• Bevölkerungsentwicklung und Anzahl der Schwerhörigen

    Ich lese immer wieder Zahlen. Da wird beispielsweise davon gesprochen, wie stark die Zahl der Schwerhörigen ansteigen wird. Damit wird doch nur Panik gemacht. Denn die Weltbevölkerung steigt doch ständig an. Klar, dass damit auch die Zahl der Schwerhörigen ansteigt.
    Gibt es verlässliche Zahlen, wie das alles zusammenpasst?

    Die Bevölkerungsentwicklung auf der Erde läßt sich natürlich auch für die Zukunft berechnen. Passend dazu gibt es Zahlen von der Weldgesundheitsorganisation (WHO) zur Entwicklung der Zahl der Schwerhörigen.

    Wir versuchen das einmal, für Sie darzustellen:

    Die Weltgesundheitsorganisation WHO gibt aktuell Zahlen um die 465,7 Millionen Menschen an, die von Schwerhörigkeit betroffen sind.
    Die massenhafte Verwendung von sehr basslastigen und überlauten Ohr- und Kopfhörern sorgt laut WHO dafür, dass diese Zahl rapide ansteigen wird. Schon in 30 Jahren werden doppelt so viele Menschen auf Hörgeräte angewiesen sein (rd. 900 Mio.).

    Als der Autor dieses Artikels 1959 auf die Welt kam, betrug die Gesamtweltbevölkerung gerade einmal 3 Milliarden.
    Heute (2018) sind es schon knapp 7,5 Milliarden.
    Im Jahr 2050 werden knapp 10 Milliarden Menschen die Welt bevölkern.

    Unter diesem Aspekt muß man auch die Anzahl der Schwerhörigen (465,7 Millionen in 2018 und 900 Millionen in 2050) betrachten.
    Die Weltbevölkerung wird bis 2050 „nur“ um rd. 30% steigen, die Zahl der Schwerhörigen aber um 100%.

    Damit wird klar, dass die Zahl der Schwerhörigen, die mit einem Hörgerät versorgt werden müssen (oder müssten) tatsächlich viel stärker ansteigt, als es die Bevölkerungsentwicklung her gibt.

    Hauptursache für Schwerhörigkeit ist immer noch Lärm.
    Dieser kann fremdproduziert sein, beispielsweise Lärm am Arbeitsplatz oder Verkehrslärm.
    Dieser Lärm kann aber auch hausgemacht sein, nämlich z.B. durch viel zu laute Musik in Discos (Clubs), auf Konzerten oder vor allem durch eine extrem laute Dauerbeschallung mit Kopf- oder Ohrhörern.

    In jungen Jahren steckt man das locker weg, aber nicht folgenlos.
    Immer mehr Sinnenszellen werden geschädigt, bis irgendwann die Schwerhörigkeit da ist.
    Und die betrifft heute zunehmend junge und ganz junge Menschen.



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    Bild: geralt / Pixabay

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