienst abschließend bewertet werden.

    Hier Infos zu den Einstellungsvoraussetzungen der Polizei Hamburg

  14.  
     

  15. Hessen:

    Hier wird die langfristige gesundheitliche Eignung überprüft. Die Untersuchung besteht aus folgenden Teilen: u.a. Ohren und Hörtest
    Die Polizei in Hessen beschreibt ganz genau, wie der Ablauf der polizeiärztlichen Untersuchung ist. Auch der Hörtest ist beschrieben, er findet hier wie üblich in einer schalldichten Kabine oder mit Kopfhörern statt. Getestet werden seitengetrennt ganz unterschiedliche Frequenzbereiche und Schallpegel. Der Polizei Hessen Hörtest ist Teil der polizeiärztlichen Untersuchung. Ob die polizeiärztliche Untersuchung am Einstellungstag wiederholt werden muss, ist online auf den entsprechenden Seiten der Polizei nicht einsehbar.

    Mehr über das Auswahlverfahren der Polizei Hessen hier

  16.  
     

  17. Mecklenburg-Vorpommern

    In der Vorauswahl werden die in den vorgenannten Punkten aufgezeigten Einstellungsvoraussetzungen durch den Zentralen Auswahl- und Einstellungsdienst und den polizeiärztlichen Dienst geprüft. Wer die formalen Voraussetzungen erfüllt, wird zur Auswahlprüfung zugelassen.

    Mehr erfahren Sie hier

  18.  
     

  19. Niedersachsen:

    Ausschlussgründe: Schwerhörigkeit

    Mehr lesen Sie hier

  20.  
     

  21. Nordrhein-Westfalen

    In NRW findet der Hörtest im Rahmen der polizeiärztlichen Untersuchung schon am zweiten Prüfungstag statt, nämlich zwischen dem PC-Test und dem Assessment Center Test. Der Sporttest fällt in diesem Bundesland ganz weg, stattdessen müssen das Sportzeichen und der Rettungsschwimmer in Bronze vorgewiesen werden. Der Hörtest der Polizei in NRW wird genauso streng gehandhabt wie die gesamte polizeiärztliche Untersuchung: Man ist hier extrem gründlich.

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  23. Rheinland-Pfalz

    Hörtest wie in allen anderen Bundesländern auch.

  24.  
     

  25. Saarland

    Hör- und Sehorgane werden überprüft.

  26.  
     

  27. Sachsen

    Umfangreicher Hörtest im Rahmen der polizeiärztlichen Einstellungsuntersuchung.

  28.  
     

  29. Sachsen-Anhalt

    wie in Sachsen

  30.  
     

  31. Schleswig-Holstein

    wie in Hamburg

  32.  
     

  33. Thüringen

    Ausschlussgrund: Beeinträchtigungen des Gehörs

  34.  
     

  35. Zoll

    Die Arbeitsplätze der Zollverwaltung sind grundsätzlich für alle schwerbehinderten und gleichgestellten Menschen geeignet. Scheidet aus behinderungsbedingten Gründen eine Tätigkeit im Vollzugsdienst aus, besteht auch eine Verwendungsmöglichkeit in der allgemeinen Verwaltung.

    Mehr erfahren Sie hier

Mehr Infos zu den Einstellungsvoraussetzungen bei der Polizei in diesem Video:

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Bei Ablehnung bewerben bei der Polizei in anderen Bundesländern?

Man bewirbt sich grundsätzlich für den Polizeidienst in einem bestimmten Bundesland, nicht für eine generelle allgemeine Polizei. Polizei ist Ländersache, und das ist auch der Hörtest bei der Polizei. Ist aber jemand in dem einen Bundesland durchgefallen, braucht er die Prüfung nicht in einem anderen Bundesland zu wiederholen: Die polizeiärztliche Untersuchung ist im Ablauf überall fast gleich, die Ausschlusskriterien sind bundesweit einheitlich geregelt. Für den Hörtest bedeutet das: Alle testen gleich. Zumindest in der Theorie: Der Polizei-Hörtest muss 30db in der Audiometrie genauso austesten wie andere Schallpegel und die unterschiedlichen Frequenzen.

Einstellungsvoraussetzungen Polizei

Polizei Hörtest? Wozu?

Wer bei der Polizei arbeitet, dessen Ohren müssen einwandfrei funktionieren. Er muss viel mit Menschen sprechen, zuhören können, und dabei darf er kein einziges Wort überhören. Denn in vielen Situationen ist es wichtig, dass der Beamte sich auf seine Wahrnehmung verlassen kann.

Überprüft werden u.a.:

  • Tinnitus
  • Gehörsturz
  • Folgen eines Gehörsturzes
  • Entzündungen im Ohr
  • Beschädigungen des Trommelfells

Man selbst merkt es oft nicht

Viele Schädigungen im Bereich des Hörapparats bemerkt man selbst nicht. Denn wer schlecht hört, ist nicht von einen Tag auf den anderen mal einfach taub. Sondern das ist in der Regel ein schleichender Prozess. Vor allem dann, wenn es zu Entzündungen im Ohr kam, nimmt das Hörvermögen über einen längeren Zeitraum langsam, aber kontinuierlich ab. Meist bemerken das Menschen in der Umgebung eher als man selbst. Und es muss auch immer unterschieden werden, ob das Hörvermögen insgesamt abnimmt, oder ob nur bestimmte Dinge nicht mehr so ganz funktionieren.

Manchmal ist nur das Sprachverständnis wirklich schwer betroffen, in anderen Fällen können Geräusche nicht mehr einer bestimmten Richtung zugeordnet werden. Dabei können bestimmte Lautstärken betroffen sein, aber auch nur manche Frequenzen, also Tonhöhen. Letzteres ist besonders bei der Sprachwahrnehmung ein Problem.

So funktioniert der Hörtest



(si)





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Peter Wilhelm Hörgeräte-Experte
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   Hörgeräte Edingen-Neckarhausen