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Müssen Power-Hörgeräte hässlich sein?

Liebe Hörgeräte-Experten,
ich trage seit 18 Jahren Hörgeräte. Ich habe also noch die analoge Zeit mitgemacht. Die Umgewöhnung auf die digitalen Hörgeräte war damals für mich sehr schwierig. Aber inzwischen komme ich gut damit klar. Allerdings hat sich mein Hörverlust von anfangs 30 dB inzwischen auf 70 dB verschlechtert. Jetzt stehe ich vor einer Folgeversorgung durch meinen Hörakustiker. Die bittere Nachricht für mich: Ich kann mit den schönen kleinen Hörgeräten nichts hören. Die sind einfach nicht stark genug. Die stärkeren Geräte, die mir der Hörakustiker zeigte, sind aber alle groß und häßlich.
Gibt es keine mit Kabeln? Das ist doch jetzt Stand der Technik, oder? Ich will keine mehr mit dicken Schläuchen.

Für eine hochgradige Schwerhörigkeit oder eine an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit ist das Power-Hörgerät mich guter Otoplastik, Ohrwinkel und dickem Schallschlauch die beste Lösung.
Mit Slimschläuchen wird man in diesem Fall nicht mehr auskommen. Auch Domes oder Schirmchen kommen eher nicht in Frage. Durch die benötigte Verstärkung wären Rückkopplungen die Folge.

Sehr erfolgreich wurden die folgenden Geräte bei Hörverlusten um die 70 dB angepasst:

Sie sehen drei verschiedene Hörgeräte von Phonak:

  1. Naida B-R Ric
  2. Naida B-SP
  3. Naida B-UP

Alle diese Hörgeräte können bei hochgradigem Hörverlust gut funktionieren. Darunter befindet sich mit dem Naida B-R RIC auch ein Hörgerät, das noch mit Kabel und externem Hörer (RIC) auskommt.
Ihr Hörakustiker kann versuchen, bei Ihnen dieses RIC-Hörgerät anzupassen. Es ist immer vom Einzelfall abhängig, ob das von Erfolg gekrönt ist.
Es kann sein, dass Sie mit dem Naida B-R RIC hinkommen, aber es kann auch sein, dass Verstärkung und Hörerfolg nicht ausreichend sind.

In diesem Fall müsste der Hörakustiker dann eines der beiden anderen Hörgeräte für Sie einstellen.

Sie sehen aber, dass es sich hier auch um sehr schöne Geräte handelt, die es in acht verschiedenen Farben gibt.
Hier würden dann zwar Schläuche erforderlich, aber auch diese können so angepasst und verlegt werden, dass man sie kaum wahrnimmt.
Oft werden die Schläuche zu lang gewählt und es wird darauf verzichtet, sie durch Erwärmen mit der Ventilette sorgsam auf Kontur zu biegen.

Die Stadien der Schwerhörigkeit im Überblick

Für die Beurteilung der Hörfähigkeit sind zwei Einheiten wichtig: Die Tonhöhe und die Lautstärke. Die Tonhöhe (Frequenz) wird in Hertz (Hz) gemessen. Der gesamte Hörbereich des Menschen liegt bei einem gesunden Gehör zwischen 0 bzw. 20 und maximal 20.000 Hertz. Am empfindlichsten reagiert das Gehör auf die Frequenzen zwischen 500 und 6.000 Hertz, den Frequenzen der menschlichen Sprache. Die Maßeinheit für die Lautstärke sind Dezibel (dB). Die Schwelle, bei der sich ein normal hörender Mensch unwohl fühlt, liegt durchschnittlich bei 80-85 dB, darüber liegende Schalldruckpegel erfordern einen Lärmschutz.

Über diese beiden Einheiten bestimmt sich die Hörschwelle. Als Hörschwelle bezeichnet man die Wahrnehmungsgrenze eines Höreindrucks. Sie ist frequenzabhängig. Für eine Frequenz von 2.000 Hz ist sie bei gesundem Hörvermögen mit einem Schalldruck von 0 dB definiert. Auf dieser Grundlage wird das Ausmaß der Schwerhörigkeit in fünf Stadien geteilt.

  1. Normalhörigkeit: Ein Abweichen der Hörfähigkeit von der definierten Hörschwelle bis 20 dB liegt im Bereich der Normalhörigkeit.
  2. Geringgradige Schwerhörigkeit liegt bei einer Abweichung oberhalb von 20 dB vor, d.h. etwa das Ticken einer Armbanduhr oder Blätterrauschen können akustisch nicht mehr wahrgenommen werden. Die betroffene Person kann erst Töne mit einer Schallintensität von 25 bis 40 dB hören.
  3. Mittelgradige Schwerhörigkeit beginnt bei einem Hörverlust von 40 dB, dies entspricht etwa den Grundgeräuschen in Wohngebieten. Die betroffene Person kann erst Töne mit einer Schallintensität von 40 bis 60 dB hören.
  4. Hochgradige Schwerhörigkeit entsteht bei mindestens 60 dB, dann kann ein Gesprächspartner bei normaler Sprechlautstärke nicht mehr gehört werden.
  5. An Gehörlosigkeit grenzende Schwerhörigkeit beginnt bei einem Hörverlust von mehr als 80 dB. In diesen Fällen hört man weder laute Musik noch die Geräusche einer Autobahn. Hört man praktisch nichts mehr, ist man taub bzw. gehörlos.

Hinweis


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(si)





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Peter Wilhelm Hörgeräte-Experte
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