Sozialverband VdK Deutschland

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Kategorie: Hörgesundheit

Sozialverband VdK Deutschland

Rechtsform gemeinnütziger eingetragener Verein
Gründung 1950
Sitz Linienstraße 131, Berlin,
Schwerpunkt Sozialpolitik, Sozialrecht
Vorsitz Verena Bentele (Präsidentin)
Mitglieder 2 Mio.
Website vdk.de

Der Sozialverband VdK Deutschland e. V. ist mit zwei Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband Deutschlands. Er vertritt sozialpolitische Interessen und setzt sich für einen starken Sozialstaat, eine tragfähige gesetzliche Sozialversicherung und soziale Gerechtigkeit ein. Die Themen des Sozialverbands reichen von Rente, Gesundheit und Pflege bis hin zu Teilhabe, Leben im Alter und soziale Sicherung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg stand die Abkürzung VdK für Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands e. V.

Der VdK ist konfessionell neutral. Er finanziert sich über die Beiträge seiner Mitglieder und Unternehmenskooperationen.

Die Jahreskampagne 2019 befasst sich unter dem Motto „Rente für alle“ mit Rentengerechtigkeit für junge und alte Menschen sowie mit Altersarmut.

Seit über 70 Jahren ist der VdK auch politisch aktiv und setzt sich unter anderem für eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer ein.

Geschichte

Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges initiierten Kriegsüberlebende in Städten und Gemeinden Selbsthilfegruppen, um die Interessen von Kriegsgeschädigten, Witwen und Waisen gegenüber der Verwaltung zu vertreten. In den Jahren etablierten sich zwischen 1946 und 1952 die Landesverbände des VdK. Ab 1991 kamen die neuen Bundesländer hinzu.

Forumsgespräch zum Thema Neuregelung der Kriegsopferversorgung (1963)

Am 28. Januar 1950 gründeten die Vertreter der Landesverbände in Düsseldorf des Vorläuferdachverbands Bund der Kriegs- und Zivilbeschädigten, Sozialrentner und Hinterbliebenen-Verbände Deutschlands (BKD) den neuen VdK Deutschland als Dachverband. VdK stand für Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands. Seit 1994 heißt die Organisation offiziell Sozialverband VdK Deutschland. 2014 zog die Bundesgeschäftsstelle des VdK von Bonn nach Berlin um.

Aktivitäten

Seine sozialpolitischen Interessen vertritt der VdK durch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Kampagnen und Aktionen. Neben der sozialpolitischen Interessenvertretung berät der VdK seine Mitglieder im Sozialrecht, vor allem im Bereich der gesetzlichen Sicherungssysteme. Auf europäischer Ebene ist der Sozialverband VdK Deutschland in der Dachorganisation der Behindertenverbände, der Action Européenne des Handicapés (AEH), aktiv. Mitglied ist er zum Beispiel auch im Deutschen Behindertenrat (DBR), im Paritätischen Wohlfahrtsverband sowie in verschiedenen Gremien.

Kritik

Angesichts eines Verdachts einer Datenweitergabe an die Versicherungsbranche erklärte Landesgeschäftsführer Albrecht Engel, dass der Bundesverband des VdK keine Mitgliederadressen verkaufe. Zu einem Geldfluss seitens der Versicherungsbranche käme es dann, wenn jemand bei Abschluss einer Sterbegeldversicherung der ERGO-Versicherung eine sogenannte Zuwendungserklärung zugunsten des VdK ausstellt: In diesem Fall fließe ein Grundüberschussanteil an den VdK.

Präsidenten und Präsidentinnen des Sozialverbands VdK

An der Spitze des Sozialverbands VdK steht ein Präsident oder eine Präsidentin. Seit 1950 waren dies:

1950–1962: Hans Nitsche, MdL aus Hessen
1962–1974: Friedrich-Wilhelm Weltersbach, Nordrhein-Westfalen
1974–1989: Karl Weishäupl, MdL aus Bayern
1990–2008: Walter Hirrlinger, Minister a. D. aus Baden-Württemberg
2008–2018 Ulrike Mascher, Parlamentarische Staatssekretärin a. D. (1998 bis 2002 im Bundesministerium für Arbeit und Soziales)
seit 16. Mai 2018: Verena Bentele, ehemalige Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen

Landesverbände und Organ

Der Sozialverband VdK ist föderal strukturiert: Auf der Bundesebene steht der Sozialverband VdK Deutschland, daneben finden sich dreizehn Landesverbände mit 400 Geschäftsstellen und rund 8000 Bezirks-, Kreis- und Ortsverbände.

Sozialverband VdK Baden-Württemberg, Stuttgart
Sozialverband VdK Bayern, München
Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg, Berlin
Sozialverband VdK Hamburg, Hamburg
Sozialverband VdK Hessen-Thüringen, Frankfurt am Main
Sozialverband VdK Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin
Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen, Oldenburg
Sozialverband VdK Nord (Schleswig-Holstein), Kiel
Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz, Mainz
Sozialverband VdK Saarland, Saarbrücken
Sozialverband VdK Sachsen, Chemnitz
Sozialverband VdK Sachsen-Anhalt, Magdeburg
VdK-Zeitung

Organ des Sozialverbands VdK ist die VdK-Zeitung mit einer Auflage von über 1,6 Millionen Exemplaren (Stand 2018).

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialverband_VdK_Deutschland

Synonyme:
Sozialverband, VdK, Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands e. V.

(©siglo)





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